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Lisa Erberhard und Julia Speh verkaufen die Adventskränze durchs Fenster der Vereinsräume der Naturschutzjugend in der Walke.

Vereine haben kreative Lösungen für Adventsverkauf

In Corona-Zeiten sind Advents- und Weihnachtsmärkte verboten. Die Ansteckungsgefahr wird als zu hoch eingeschätzt. Die Mitglieder des Schwäbischen Albvereins und die Naturschutzjugend, die jedes Jahr einen Stand auf dem Mengener Weihnachtsmarkt hatten, sind also kreativ geworden und konnten mit einer neuen Idee ihre Kränze und Weihnachtsdekorationen gut verkaufen. Die Naturschutzjugend hat in der Walke „Kränze to go“ verkauft und der Schwäbische Albverein in der Garage von Maria Beck in Ennetach.

 Ein bisschen Weihnachtsmarktstimmung bringt das Paket der Stadt Mengen nach Hause.

Der Weihnachtsmarkt kommt zu den Mengenern nach Hause

Dass der Mengener Weihnachtsmarkt in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen muss, ist schon länger klar. „Die Stadtverwaltung hat sich viele Gedanken über alternative Angebote, auch mit einzelnen Ständen oder Darbietungen, gemacht“, sagte Bürgermeister Stefan Bubeck in der Gemeinderatssitzung am Dienstag. „Am Ende sind wir aber zu dem Schluss gekommen, dass dies auf keinen Fall geht. Auch beim kleinsten Glühweinstand würde es zu Menschenansammlungen kommen.

Die Mitglieder der Naju Mengen verkaufen auch ohne Weihnachtsmarkt Advents- und Türkränze.

Adventskränze bei der Naturschutzjugend bestellen

Die Absage des Mengener Weihnachtsmarkt aufgrund des mit der Corona-Pandemie einhergehenden Verbots von Großveranstaltungen hat die Mitglieder der Naturschutzjugend (Naju) Mengen zunächst wie ein Schock getroffen. „Aufgrund der aktuellen Entwicklungen ist die Entscheidung nachvollziehbar und verständlich“, heißt es in einer Pressemitteilung der Naju. Weil das Anbieten von selbstgemachten Kränzen und Gestecken aber nicht ganz ausfallen soll, haben sich die Verantwortlichen einen Tür- und Adventskranz-Service zum Abholen überlegt.

Niclas Tritschler füllt lose Nudeln in ein Glas auf seiner Waage.

Student startet ersten mobilen Unverpackt-Laden

Niclas Tritschler ist gerade 21 Jahre jung, studiert Biologie und Chemie auf Lehramt – und fährt neuerdings mit einem mobilen Unverpackt-Laden auf Wochenmärkte in der Region.

Der junge Mann sagt: „Der Ansporn, mich mit der Thematik des Verpackungsmülls auseinanderzusetzen, entstand, als ich für die Uni lernte. Ich saß daheim in Asch an meinem Schreibtisch, schaute aus dem Fenster und sah all die gelben Säcke, die in unserer Straße zum Abholen bereitlagen.

Schnitzen ist seine Leidenschaft. Leonhard Angele steht tag für tag viele Stunden in seiner Werkstatt, um aus Birnbaum-Holz die

Springerle-Models und altes Werkzeug

Leonhard Angele ist ein Meister der Schnitzerei von aufwendigen Springerle-Models, ein Holzwurm aus Leidenschaft. Verkauft hat er seine Werke bisher überwiegend auf Weihnachtsmärkten. Die Corona-Pandemie hat ihm nun einen Strich durch die Rechnung gemacht. Grund genug, um einen Internetauftritt sowie eigene Ausstellungsräume ins Leben zu rufen.

Wenn es staubt und nach Holz riecht, fühlt sich Leonhard Angele in seiner Werkstatt in Wachbühl bei Starkenhofen wohl.

