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Trommeln beim Ravensburger Rutenfest ist fast ausschließlich den jungen Männern vorbehalten.

Diskussion um Gleichberechtigung beim Rutenfest: Mädchen wollen zumindest wählen können

Werden Mädchen beim Rutenfest diskriminiert, weil sie von allen Trommlergruppen mit einer Ausnahme ausgeschlossen sind? Werden sie gar zu Objekten degradiert, wie das der Ravensburger Schülerrat formuliert hat?

Die Diskussion um Gleichberechtigung und Tradition läuft seit Wochen. Doch was sagen eigentlich die Betroffenen? Die SZ hat sich kurz vor den Schulschließungen unter einigen Mädchen des Albert-Einstein-, Welfen- und Spohn-Gymnasiums umgehört.

 Manfred Lucha ist dem Ravensburger Heimatfest eng verbunden. Für Aufregung hatte er, damals noch in seiner Funktion als OB-Stel

Lucha: Mädchen sollen beim Rutenfest stärker präsent werden

Grünen-Politiker Manfred Lucha hat zum Rutenfest eine enge Verbindung. Der Sohn des Sozialministers aus Ravensburg war 2009 Landsknecht, der Garten der Luchas wird jedes Jahr während der fünf tollen Tage mit einer großen bunt-fröhlichen Party zu einer ganz besonderen Adresse in der Stadt.

Es muss offen thematisiert werden, welches längst überkommene, herabwürdigende Frauenbild durch manche Rituale junger Männer zum Ausdruck gebracht wird.

 Dieter Graf will den Trommlergruppen keine Vorschriften machen.

Diskussion über Gleichberechtigung: Rutenfest-Chef Dieter Graf kritisiert Schüler und Eltern

Harsche Kritik am Ravensburger Schülerrat und am Gesamtelternbeirat hat die Rutenfestkommission (RFK) geäußert. Beide hatten Gleichberechtigung für Mädchen beim Ravensburger Heimatfest eingefordert.

„Gruppierungen, die sich zum Teil auf eine mehr als 100 Jahre andauernde Tradition berufen können, praktisch zwingen zu wollen Frauen aufzunehmen, verbietet sich von selbst und ist insbesondere in keiner Weise vom Grundgesetz gefordert“, heißt es dazu in einer Stellungnahme von RFK-Chef Dieter Graf.

 Bisher ist das Trommeln beim Rutenfest größtenteils in Männerhand.

Der Ravensburger Gesamtelternbeirat möchte, dass Mädchen beim Rutenfest mehr als „schmückendes Beiwerk“ sind

Neben dem Schülerrat hat auch der Ravensburger Gesamtelternbeirat das Thema Chancengleichheit beim Rutenfest „kritisch und intensiv diskutiert“, sagt der Vorsitzende Johannes Volz.

Das Gremium setzt nicht auf Konfrontation und will auch keine Lösungen vorgeben. Allerdings fordern die Eltern den Mut ein, „die Dinge ins 21. Jahrhundert weiter zu entwickeln“ – gemeinsam und konstruktiv. Hier sieht der GEB grundsätzlichen Handlungsbedarf.

Volz macht in der aktuellen Debatte Parallelen zum Frauenwahlrecht aus: Weil dies ...

 Der Ravensburger Schülerrat will beim Adlerschießen lieber die „Ode an die Freude“ hören statt des traditionellen Schützenliede

Schützenlied beim Rutenfest: Tradition oder Verzerrung der Geschichte?

Neben Gleichberechtigung bei den Trommlergruppen schlägt der Ravensburger Schülerrat eine weitere Änderung beim Rutenfest vor: Statt des Schützenliedes, das der Schülerrat im 21. Jahrhundert als unangebracht empfindet, solle beim Adlerschießen lieber Beethovens „Ode an die Freude“ intoniert werden. Im Schützenlied geht es unter anderem um den Schützen Armin, der Legionen von Römern tot schlug.

