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 Der harte Kern der Erzählrunde beim Erinnerungscafé vor dem Erzählbus des Bauernhausmuseums Wolfegg. Zweiter von rechts "Gastar

„Importware“: Die Gastarbeiter im Wirtschaftswunderland

Alwine Glanz und Alina Ganther sind mit ihrem Erzählbus seit Mai in Oberschwaben, im Allgäu und in Vorarlberg unterwegs, um Geschichten und Objekte zum Aufbau einer Dauerausstellung im Bauernhausmuseum Wolfegg zu sammeln. Der Isnyer Museumsleiterin Ute Seibold kam dieser Besuch gerade recht, da sie für das neue Museum daran interessiert ist, die jüngere Geschichte mit Lebenserfahrungen heutiger Senioren miteinzubeziehen.

Zu Beginn des Erinnerungscafés in der Unteren Mühle erklärte Alwine Glanz: „Die Wirtschaft der jungen ...

 Auf ihrer Station in Bad Wurzach: Alwine Glanz (rechts) und Alina Ganter.

Der Erzählbus sammelt Geschichten

Zeitzeugen der Einwanderung von Arbeitskräften wurden dieser Tage in Bad Wurzach und Aitrach gesucht. Das grenzüberschreitende Projekt „Migration nach Vorarlberg und Oberschwaben im 19. bis 20. Jahrhundert“ soll ab 2021 in einer Dauerausstellung im Bauernhausmuseum Wolfegg münden.

In dem Erzählbus, einem 50 Jahre alten, umgebauten Ford Transit mit auf dem Dach bepackten alten Reisekoffern, werden Menschen eingeladen, ihre Geschichten zum Thema „Gastarbeiter und Gastarbeiterinnen auf dem Land“ zu erzählen.

 Historischer Blick auf Großholzleute von Norden aus, im Vordergrund ist die Bahnlinie Isny-Kempten zu erkennen, rechts erhebt s

Zweimal Erinnerungscafé

Die Städtischen Museen Isny laden vor der Sommerpause noch zu zwei besonderen Terminen ein: „Erinnerungscafés“ über Großholzleute und über Gastarbeiter.

Am Montag, 17. Juni, ist das Erinnerungscafé im Dorfgemeinschaftshaus in Großholzleute von 14.30 bis 17 Uhr zu Besuch. In Kooperation mit der Ortsverwaltung und dem Landfrauen-Ortsverein soll an diesem Nachmittag der Blick auf die Entwicklung von Großholzleute mit seinen circa 30 Weilern und Einzelhöfen gelegt werden.

 Alwine Glanz (Bildmitte), Leiterin des Projektes „Gastarbeiter auf dem Land“, und ihre Kollegin Alina Ganter (Museumspädagogin)

Erzählbus steht in Bodnegg und Wolfegg

Seit dem 24. Mai ist der Erzählbus auf Tour im Landkreis Ravensburg. Bei Kaffee oder Tee im eingebauten Café sind alle Bürger eingeladen, dem Bauernhausmuseum Allgäu-Oberschwaben Wolfegg ihre Geschichten zum Thema „Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter“ zu erzählen. Die gesammelten Geschichten fließen dann laut Mitteilung in die geplante Dauerausstellung über die Arbeitsmigration der 1950er- bis 70er-Jahre auf dem Land im Fischerhaus ein.

Nach Besuchen auf den Wochenmärkten in Aulendorf.

 Schauhüten am Pfingstmontag im Bauernhaus Museum in Wolfegg.

Programm zu altem Handwerk im Bauernhausmuseum in Wolfegg

Das Bauernhaus-Museum Allgäu-Oberschwaben Wolfegg bietet an den kommenden Feiertagen Veranstaltungen für Groß und Klein. Wie das Museum mitteilt, erwarten gleich drei Themenbereiche die Museumsbesucher am Pfingstmontag beim Handarbeits- und Schaftag, den die Verantwortlichen gleichzeitig mit dem deutschen Mühlentag verbinden.

Traditionelle Handarbeitskunst, alles rund ums Schaf sowie die historische Schachenmühle gleich neben dem Museum vermitteln alte Handwerkskunst sowie die Arbeit der Schäfer mit ihren Tieren.

