Der AfD-Landtagsabgeordnete Heiner Merz (AfD) hat Parteifreunde aufgerufen, vermeintliche Antifa-Mitglieder bei Arbeitgebern an
Der AfD-Landtagsabgeordnete Heiner Merz (AfD) hat Parteifreunde aufgerufen, vermeintliche Antifa-Mitglieder bei Arbeitgebern anzuschwärzen. (Foto: dpa)
Schwäbische Zeitung

Der Heidenheimer AfD-Landtagsabgeordnete Heiner Merz hat einem Medienbericht zufolge zur Denunzierung vermeintlicher Linksextremisten aufgerufen und dafür gestohlene Personendaten verbreitet.

Merz habe am 14. Juli 2017 fast 25000Namen und Adressen per E-Mail an Mitglieder und Mitarbeiter der AfD geschickt und darauf hingewiesen, dass es sich dabei um Mitglieder der Antifa handele, berichtet die „Südwest Presse“. Dem Bericht zufolge rief er seine Parteifreunde auf, die Namen am Ort bekannt zu machen oder die Arbeitgeber zu informieren.

Allerdings habe es sich nicht um Daten von Antifa-Mitgliedern gehandelt, sondern höchstwahrscheinlich um gestohlene Kundendaten eines Online-Versandhauses, heißt es weiter. Die vom Datendiebstahl Betroffenen hätten etwa bunte Haarfarbe, T-Shirts oder Punk-CDs bestellt.

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