59-Jähriger erwürgt: Freund der Ehefrau gesteht Tötung

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Deutsche Presse-Agentur

Im Fall des getöteten 59-Jährigen aus Tettnang am Bodensee hat der 38-jährige Angeklagte die Tat vor dem Landgericht Ravensburg gestanden. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann heimtückischen Mord vor - er soll dem schlafenden Ehemann seiner neuen Freundin im April ein Kissen ins Gesicht gedrückt und ihn gewürgt haben.

Das Opfer starb später im Krankenhaus. „Ich weiß, dass ich es gemacht habe“, sagte der 38-Jährige am Freitag. Allerdings könne er sich an den Akt nicht erinnern: Weil er starke Schuldgefühle habe, habe er die Tat verdrängt. „Ich hätte niemals gedacht, dass ich zu so etwas fähig wäre.“ Als Grund gab er an, die 26 Jahre alte Stieftochter des Opfers habe ihn dazu aufgefordert. Sie habe häufig erzählt, schlecht von ihrem Stiefvater behandelt zu werden.

Stieftochter und Ehefrau des Opfers stehen ebenfalls vor Gericht, laut Anklage sollen sie ihm vor der Tat mehrfach ins Gesicht geschlagen haben. Auslöser soll ein Video gewesen sein, das der 59-Jährige heimlich von seiner schlafenden Stieftochter gemacht haben soll. Die Frauen müssen sich wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Der Stieftochter wird zudem Anstiftung zum Mord vorgeworfen. Sie hat angegeben, ebenfalls eine Aussage machen zu wollen. Ihre 45 Jahre alte Mutter schweigt bislang vor Gericht.

Ein Urteil wird noch im November erwartet.

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