 Alwine Glanz (Bildmitte), Leiterin des Projektes „Gastarbeiter auf dem Land“, und ihre Kollegin Alina Ganter (Museumspädagogin)

Erzählbus war in Aulendorf

Alwine Glanz, Leiterin des Projektes „Gastarbeiter auf dem Land“, und ihre Kollegin Alina Ganter (Museumspädagogin) sind am Mittwoch mit dem Erzählbus auf dem Aulendorfer Wochenmarkt gewesen. Dort warteten die Mitarbeiter der Wolfegger Bauernhausmuseums auf Menschen, die Geschichten rund um das Thema „Gastarbeiter in den 1950-er bis 1970-er Jahren“ erzählen wollten.

Aulendorf ist die zweite von insgesamt acht Stationen im Landkreis Ravensburg, die der Erzählbus besucht.

Der Erzählbus sucht in Aulendorf nach Zeitzeugen

Der Erzählbus sucht in Aulendorf nach Zeitzeugen

Im Frühjahr 2019 startete der Erzählbus, das Nachfolgeprojekt der „Schwabenkinder“ im Bauernhausmuseum Wolfegg, seine Tour durch den Landkreis Ravensburg, um Geschichten, Objekte und Anekdoten zum Thema Gastarbeiter zu sammeln. Bei Kaffee oder Tee sind am Mittwoch, 29. Mai von 7.30 Uhr bis 12 Uhr Aulendorfer Bürger eingeladen, dem Bauernhausmuseum auf dem Wochenmarkt ihre erlebte Geschichte aus den 1950er- bis 1970er-Jahren zu erzählen.

Die gesammelten Geschichten fließen dann in die im Herbst 2020 eröffnende neue Dauerausstellung ...

 Der 76-jährige Mehmet Atsan (rechts) freut sich über das Foto auf dem Bus, das ihn als 29-Jährigen zeigt. Damals kam er aus der

Bauernhausmuseum Wolfegg schickt einen Erzählbus auf Tour

„Brot“ und „Butter“ zählten zu seinen ersten deutschen Worten. Doch dann, in dem kleinen Dorfladen, verwechselte er sie und kehrte mit Butter statt Brot in seine Unterkunft zurück: Erinnerungen eines 76-Jährigen, der als junger Mann aus der Türkei nach Oberschwaben kam, um hier in der Holzindustrie zu arbeiten. Die Anekdote vom Einkaufen gehört zu den lustigen Erinnerungen. Doch Mehmet Atsan musste in den 1970-er Jahren auch miterleben, wie seine Schwiegertochter als „Hund mit Kopftuch“ beschimpft wurde.

Vom Viehtrog ins Badezimmer: Phantasie und Begeisterung für die Umnutzung historischer Gebrauchsgegenstände beweist Hausherr Han

Prämierung und Vorträge im Bauernhausmuseum

Zum Mitgliederabend lädt der Förderverein des Bauernhausmuseums Wolfegg alle Freunde und Förderer des Museums am Donnerstag, 21. März, um 19 Uhr in die Zehntscheuer Gessenried ein. Der Eintritt ist frei.

An diesem Abend zeichnet die Fördergemeinschaft des Bauernhausmuseums Personen aus, die sich für den Erhalt und die Sanierung von wertvollen Bausubstanzen einsetzen. 2019 wird Bäckermeister Hannes Weber aus Friedrichshafen diese Ehre zuteil: Vielen bekannt aus der SWR-Fernsehsendung „Kaffee oder Tee“, hat er sich für die ...


Gastarbeiter haben auch die Region Bodensee-Oberschwaben geprägt. Dieses Bild zeigt türkische Gastarbeiter, die 1961 in Deutsch

Gekommen, um zu gehen und dann doch zu bleiben

Als die ersten Gastarbeiter in den 1950er-Jahren nach Deutschland kamen, war wahrscheinlich noch niemandem bewusst, wie sehr diese Menschen Deutschland prägen würden. Wie sähe das Land ohne sie aus? Döner, italienische Eisdielen oder der Grieche um die Ecke wären wohl nicht da. In den Sprachen des ehemaligen Jugoslawiens ist das deutsche Wort „gastarbajter“ sogar ein eigenständiger Begriff geworden. Diese Geschichte ist bereits Thema einer Sonderausstellung im Wolfegger Bauernhausmuseum.