Baden-Württemberg will Hilfsprojekte im Nordirak fortsetzen

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Staatsministerin Theresa Schopper
Baden-Württembergs Staatsministerin Theresa Schopper. (Foto: Marijan Murat / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Trotz der Krise im Nahen Osten will das Land Baden-Württemberg Hilfsprojekte im Nordirak weiter unterstützen. Dies gelte, solange es die Sicherheitslage zulasse, teilte eine Sprecherin des Staatsministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart mit. Die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg, über die die meisten Projekte liefen, habe keine eigenen Mitarbeiter aus Baden-Württemberg vor Ort.

Staatsministerin Theresa Schopper (Grüne) habe am Donnerstag mit dem Gouverneur der Provinz Dohuk, Farhad Ameen Atrushi, telefoniert und ihm das ungebrochene Engagement des Landes Baden-Württemberg zugesichert. Das Kooperationsabkommen zwischen dem Südwesten und der Provinz Dohuk war erst im vergangenen Jahr erneuert worden. Es gelte für Baden-Württemberg unverändert fort, sagte Schopper in dem Telefonat nach Angaben des Staatsministeriums.

Bei den Projekten geht es unter anderem um Hilfe zur Selbsthilfe für Flüchtlinge im Nordirak und um Ersthilfe für Frauen, die aus der Gefangenschaft der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zurückkehren. So hat Baden-Württemberg den Aufbau eines Zentrums für Psychotherapie und Psychotraumatologie an der Universität Dohuk mit angeschoben.

Der Iran hatte als Vergeltung für die Tötung von General Ghassem Soleimani in der Nacht zum Mittwoch zwei von US-Soldaten genutzte Militärstützpunkte im Irak angegriffen, darunter eine Basis im Raum Erbil, das wie Dohuk im Nordirak liegt. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) sagte am Donnerstag, Deutschland sei bereit, den Bundeswehreinsatz fortzusetzen. Die Bundeswehr ziehe allerdings etwa 26 der noch mehr als 100 Männer und Frauen aus dem Einsatz in Erbil ab, weil deren Einsatzzeit abgelaufen sei.

Alte Mitteilung Staatsministeriums zu Projekten im Nordirak

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