Auch der Vorsitzende des Ravensburger Gesamtelternbeirats, Johannes Volz, äußerte sich zu diesem Thema: Dieses „unsägliche Lied“, das er ob ...

Ein Trommlerkorps

Schülerrat kritisiert: Am Rutenfest werden Mädchen zu Objekten degradiert

Er hat das Thema intensiv diskutiert und sich nun sehr eindeutig zum Thema Gleichberechtigung beim Rutenfest positioniert: Der Ravensburger Schülerrat fordert, dass „die bisherigen Schultrommlergruppen niemandem mehr aufgrund dessen Geschlechts den Beitritt verweigern dürfen“.

Und: Sowohl Mädchen als auch Jungs soll es künftig erlaubt sein, die Mitglieder der Rutenfest-Trommlergruppen zu wählen und sich auch selbst dafür aufstellen zu lassen.

Landsknechte auf der Bühne

Schülerrat fordert: Mädchen sollen beim Rutenfest mittrommeln dürfen

Trommlerinnen? Hat es beim Ravensburger Rutenfest bis auf die Mädchen in den Reihen der Rutentrommler noch nie gegeben. Sollte es aber. Findet jedenfalls der Ravensburger Schülerrat.

Nachdem zwei Ex-Lands-knechte das Thema Gleichberechtigung in Sachen Trommeln kurz vor dem letzten Rutenfest aufs Tapet gebracht hatten, diskutierte dieser darüber. Ergebnis: In der öffentlichen Sitzung am Montagabend im Rathaus gab es ein Statement. Es lautet: Tradition sei „keine Erlaubnis für einen Verstoß gegen das Grundgesetz“, nach dem jeder ...

 In der Klimakommission wurde auch darüber nachgedacht, ob und wie Radler und Fußgänger künftig mehr Raum im Straßenverkehr beko

Klimaschutz konkret: Kommission klopft ab, was in Ravensburg machbar ist

Die Ravensburger Klimakommission hat sich zum zweiten Mal getroffen. Und sich zwei Tage lang Gedanken dazu gemacht, was man vor Ort konkret anpacken könnte, um den Klimawandel abzufedern. Zunächst fühlten sich die 35 Mitglieder selbst auf den Zahn und fragten sich, welche Maßnahmen und Einschränkungen in ihnen den geringsten Widerstand auslösen. Zudem diskutierten sie Ideen wie eine autofreie Innenstadt oder einen subventionierter öffentlichen Nahverkehr.

 Bisher ist das Trommeln beim Rutenfest größtenteils in Männerhand.

Gleichstellungsbeauftragte fordert: Erwachsene müssen Reform des Rutenfests anstoßen

Die Oberchargen des Trommlerkorps sind gewählt, das nächste Rutenfest liegt weniger als 200 Tage voraus – und die öffentlich geführte Gleichberechtigungsdebatte vom vergangenen Jahr ist beinahe verebbt.

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Ravensburg, Eva-Maria Komprecht, findet, dass die Diskussion, ob Mädchen in Trommlergruppen mitmachen dürfen, längst überfällig war und der Wandel der Tradition weiter vorangetrieben werden sollte.

 Der neue Ravensburger Schülerrat hat sich konstituiert.

Neuer Ravensburger Schülerrat konstituiert sich

Der neue Schülerrat 2019/20 hat seine Arbeit als Ravensburger Jugendvertretung aufgenommen und im ersten Schritt seinen Vorstand neu gewählt. Sprecherin und Sprecher wurden laut Pressemitteilung Lara Beck und Malte Jakob (Bildmitte).

Außerdem schafften es in den Vorstand Aurelia Veit, Franka Hausberger, Marlene Bux, Nele-Marie Beer, Antonio Hertlein, Cora Geßler, Elisa Weiß, Erika Kinda, Jürgen Herr und Daniel Schäffer. Rechts im Bild zu sehen sind der Erste Bürgermeister Simon Blümcke, der die konstituierende Sitzung leitete, sowie ...