Im Juli 2015 haben Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks in Neuenstadt am Kocher ein Zeltlager für Flüchtlinge aufgebaut. Nun
Im Juli 2015 haben Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks in Neuenstadt am Kocher ein Zeltlager für Flüchtlinge aufgebaut. Nun wird das Ausweichquartier der LEA Ellwangen geschlossen. (Foto: dpa)
Schwäbische Zeitung

Die Erstaufnahmekapazität des Landes wird an die sinkenden Flüchtlingszahlen angepasst. Dies teilte die Lenkungsgruppe Flüchtlingsaufnahme am Montag in Stuttgart mit. Gleichzeitig sollen die Kommunen entlastet werden, indem weniger Flüchtlinge aus den Landeserstaufnahmestellen (LEA) dorthin verlegt werden.

Derzeit würden bis zu 4000 Flüchtlinge pro Monat an die Kommunen weitergegeben, ab Mai soll die Zahl auf 500 pro Monat reduziert werden. Voraussetzung ist, dass die Flüchtlingszahlen nicht kurzfristig wieder steigen.

Die Reduzierung der Verlegungszahl stehe unter dem Vorbehalt, dass die Flüchtlingszahlen nicht kurzfristig steigen, heißt es weiter. Baden-Württemberg hat derzeit rund 38000 Erstaufnahmeplätze, aktuell sind dort 10000 Flüchtlinge untergebracht. Bundesweit ist fast die Hälfte der Plätze in den Erstaufnahmeeinrichtungen der Länder frei.

Die Lenkungsgruppe beschloss unter anderem, dass die Zeltunterkunft in Neuenstadt (Landkreis Heilbronn), die als Überlaufquartier für die LEA Ellwangen fungierte, in den nächsten Tagen geschlossen wird. Auch die Einrichtungen im Stuttgarter Reitstadion sowie in der Hindenburgkaserne in Ulm sollen im zweiten Quartal wie geplant geschlossen werden. Schließlich sei entschieden worden, den nördlichen Abschnitt der Lyautey-Kaserne in Donaueschingen entsprechend dem Wunsch der Kommune für den Städtebau freizugeben.

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