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Zwei Schauspieler auf der Bühne

Programm für neue Spielzeit bekannt: Theater Ulm zeigt Kante gegen Antisemitismus

„Wovon lebt der Mensch?“ – diese Frage wirft Bertold Brecht in seiner Dreigroschenoper ganz salopp auf, in diesem Halunken-, Ganoven- und Halbweltstück, das an menschlichen Abgründen rüttelt. Am Theater Ulm stellt diese Frage nun – Kay Metzger, der Intendant. „Wovon lebt der Mensch?“ lautet das Motto, das sein Haus für die Spielzeit 2020/21 gewählt hat.

Und Metzger hat eine Antwort auf die Frage: „... zuallererst von gutem, mitreißendem und aufwühlendem Theater.

Sylva, herausragend gesungen von Maria Rosendorfsky, verfällt dem Charme des Fürstensohns Edwin (Markus Francke). Foto: Marc Lon

„Die Csárdásfürstin“ begeistert am Ulmer Theater

Gute zweieinhalb Stunden prächtige Unterhaltung bietet die Neuproduktion von Emmerich Kálmáns Operette „Die Csárdásfürstin“ am Ulmer Theater. Benjamin Künzel hat das Stück nicht nur kurzweilig inszeniert, sondern auch eine historische Perspektive auf den Stoff hinzugefügt. Nach der Premiere gab es Riesenbeifall für das brillante Solistenensemble, den Chor und das von Timo Handschuh souverän dirigierte Orchester. Als Künzel und Ausstatter Heiko Mönnich auf die Bühne kamen, geriet das Ulmer Publikum aus dem Häuschen wie selten.

 Stehgeiger Petr Hemmer (links) leitet das Laupheimer Salonorchester. Sopranistin Maria Rosendorfsky und ihr Kollege J. Emanuel

Liebesdrama entfaltet sich auf der Bühne

Einen Abend lang das Leben durch die rosarote Brille sehen – dazu hat das Laupheimer Salonorchester seine Zuhörer beim Neujahrskonzert verführt. Das Publikum ließ es allzu gerne geschehen, denn ein Abend mit den Salonmusikern und der Sopranistin Maria Rosendorfsky, die ihren Kollegen J. Emanuel Pichler (Bassbariton) mitgebracht hatte, bedeutet stets gute Unterhaltung auf höchstem Niveau. Unter dem Titel „La vie en rose“ versammelten sich Stücke von Mozart bis Strauß und von Bernstein bis Offenbach.

Die Solisten Emanuel Pichler und Maria Rosendorfsky (vorne v. l.) und das Laupheimer Salonorchester musizierten bei der Veransta

Rotarier machen gemeinsame Sache

Der Rotary-Club Biberach und der Rotary-Club Biberach Weisser Turm haben gemeinsam eine Konzertmatinee veranstaltet. Das Laupheimer Salonorchester aus aktiven und ehemaligen Lehrkräften der Laupheimer Musikschule Gregorianum spielte unter Leitung von Petr Hemmer in der ausverkauften Kleinen Bühne Schwendi.

Ermöglicht wurde die Konzertmatinee, die eine Neuheit in der Zusammenarbeit beider Clubs darstellte, durch die Übereinkunft der beiden Clubpräsidenten Dr.

 Regissuer Christian von Götz hat ein fleckviehgeschecktes Pferd aus der komischen Oper Berlin mit nach Ulm gebracht, das der le

Aschenputtel liebt einen kiffenden Prinzen, der Star des Abends ist aber ein Pferd

Aschenputtel ist bei den Brüdern Grimm und in der französischen Version „Cendrillon“ von Charles Perrault ein wunderschönes, zartes und sittsames Mädchen, gedemütigt von der bösen Stiefmutter und deren Töchtern. Ein ganz anderes Aschenputtel bringt Christian von Götz kurz vor Weihnachten mit seiner Inszenierung von Jules Massenets Märchenoper „Cendrillon“ auf die Bühne des Theaters Ulm.

