Alarmstufe II: Deutliche Verschärfungen ab heute im Alltag

Weihnachtsmarkt in Erfurt geöffnet
Die angekündigte neue Alarmstufe gilt ab morgen in Baden-Württemberg. (Foto: Martin Schutt / dpa)
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Die angekündigte neue Alarmstufe gilt ab morgen in Baden-Württemberg. Die Maßnahmen betreffen vor allem ungeimpfte und nicht genesene Menschen.

Mit den neuen Regeln wird im bisherigen 3-Stufen-Modell eine weitere Stufe eingezogen. Damit gilt ab Mittwoch neben der Basisstufe, der Warn- und Alarmstufe auch die sogenannte Alarmstufe II.

Diese wird aktiviert, wenn die landesweite Intensivbetten-Auslastung bei 450 Corona-Patienten oder darüber liegt oder ab einer 7-Tages-Hospitalisierungsinzidenz von 6.

Da die neue Corona-Verordnung noch mit den Ressorts abgestimmt werden muss, können sich bei den Maßnahmen im Detail noch Änderungen ergeben.

Um der neuen 3G-Regel in Bus und Bahn Nachdruck zu verleihen, kündigte die Landesregierung ab Mittwoch Schwerpunktkontrollen an. Beim Verstoß gegen die 3G-Regel droht ein Bußgeld in Höhe von 200 Euro.

Die neuen Regeln im Überblick:

  • In Alarmstufe II gilt 2G plus künftig bei Veranstaltungen, auf Weihnachtsmärkten, bei Inanspruchnahme körpernaher Dienstleistungen, in Prostitutionsstätten und Diskotheken. Das heißt, der Zugang ist nur für Geimpfte oder Genesene gestattet, die zusätzlich einen negativen Antigen- oder PCR-Test vorweisen können. Aufgrund der damit verbundenen Herausforderungen für die Veranstaltungsbranche wegen bereits verkaufter Tickets werden Verstöße in dieser Woche noch nicht verfolgt.
  • In Stadt- und Landkreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 500 gelten Ausgangsbeschränkungen für Nichtgeimpfte und Nichtgenesene von 21 bis 5 Uhr. Ausnahmen gibt es nur beim Nachweis triftiger Gründe, etwa der Berufsausübung, Besuch von Ehegatten oder Lebenspartnern, Spazierengehen, sportliche Aktivitäten allein im Freien. Im Einzelhandel gilt in diesem Fall grundsätzlich 2G. Eine Ausnahme machen wie bisher auch die Geschäfte der Grundversorgung.
  • Für Friseurdienstleistungen gilt in beiden Alarmstufen eine 3G-Pflicht mit PCR-Tests.
  • Veranstaltungen und Weihnachtsmärkte werden ab der Alarmstufe auf 50 Prozent der Kapazität begrenzt.
  • In Hotels gilt für touristische Übernachtungen bereits ab der Alarmstufe 2G, bei geschäftlichen Übernachtungen 3G.
  • In Bus und Bahn sowie im Flugzeug gilt auf Grund bundesrechtlicher Vorgaben generell 3G.
  • Veranstalter müssen Test-, Impf- und Genesenennachweise grundsätzlich mit digitalen Anwendungen (z. B. der CovPassCheck-App) kontrollieren und den Namen anhand von Ausweisdokumenten überprüfen. Damit ist der Zutritt allein mit dem gelben Impfpass nicht mehr möglich, es muss der QR-Code per App oder in Papierform mitgeführt werden.
  • Ausnahmen für Schülerinnen und Schüler gelten nicht in Diskotheken – auch sie müssen 2G-Nachweise vorlegen, in der Alarmstufe II gilt 2G plus.
  • Volljährige Schülerinnen und Schüler können nicht mehr den Schülerausweis vorlegen, um Zutritt zu erhalten. Für sie gelten die gewöhnlichen 2G- bzw. 3G-Zutrittsregelungen.
  • Schülerinnen und Schüler zwischen 12 und 17 Jahren können noch voraussichtlich bis kurz nach Weihnachten Zutritt mit dem Schülerausweis erhalten.

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