Deutsche Presse-Agentur

Der Arbeitgeberverband Südwestmetall kritisiert, dass die Gewerkschaft IG Metall den Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen im Südwesten anprangert. Die Zeitarbeitsquote in der Metall- und Elektroindustrie liege bundesweit seit Jahren unter 5 Prozent, sagte Verbandschef Peer-Michael Dick am Montag in Stuttgart. Der Südwestableger der IG Metall war bei einer aktuellen Umfrage unter Betriebsräten zu dem Ergebnis gekommen, dass Leiharbeit und Fremdvergabe zum billigen Ersatz für reguläre Arbeitsplätze würden.

Die Beschäftigung sei in den vergangenen Jahren deutlich aufgebaut worden, heißt es dagegen bei den Arbeitgebern. Dick zufolge gab es 2010 im Südwesten rund 847 000 Stammbeschäftigte, aktuell seien es knapp 999 000. „Auch in der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie hat die Zeitarbeit keine Stammbeschäftigung ersetzt, sondern ist allenfalls parallel zum allgemeinen Beschäftigungsaufbau mitgewachsen.“

Was die Werkverträge angehe, so ließen sich keine validen Aussagen machen, weil der Umfang von Werkverträgen nicht statistisch erfasst werde. „Auch hier zeigt aber das deutliche Anwachsen der Stammbelegschaften, dass keine schleichende Substitution stattfindet“, sagte Dick.

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