Anti-Atom-Initiativen wollen gegen Atomkraft protestieren

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Schwäbische Zeitung

Philippsburg/Neckarwestheim (dpa/lsw) - Mit Luftballons gegen Atomkraft: Südwestdeutsche Anti-Atom-Initiativen wollen am Samstag (16.11.) mit einer Luftballon-Aktion mögliche Gefahren der Atomkraft aufzeigen. Unter dem Motto „Pass bloß auf“ rufen die Initiativen dazu auf, vor den Kernkraftwerken in Philippsburg (Kreis Karlsruhe) und Neckarwestheim (Kreis Heilbronn) zu protestieren. Jeweils 500 rote, mit Infokarten bestückte Luftballons sollen aufsteigen. Damit wollen die Veranstalter nach eigenen Angaben zeigen, wie sich radioaktive Strahlung im Falle einer nuklearen Katastrophe in der Luft verteilt.

Die Initiativen kritisieren zudem, dass die AKW-Betreiber nicht ausreichend für eine nukleare Katastrophe gewappnet seien: „Die aktuellen Evakuierungspläne sind unzureichend“, sagte Andreas Raschke, Sprecher der Südwestdeutschen Anti-Atom-Initiativen. Demnach belegten Untersuchungen, dass etwa bei einem Unfall in Philippsburg ein Umkreis von 100 Kilometern evakuiert werden müsse, der Plan sehe bislang aber nur zehn Kilometer vor. Die Anti-Atom-Initiativen sind ein Zusammenschluss mehrerer Gruppen von Atomkraftgegnern.

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