Zu viele Menschen, zu viel Begegnung, zu hohes Risiko einer Ansteckung: Abgesagt werden Fasnetsbälle, Narrenumzüge und Weihnacht

„Wir wollen nicht der nächste Hotspot werden“

Steigende Corona-Fallzahlen erschweren derzeit die Planung von Veranstaltungen. Um kreisweit einigermaßen einheitlich vorzugehen, haben sich die Bürgermeister gemeinsam mit der Landrätin Stefanie Bürkle darauf geeinigt, Veranstaltungen, bei denen die Begegnung von Menschen im Mittelpunkt stehen, weitgehend abzusagen. Dazu gehören Weihnachtsmärkte, Seniorennachmittage, Neujahrsempfänge, Narrenumzüge und Fasnetsbälle. In Abstimmung mit den jeweiligen Ortspolizeibehörden sollen aber kleine, überschaubare Formate möglich sein.

 Sollen die Heimattage im kommenden Jahr stattfinden? Darüber entscheidet der Gemeinderat der Stadt Mengen in der Sitzung am 13.

Heimattage stehen auf der Kippe

Martinimarkt? Abgesagt. Weihnachtsmarkt? Abgesagt. Neujahrsempfang? Abgesagt. Wie die Stadt Mengen in einer Pressemitteilung verlauten lässt, hat der Corona-Krisenstab der Stadtverwaltung diese Veranstaltungen bereits ersatzlos gestrichen. Was die Fasnet 2021 angeht, soll noch ein Abstimmungsgespräch mit den Vorsitzenden der Narrenvereine stattfinden, um wenigstens kleinere Brauchtumsveranstaltungen zu organisieren. Auch die Heimattage im kommenden Jahr stehen auf der Kippe.

 Rudi Hüglin, Philipp Hierlemann und Klaus Voggel (von links) ehren die Musikerin und Uniformwartin Ellen Müller für 30 Jahre ak

Bei der Hauptversammlung der Stadtkapelle Mengen ist auch die Jugendarbeit ein wichtiger Punkt

Die Stadtkapelle hat sich im Bürgerhaus versammelt und über das vergangene Jahr gesprochen. In den Berichten wurde deutlich, wie viel geprobt und wie viel in Veranstaltungen und Auftritten geleistet worden ist. Vorsitzender Klaus Voggel zeigte sich zufrieden und dankte allen für ihr großes Engagement.

Es falle schwer, auf 2019 zurückzublicken, weil wegen der Corona-Pandemie alles so weit weg erscheine, stellte Vorsitzender Voggel zu Beginn seines Berichtes fest.

Verabschiedung: Hermann Früh (links) und Klaus Teufel vom Gewerbe- und Handelsverein mit der scheidenden Citymanagerin Monika Mu

Einzelhändler sind verblüfft, dass Martinimarkt nun doch stattfinden soll

Dass der Martinimarkt am 8. November trotz Corona nun doch stattfinden soll, ist das zentrale Thema gewesen bei der Händlerversammlung am Donnerstagabend beim Gewerbe- und Handelsverein (GHV). Rechte Euphorie darüber, dass die quasi abgeblasene alljährlich größte Veranstaltung in der Stadt mit tausenden Besuchern doch steigen soll, wollte indes nicht aufkommen bei den Einzelhändlern. Eher Verwunderung darüber, dass die Stadt noch einmal umsteuert.

Der Kilbemarkt wurde 1978 wiederbelebt - und erfreut sich seitdem großer Beliebtheit.

Schon 1808 fand der erste Herbstmarkt statt

Zum ersten Mal seit Jahrzehnten fällt der Trossinger Kilbemarkt aus. Ein Grund, auf die lange Geschichte der Märkte in Trossingen einzugehen. Genauer erforscht ist diese bisher noch nicht, doch die wesentlichen Informationen sind in der Literatur zu finden, und zwar im alten Trossinger Heimatbuch und im Trossinger Jahrbuch 2004.

Im Kapitel „Verkehr und Verkehrswege“ schildert Oberlehrer Ludwig Wilhelm in seinem auf intensivem Quellenstudium basierenden, 1927 erschienenen Buch „Unsere Trossinger Heimat“ die Frühgeschichte der ...