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Warum unser Restaurant-Kritiker fast immer Fleisch bestellt

Fragt der Gast: „Was empfehlen Sie Leuten, die kein Fleisch essen?“ Sagt der Kellner: „Ein Taxi.“ Neulich – wie immer wieder in regelmäßigen Abständen – erreichten die Redaktion Zuschriften, in denen die Verfasser sich über die Kolumne „Aufgegabelt“ beklagen. Und zwar aus einem gut nachvollziehbaren Grund. Einer schrieb: „Wird Herr Nyffenegger eigentlich von der Metzgerinnung bezahlt, oder wie viele Schlachthöfe gehören dem Herrn? Ich glaube, der Mann hat noch kein einziges vegetarisches Gericht hier empfohlen – das ist echt krass!

 Bei der Theatergruppe Tannau gehts zur Sache, und wenns mit der Mistgabel sein muss (von links: Stefanie Kirchmann, Bernd Rei

Das Happyend kommt kommt imm Tannauer Bauerntheater bestimmt

Ein herrlich heutiges Bauerntheater hat die Theatergruppe Tannau für ihr diesjähriges Weihnachtstheater aufgegabelt. Spannung wird gleich bei den ersten Auftritten angelegt und bleibt bis zum doch überraschenden Schluss erhalten.

Ein Gag, dass mit dem Programmflyer für Ralf Kasparis Komödie „Alibi-Bauernhof“ gleich ein richtig echter Wahlkampfflyer mitgeliefert wird, der fordert: „Wählen auch Sie ,Mich!’ zu Ihrer neuen Bürgermeisterin.“ Das Programm der Berwerberin: „Stinkende Landwirtschaft wird endlich abgeschafft.

Aufgegabelt: Im Caravano gerät die Qualität stellenweise ins Schleudern

Die besondere Gastronomie im Erwin-Hymer-Museum – mit diesen appetitlichen Worten wirbt das imposante Haus in Bad Waldsee für seine Küche. Und rein optisch löst das Restaurant Caravano dieses Versprechen auch ein: Das futuristische Design macht Anleihen an die Ästhetik der 1950er- und 1960er-Jahre. Ein bisschen gemahnt der große Raum an eine überdimensionierte Milchbar. Schilder bringen nostalgische Abwechslung in die weiße Anmutung.

Auch übersetzt ins gastronomische Angebot versucht das Haus, dem positiven Image des ...

Spezialität des Hauses: Kässpätzle mit reichlich Röstzwiebeln.

Essen mit traumhaftem Blick auf den Bodensee

Warum das so ist, weiß eigentlich niemand so genau, aber eines ist sicher: Der Mensch liebt es, von irgendwo runterzugucken. Ganz im Gegensatz zum irgendwo raufgucken, das liebt er nicht so, weil er sich dabei wahrscheinlich kleiner vorkommt, als er eh schon ist. Das etwas hochtrabend „Mental-Spa-Hotel“ getaufte Haus Fritsch am Berg ist auf alle Fälle ein Ort, wo es sich ausgezeichnet hinuntergucken lässt. Und zwar auf den Bodensee, die Insel Lindau, das Alpenvor- und Alpenhinterland, und bei klarer Sicht auch weit hinein ins Oberschwäbische.

Riedlingen feiert so royal wie Harry und Meghan

Vor dem Flohmarkt ist nach dem Flohmarkt. Das denkt ein passionierter Flohmarktgänger, der den Ablauf kennt. Doch es trifft nicht ganz zu. Jeder Flohmarkt ist ein wenig anders, unterscheidet sich von seinem Vorgänger. Dieses Jahr war das Flair besonders leicht, entspannt und erhebend. Man atmete auf. Das Wetter enttäuschte nicht. In der himmlischen Wetterstation müssen Flohmarktgänger und Schnäppchenjäger sitzen. Anderswo wurde eine royale Hochzeit gefeiert.


Vollendeter Service: Oft gibt es für den Restaurantkritiker nichts zu meckern. Doch nicht immer ist sein Job auch ein Zuckersch

Aus dem manchmal schweren Leben eines Vorkosters

Sagt der Vorgesetzte zum Restauranttester: „Ihren Job möchte ich auch haben, Mann!“ Während er das äußert, zeichnet der arme Mensch die Spesenbelege des Kritikers ab, dabei halblaut murmelnd: „Essen auf Verlagskosten … Was für ein Traumberuf.“ Aber hat der Mann eigentlich recht, mit dem was er da sagt? Stimmt es, dass der Besuch einer Gastronomie zu Testzwecken ein nie enden wollendes – um im Bild zu bleiben – Zuckerschlecken ist?

Die Kolumne „Aufgegabelt“ existiert seit Januar 2015.

Cremige Pasta: Agnolotti mit Steinpilzfüllung, begleitet von Gorgonzola, Sahne und Parmaschinken.

La Fontanella: Kalorien zählen nicht

Manchen Häusern eilt ein besonderer Ruf voraus, dem naturgemäß sehr viele Menschen folgen. Dass die Schwarmintelligenz nicht immer recht behält, ist vielfach wasserdicht dokumentiert. Aber was die vielen positiven Stimmen zum italienischen Restaurant La Fontanella in Berg bei Ravensburg angeht, hat sie sich im Falle eines wunderbaren Mittagessens höchst delikat bestätigt. Dabei ist es wegen des Andrangs selbst zur Mittagsstunde gar nicht so einfach, einen Tisch zu bekommen.

Schwäbischer Klassiker: Maultaschen mit Kartoffelsalat und Bratensoße, appetitlich angerichtet.

Im „Rad“ schmecken die schwäbischen Klassiker

Die große Pendeluhr im Rad in Tettnang ist stehen geblieben, und damit auch ein kleines bisschen die Zeit selbst.

Denn während andernorts allenthalben das oft genug trockene Fleischküchle als schicker Hamburger serviert wird und vollbärtige Philosophiestudenten als Kellner verkleidet etwas von Weizengras-Goji-Beeren-Smoothies faseln, ist im Rad vieles auf angenehme Art beim Alten geblieben, ohne dabei altbacken zu sein.

Saftige Egli-Knusperle mit Kartoffelsalat.

Wie schmeckt's im Birnauer Oberhof?

Den Bodensee immer nur als Schönwetter-Gewässer zu preisen, wird ihm überhaupt nicht gerecht. Wie wunderbar kann erst ein trüber Tag im Spätherbst sein, um vor einer warmen Suppe sitzend hinauszublicken durch die Fenster und in Ruhe zu beobachten, wie das Wasser am Ufer mit den Strömungen kämpft. Gerade so wie ein Mensch, dessen komplizierte Gedanken ihn manchmal ebenso aufgewühlt zurücklassen wie die Wasser des Sees an einem windigen Novembertag.

Für den großen Burger-Hunger gibt’s im Qmuh verschiedene Varianten, wie etwa den Cheeseburger in veritabler Größe.

Burger-Schuppen mit Stärken und Schwächen

Systemgastronomie ist ja immer eine Gratwanderung. Denn wenn alle Abläufe so weit wie möglich standardisiert sind, fühlt sich der vermeintliche Koch an Grill oder Herd nicht unbedingt für die Qualität des Endprodukts verantwortlich. Es kann also zu einer gewissen Distanziertheit kommen, die dem Gast unangenehm aufstößt. Im trendigen Burger-Schuppen Qmuh – unmittelbar am Bahnhof Ravensburg gelegen – funktioniert das groß