I Chiao Shih ist eine starke junge Frau, die in Monteurkleidung Autos und Motorroller repariert und am Ende einen einsamen, kiffenden Prinzen erlöst.

 In Ulm muss Aschenputtel (I Chiao Shih, Mitte) nicht zum Barbiepüppchen mutieren, um den Prinzen zu bekommen.

Virtuos: Massenets Oper „Cendrillon“ am Theater Ulm

Viel Beifall gab es nach der Premiere der Neuproduktion von Jules Massenets Märchenoper „Cendrillon“ am Ulmer Theater. Gefeiert wurden vor allem die Mitglieder des exzellenten Gesangsensembles, aber auch der von Hendrik Haas perfekt vorbereitete Chor, das stilecht und klangschön spielende Philharmonische Orchester der Stadt Ulm unter der versierten Leitung von Michael Weiger sowie das Regieteam um Christian von Götz und nicht zuletzt die bunte Pracht der phantasievollen Kostüme von Lukas Noll.

 Maria Rosendorfsky (Sopran) und Emanuel Pichler (Bassbariton) singen beim Neujahrskonzert im Kulturhaus.

Arien und Chansons erklingen beim Neujahrskonzert

Das Laupheimer Salonorchester gibt am Samstag, 25. Januar, um 19 Uhr sein Neujahrskonzert im Laupheimer Kulturhaus. Im Mittelpunkt stehen die Solisten Maria Rosendorfsky und Emanuel Pichler vom Theater Ulm. Der Kartenvorverkauf beginnt am Mittwoch, 28. November.

Unter dem Motto „La vie en rose“ konzertiert das Laupheimer Salonorchester mit den Solisten Maria Rosendorfsky (Sopran) und Emanuel Pichler (Bassbariton), beide am Theater Ulm, im Laupheimer Kulturhaus.

 Timo Handschuh und die Sopranistin Maryna Zubko beim Gesprächskonzert in Immenstaad.

Viel Applaus für dreigestrichenes f

Gesprächskonzerte sind längst zur Rarität geworden. Nur der Pianist Heiner Costabel, der immer wieder am See gastiert, führt unter dem Titel „piano parlando“ im Plauderton in die Klavierwerke ein, die er spielt. Umso mehr darf man sich freuen, dass in Immenstaad das Bildungswerk der Erzdiözese Freiburg für den Abend des Pfingstmontags zum neunten Mal Timo Handschuh zum Gesprächskonzert eingeladen hat, diesmal über Johann Strauß Sohn und dessen Welt der Operette.

Zwei verkleidete Schauspieler. Der Mann hält einen Spiegel und sitzt am Tisch, während die Frau dahinter steht und seinen Kopf h

Ulmer Freiluftaufführung von „Evita“ begeistert

Schon vor Beginn dieser umjubelten Freiluftaufführung tanzen einige Paare Tango. Stumm drehen sie im Innenhof der Ulmer Wilhelmsburg ihre eleganten Pirouetten. Dann strömen einfach gekleidete Männer und Frauen herein, nehmen auf Stühlen Platz und schauen ins Publikum. Filmmusik scheppert aus Lautsprechern. Offenbar spielt die Szene in einem Kino. So fängt Tim Rices und Andrew Lloyd Webbers Musical „Evita“ in der von Wolf Widder inszenierten Neuproduktion des Ulmer Theaters an.

Wolf Widder auf der Bühne mit einer einladenden Geste

Musival „Evita“ steigt auf der Wilhelmsburg: „Toll, wie wir das hier wuppen“

Der 65-jährige Wolf Widder inszeniert auf der Wilhelmsburg Andrew Lloyd Webbers Musical „Evita“. Am Freitag feierte die Produktion ihre Premiere. Von Ensemble und Team in Ulm ist er sehr angetan. Die Proben standen allerdings nicht immer unter einem guten Stern, wie Widder im Gespräch mit Marcus Golling berichtet.

Herr Widder, Sie haben in Ihrer Karriere schon viele Opern, Operetten und Musicals inszeniert. Was ist das Interessante an „Evita“?