Suchergebnis

Berlin - Biographie einer großen Stadt

Wo die U-Bahn durch das Mietshaus fährt

Der Mauerbau im August 1961 in Berlin war für den Dramatiker Heiner Müller „ein Versuch, die Zeit anzuhalten“, was natürlich ausgerechnet in einer Stadt, die dazu verdammt ist, „immerfort zu werden“ (Karl Scheffler), vergebliche Liebesmühe ist.

Den Müller-Satz zitiert der 1966 in Leipzig geborene Journalist und Autor Jens Bisky („Geboren am 13. August“), Spross einer berühmten Familie mit dem Politiker Lothar Bisky und dem Maler Norbert Bisky, in seiner ambitionierten, fast 1000 Seiten umfassenden Geschichte Berlins.

Plauen und Hof: 10. Filmtage rund um Friedliche Revolution

Die 10. Deutsch-Deutschen Filmtage im vogtländischen Plauen und in der fränkischen Partnerstadt Hof widmen sich auf künstlerische Weise der späten DDR-Zeit und der Friedlichen Revolution. Von diesem Freitag an bis zum 19. November beleuchten neun Dokumentar- und Spielfilme unterschiedliche Themen jüngster deutscher Geschichte, teilte die Stadtverwaltung in Plauen mit. Schwerpunkte seien unter anderem Ereignisse im Wendeherbst oder Schicksale einzelner DDR-Flüchtlinge.

Der Auftritt der Ehinger Büttelwache, (v.l.) Wolfgang Hänle, Jürgen Jäger und Joachim Schmucker, war Satire vom Feinsten.

Begeisternde Büttelwache – Zahlreiche Zunftorden

Die Narrenzunft Spritzenmuck hat am Montagabend im Saal des Hotel Adler den Matetag gefeiert. Dabei hat Zunftmeister Peter Kienle zahlreiche Mitglieder, Freunde und Gönner der Zunft mit dem Zunftorden ausgezeichnet. Das Programm gestaltet haben die Büttelwache, die Kügele und die Zumba-Mädels, für Musik gesorgt hat die Matekapelle.

Es kommt nicht alle Tage vor, dass die Menschen in einem voll besetzten Adlersaal an einem Montagabend auf ihren Stühlen sitzen, sich die Bäuche halten und Tränen lachen.

 Ulrich Hirsch bei seinem Liederabend zum Thema Liebe im Riedlinger Lichtspielhaus.

Bei Kreisler in Hochform

Strahlend betritt er die Bühne, steht im Scheinwerferlicht und freut sich über die Resonanz an seinem Liederabend, der Liebe gewidmet: Ulrich Hirsch, den seine Freunde Käfer nennen und der nicht nur an diesem Abend für das Sommertheater brennt. Schließlich ist das Eintrittsgeld der rund 60 Besucher im Lichtspielhaus für die Verköstigung der Schauspieler reserviert, die 2020 Riedlingen erneut zur Theaterstadt werden lassen.

Es ist eine Veranstaltung der guten Laune, auch wenn’s gelegentlich sarkastisch wird in den Texten.

Liao Yiwu und Wolf Biermann

Wolf Biermann erinnert an Maueröffnung

Mit einem Konzert im Berliner Ensemble haben der Liedermacher Wolf Biermann und der chinesische Dichter und Musiker Liao Yiwu an den Fall der Mauer in Berlin und das Massaker auf dem Pekinger Platz des himmlischen Friedens 1989 erinnert.

Biermann trat bei seinem Part gemeinsam mit seiner Frau Pamela auf, die ihn beim Gesang seiner Stücke begleitete.

Biermann (83) erzählte, noch im Frühjahr 1989 habe er „ganz genau gewusst, dass die Mauer ewig stehen wird“.

Liedermacher Wolf Biermann erinnert an Maueröffnung

Mit einem Konzert im Berliner Ensemble hat der Liedermacher Wolf Biermann an den Fall der Mauer in Berlin 1989 erinnert. Der 83-Jährige erzählte, noch im Frühjahr 89 habe er „ganz genau gewusst, dass die Mauer ewig stehen wird“. Er habe keine Ahnung gehabt, dass er die Maueröffnung noch erleben würde. „Da kann man sehen, wie schön es ist, wenn man sich richtig irrt“, sagte Biermann. Im Berliner Ensemble begann Biermann 1957 als Regieassistent von Helene Weigel, der Witwe von Bertolt Brecht.

Ulrich Hirsch, den seine Freunde „Käfer“ nennen, gestaltet im Riedlinger Lichtspielhaus einen Abend mit Liebesliedern.

Liebeslieder im Kino

Ulrich Hirsch singt am Freitag, 8. November, im Riedlinger Lichtspielhaus Liebeslieder. Beginn ist um 20.30 Uhr. Seine Begleiterin ist die Gitarre, seine Absicht, viele Zuhörer gut zu unterhalten und mit dem Erlös des Abends – zehn Euro pro Person - mit zur Verköstigung all jener zu sorgen, die sich 2020 beim Sommertheater in Riedlingen einbringen.

Denn auch er hat seine Leidenschaft fürs Theater entdeckt und ausgelebt, als 2016 und 2017 mit dem Lindenhof-Theater das Stück „Kleine Stadt.

Die Studenten zeigten, wie facettenreich ihre Ausbildung ist.

Studenten setzen Zeichen nach Anschlag in Halle

Ein Zeichen gegen Rassismus und für Toleranz und ein friedliches Miteinander haben vor Kurzem die Studenten des Trossinger Hohner-Konservatoriums gesetzt. Geschäftsführer Bernhard van Almsick begrüßte die Besucher im voll besetzten Vortragssaal zu einer von den Studierenden initiierten Gedenkstunde aus Anlass der aktuellen Gewalttaten in Halle.

Den Auftakt der besinnlichen Stunde bildete feinsinnig Nils Aebersold mit den „Meditationen vor den Fresken des Dionissi“ von Wladislaw Solotarjow.

Trauerfeier für Dichter Kunert

Wolf Biermann singt bei Trauerfeier für Günter Kunert

Freunde und Weggefährten haben in einer berührenden Trauerfeier mit melancholisch-humorvollem Grundton Abschied vom Dichter Günter Kunert genommen.

Zum Höhepunkt geriet am Freitag neben den sechs Reden, in denen Kunerts Aufrichtigkeit, Humor und Sprachkunst anekdotenreich gerühmt wurden, das Lied von Wolf Biermann, das er für seinen Freund sang - in der Bonifatiuskirche in Schenefeld, etwa 70 Kilometer nordwestlich von Hamburg, wenige Kilometer entfernt von Kunerts Haus in Kaisborstel.

Nina Hagen

Nina Hagen - DDR-Girlie, Punk-Ikone und Sinnsucherin

DDR-Girlie, Punk-Ikone und Kämpferin für Gerechtigkeit: Das bewegte Leben der Sängerin Nina Hagen zeichnet eine Ausstellung im Theatermuseum Hannover nach. Zu sehen sind rund 460 Objekte aus der Sammlung von Arne Buhrdorf, der sich als Elfjähriger in die Stimme der Punk-Queen verliebte.

„Es war diese opernhafte Art zu singen. So etwas hatte ich vorher noch nie gehört“, erzählt der 52-Jährige. Seither hat er beinahe jeden Schritt der exzentrischen Künstlerin und Streiterin für Menschlichkeit verfolgt.