Angeklagter war schon vor Dreifachmord psychisch auffällig

Lesedauer: 2 Min
Der angeklagte 41-Jährige beim Prozessauftakt im Landgericht Rottweil.
Der angeklagte 41-Jährige beim Prozessauftakt im Landgericht Rottweil. (Foto: dpa)

Im Prozess um den Dreifachmord von Villingendorf vor dem Landgericht Rottweil verdichten sich nach drei Verhandlungstagen mit 30 Zeugen die Indizien, dass der mutmaßliche Täter schon Jahre zuvor psychisch auffällig war. So soll der heute 41-jährige Kroate unter anderem 2014 seiner damaligen Chefin in Radolfzell erklärt haben, er könne über Leben oder Tod entscheiden. Mehrfach wurde er in der Psychiatrie behandelt.

Bei einer zufälligen Begegnung in Singen mit seiner früheren Partnerin, die sich vor einem Jahr von ihm getrennt hatte, kündigte er am 19. August 2017 an, er werde „in vier Wochen alle umbringen“.

Diese Drohung machte er nach Überzeugung des Staatsanwalts am 14. September wahr: Er erschoss seinen sechsjährigen Sohn, den neuen Partner seiner früheren Freundin und dessen Cousine.

Wegen dreifachen Mordes an seinem Sohn und zwei Erwachsenen muss sich ein 41-Jähriger vor dem Landgericht Rottweil verantworten. Der Angeklagte schweigt zu den Vorwürfen.
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen