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Heimatforscher Johannes Angele beschäftigt sich mit alten Aufzeichnung der Spanischen Grippe zwischen 1918 und 1920.

Wie die Spanische Grippe ab 1918 die Region traf

Durch sie starben mehr Menschen als im ersten Weltkrieg: Die Spanische Grippe. Eine Pandemie, die zwischen 1918 und 1920 über den Erdball wütete. Millionen von Menschen verloren ihr Leben. Auch in der Region hat die Spanische Grippe damals ihre Spuren hinterlassen.

Johannes Angele ist Heimatforscher. Der Reinstetter sucht in alten Ausgaben des Rottum Boten der Jahre 1918 und 1919 nach Hinweisen über die Spanische Grippe. Bei der aufwendigen Recherche stößt er schließlich auf Presseberichte über die Pandemie.

 Die Skelettfunde auf dem Ellwanger Marktplatz deuten auf eine Epidemie hin, bei der Dutzende Menschen ums Leben gekommen sind.

Als Pest und Grippe in Ellwangen wüteten: Historiker stellt Forschungsergebnisse vor

Die Ausbreitung des Coronavirus ist nicht die erste Pandemie, die Ellwangen heimsucht. Im 14. Jahrhundert grassierte die Pest, im Jahr 1918 forderte die Spanische Grippe ihren Tribut. Der Historiker Michael Hoffmann hat die Geschichte dieser Krankheiten in Ellwangen und Umgebung erforscht. Zwei Online-Vorträge zu diesem Thema hat er auf der Webseite des Ellwanger Geschichts- und Altertumsvereins veröffentlicht.

Wie stark der sogenannte Schwarze Tod in Ellwangen und seinem Umland wütete, ist aus heutiger Sicht schwer zu sagen: „Die ...

 Ob falsche Polizisten, dubiose Kaffeefahrten oder angebliche Erbschaften: Gauner haben viele Wege, Menschen Geld aus der Tasche

Die fiesen Maschen der Betrüger – so werden Sie nicht zum Opfer

Mark Schmid kennt die Tricks, mit denen Betrüger hoffen, ihrem Opfer viel Geld aus der Tasche ziehen zu können. Er ist Kriminaloberkommissar sowie Präventionsbeauftragter der Kripo Neu-Ulm. Bei einer Informationsveranstaltung im Generationentreff in Neu-Ulm hat er Senioren erklärt, auf was sie achten müssen, aber auch betont: „Es kann jeden von uns – jeden Alters – treffen.“

Ein Überblick über die häufigen Maschen der Kriminellen:Enkeltrick Der Enkeltrick sei eine „besonders hinterhältige Betrugsform“, berichtet Schmid.

 Die Geehrten mit den Vertretern des Chorverbands und des Vereins (v.l.): Dietmar Schorpp, Eugen Kienzler, Karl Rothmund, Joachi

Eine Frau will Männer singen hören

Im Restaurant am Markt hat der Männerchor Bad Saulgau am Samstag das Jubiläum seines 40-jährigen Bestehens gefeiert. Alle früheren Dirigenten feierten mit.

Im Herbst 1978 hat Beate Rimmele in der Zeitung zur Gründung eines Männerchors aufgerufen. Am 17. November fand die Gründungsversammlung statt, am 24. November probte der Chor zum ersten Mal im Gasthof „Kreuz“ in Wolfartsweiler. Frauen als Chorleiterin waren damals noch völlig unüblich, wie Beate Rimmele betonte.


Nicht jeder Bauer konnte sich Pferde leisten, wie dieses Bild von 1939 aus Ahlen zeigt.

„Früher war nicht alles besser“

Einen Wettlauf gegen die Zeit hat Klaus Jonski hinter sich: Beinahe 30 Jahre lang hat der 76-jährige Mittelbiberacher Fotos und Geschichten zusammengetragen. Jetzt wurde die Sammlung an den Landkreis Biberach übergeben und Jonski sagt: „Das ist ein beglückendes Gefühl.“

Sieben laufende Meter Ordner, Tonbänder und Schriftstücke wandern Ende des Jahres vom Rathaus in Mittelbiberach nach Biberach ins Kreiskultur- und Archivamt. Dessen Leiter, Jürgen Kniep, freut sich auf den Zuwachs und lobt in hohen Tönen: „Zwischen Ulm und Bodensee ...


Pfarrer Peter Müller (links) und Bürgermeisterin Doris Schröter (rechts) stoßen mit Max Kieferle auf den 90. Geburtstag an.

Erinnerung an einen bewegenden Abschied

„Ich bin ein Schweizerdegen“, sagt Max Kieferle. Wer bei diesem Satz an irgendein Kampfgerät denkt, liegt falsch. In der Druck- und Medienbranche hat ein Schweizerdegen sowohl das Handwerk des Druckers als auch das des Setzers erlernt. Max Kieferle ist einer von ihnen. Anlässlich seines 90. Geburtstages konnte er am Montag Bürgermeisterin Doris Schröter und Pfarrer Peter Müller in das eine oder andere Geheimnis eines echten Jünger Gutenbergs einweihen.

„Prächtig wirken die neuen Uniformen“

Unsicherheit und Spannung herrschten vor hundert Jahren unter den Menschen. Geradezu Stunde für Stunde wartete man auf Reaktionen als Folge der Ermordung des Erzherzogs und Thronfolgers von Österreich und seiner Gemahlin in Sarajewo. Alles war der Ansicht, dass jetzt der Krieg zwischen Österreich und Serbien unvermeidlich sei.

Was die Gemüter der ganzen Welt – und nicht weniger in Levertsweiler – bewegte, war die Frage, wie sich Russland dazu stellen werde.


In der Gigelberghalle in Biberach war im Ersten Weltkrieg ein Lazarett eingerichtet.

Kanonendonner war auch am See zu hören

„Stopfkurgäste“ und „Milchfälschung“ – diese Begriffe konnte man bei der jüngsten Tagung der Gesellschaft Oberschwaben kennenlernen. In einem straffen achtstündigen Vorlesungsmarathon in der Sparkasse Biberach stellten Historiker aus Ravensburg, Sigmaringen, Salem und Biberach vor, welche Auswirkungen der Krieg von 1914 bis 1918 auf die Menschen am See und in Oberschwaben hatte. Bei solchen Tiefenbohrungen zeigen sich nicht nur regionale und lokale Besonderheiten, sondern auch wie sich die große Politik im Kleinen auswirkt.

Die Lebensdauer der gedruckten Zeitung ist endlich

Ein Frühstück ohne Zeitung können sich viele Menschen kaum vorstellen. Der Kaffee duftet, die Zeitung raschelt. Der Mann liest vielleicht zuerst den Sportteil, die Frau die Todesanzeigen. Mehr als 20 Minuten verbringt ein durchschnittlicher Leser täglich mit seiner Schwäbischen Zeitung. Und dann gibt es Leute, die nie auf die Idee kämen, eine Zeitung auch nur in die Hand zu nehmen. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene haben sich vom Papier entfremdet, die Zeitung spielt in ihrer Welt keine Rolle.

„Es darf schöne Beerdigungen geben“

Der streitbaren Theologin Margot Käßmann ist vieles ein Dorn im Auge, das Standard bundesdeutscher Bestattungskultur ist. So etwa der Satz „Von Beileidsbekundungen am Grab bitten wir abzusehen“, der unter vielen Todesanzeigen steht. Dabei seien gerade die Umarmung auf dem Friedhof und die Worte des Trostes ein wichtiges, heilsames Ritual. „Friedhofskultur als Spiegelbild unserer Gesellschaft“, war das Thema der ehemaligen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die nach einer Autofahrt unter Alkoholeinfluss von ...