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Josef Schuster

Zentralrat: Staat muss Antisemitismus stärker bekämpfen

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hat die Politik aufgerufen, Antisemitismus entschiedener zu bekämpfen. Ein politischer „Klimawandel“ tue Not, sagte er am Montagabend bei der 40-Jahr-Feier der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg. So müsse sich in der Ausbildung der Strafverfolgungsbehörden und bei deren Ausstattung etwas ändern. „Wir brauchen eine Justiz, die antisemitische und im Übrigen rassistische Straftaten als solche benennt und entsprechend sanktioniert.

Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg

Zentralrat: Unwissenheit ist Nährboden für Vorurteile

Das Wissen um Judentum ist aus Sicht des Zentralrats der Juden in Deutschland gering. „Unwissenheit ist jedoch ein idealer Nährboden für Vorurteile“, sagte Verbandspräsident Josef Schuster anlässlich der Feier zum 40-jährigen Bestehen der Hochschule für jüdische Studien in Heidelberg. Deshalb sei das Vermitteln von vertieftem und spezialisiertem Wissen über die jüdische Geschichte, Kultur und Religion sowohl für die jüdische Gemeinschaft in Deutschland als auch für Deutschland als Ganzes so wichtig.

Hochschule für jüdische Studien feiert Doppeljubiläum

40 Jahre Studium des Judentums in Heidelberg und 200 Jahre Wissenschaft des Judentums als Disziplin - aus diesem Anlass würdigt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Hochschule für Jüdische Studien mit seinem Besuch. Als besondere Gäste werden heute auch der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, und Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) in Heidelberg erwartet. Begegnungen mit Studierenden, deren Zahl rückläufig ist, sind vorgesehen.

Peter Schäfer

Jüdisches Museum Berlin sucht neuen Direktor

Rund ein Jahr vor der geplanten Eröffnung seiner neuen Dauerausstellung braucht das Jüdische Museum Berlin einen neuen Direktor.

Nach dem Rücktritt des bisherigen Leiters Peter Schäfer (75) wird nun ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin gesucht, wie Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) ankündigte.

Schäfer war am Freitag nach heftigen Kontroversen von seinem Amt zurückgetreten.

Bis ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin gefunden sei, übernehme der Geschäftsführende Direktor Martin Michaelis die Leitung.

Kippaträger

In der Kippa-Debatte warnt Hochschulchef vor Überreaktionen

Der Leiter der Hochschule für jüdische Studien, Johannes Heil, sieht öffentliche Appelle zum Umgang mit der Kippa kritisch. „Die Empfehlung, in bestimmten Gebieten die religiöse Kopfbedeckung nicht zu tragen, ist genauso wenig hilfreich wie die Aufforderung zum symbolischen Kippatragen an alle“, sagte Heil der Deutschen Presse- Agentur. Zwar seien die Ratschläge gut gemeint. „Juden brauchen aber keine Verhaltensregeln für ihre Lebenspraxis.“ Damit reagierte er auf den Rat des Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung, Felix Klein, die ...

Detlef Müller

Mit Taschenlampe auf den Spuren jüdischer Geschichte

Auf Detlef Müller wartet eine eiskalte Nacht. Schon am frühen Abend pfeift ein beißender Nordostwind über den weitläufigen jüdischen Friedhof in Baiersdorf.

1278 Grabsteine zeugen von der einstigen Größe der jüdischen Gemeinde der mittelfränkischen Kleinstadt nördlich von Erlangen. Müller kennt fast jede Gedenktafel. Denn er hat fast alle penibel dokumentiert - viele bei nächtlicher Dunkelheit.

Denn vor allem ältere, stark verwitterte Grabsteine geben die Geheimnisse ihrer hebräischen Inschriften und Symbole oft erst ...

Gegendemo

Proteste gegen Al-Kuds-Marsch in Berlin

Eng von der Polizei begleitet sind am Samstag bei der jährlichen anti-israelischen Al-Kuds-Demonstration rund 1200 Menschen über den Berliner Kurfürstendamm gezogen.

Nach Polizeiangaben ebenso viele Gegendemonstranten stellten den Demo-Sprechchören entlang der Strecke aus nächster Nähe Musik und eigene Slogans entgegen. Die Polizei war mit 500 Kräften vertreten, um beide Lager auseinander zu halten.

Zu den Gegendemos hatte ein breites Bündnis aus Parteien, Gruppen und Initiativen aufgerufen.

Diesen Abend vergisst man nicht

Kein Abend zu Geschichte und Gegenwart des Judentums, sondern zu „Sinti und Roma in Deutschland“. Eine großartige Entscheidung der „Gesellschaft für christlich-jüdische Begegnung“, Romani Rose einzuladen, seit der Gründung des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma dessen Vorsitzender.

Eine historisch logische Einladung zudem, denn an Juden wie Sinti und Roma verübten die Nazis im Holocaust Völkermord. Fast wäre ihnen der europaweite Genozid, die komplette Vernichtung, gelungen.

Claudia Roth glaubt, dass die Große Koalition noch hält.

Claudia Roth: „Boris Palmer hat eine Grenze überschritten“

Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Grüne) freut sich, dass die Themen Klimaschutz und Frieden bei der Europawahl eine so große Rolle gespielt haben – und fühlt sich beflügelt durch den Erfolg ihrer Partei. Mit Claudia Roth sprachen Michael Gabel und Sabine Lennartz.

Sind Sie noch im Höhenrausch?

Claudia Roth: Rausch ist gefährlich. Natürlich ist es beflügelnd, wenn dir so viele Menschen ihr Vertrauen aussprechen. Aber du spürst eben auch: Meine Güte, das bedeutet ganz schön viel Verantwortung.

Rammstein

Rammstein: Wir wollen provozieren, aber nicht schocken

Der oft mehrdeutige, mitunter zweifelhafte Umgang mit Texten und Bildern rückt die Musik von Rammstein immer wieder ins Zentrum kritischer Auseinandersetzungen. Die Musiker geben sich nun überrascht angesichts vieler Reaktionen auf ihr „Deutschland“-Video.

„Es geht uns nicht darum, Leute zu schocken“, sagte der Keyboarder Christian „Flake“ Lorenz dem Musikmagazin „Rolling Stone“ (Juni-Ausgabe). Die Band nimmt in dem Interview erstmals öffentlich Stellung zur jüngsten Kritik.