Suchergebnis

Ulrich Chaussy

Vorwürfe an Ermittler: „Für Fahrlässigkeit ist zu viel geschehen“

Ulrich Chaussy hat die Selbstmordthese des Oktoberfest-Attentats schon früh kritisiert. Durch Recherchen brachte der Journalist immer neue Widersprüche in den Ermittlungen ans Licht. Im Interview spricht der 68-Jährige über seine jahrzehntelange Suche nach der Wahrheit – und zieht Parallelen zu anderen rechtsextremen Straftaten.

Herr Chaussy, wo waren Sie am Abend des 26. September 1980?

Ich war in Athen auf dem Dach eines Rucksackhotels.

 26. September 1980: Nach dem Bombenattentat werden die Todesopfer abtransportiert.

Oktoberfest-Attentat: Warum die Opfer noch heute leiden

München - Im Mund hat Robert Höckmayr noch den Geschmack von Zuckerwatte, im Bauch das Kribbeln vom Kettenkarussell. Für den Zwölfjährigen ist heute ein besonderer Tag: Mit seinen Eltern und den vier Geschwistern ist er aufs Oktoberfest gefahren – bewusst erst am späten Nachmittag, erzählt er, „weil wir die Wiesn mit ihren bunten Lichtern einmal bei Dunkelheit sehen sollten“. Vor dem Heimweg gibt‘s für die Kinder noch Süßes. Jetzt laufen und hüpfen sie zum Haupteingang hinaus und direkt auf einen Papierkorb zu, um dort ihre Zuckerwattestangerl ...

Bayerns Innenminister Joachim Hermann (CSU)

Hermann: Strauß unterschätzte Wehrsportgruppe Hoffmann

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat 40 Jahre nach dem Oktoberfestattentat Fehler nicht nur der damaligen Ermittler, sondern auch der Politik eingeräumt. Der damalige Ministerpräsident Franz Josef Strauß (CSU) habe die Gefährlichkeit der Wehrsportgruppe Hoffmann (WSG) „völlig unterschätzt“, sagte Herrmann am Donnerstag in Verfassungsausschuss des Landtags.

Auch für den antisemitischen Doppelmord an Shlomo Lewin und Frida Poeschke in Erlangen wenige Monate nach dem Wiesnattentat sei der unmittelbare Bezug zur WSG nun klar.

Oktoberfest-Attentat 1980

Oktoberfestattentat: Bombenleger wollte Führerstaat

Fast 40 Jahre nach dem Oktoberfestattentat belegen neue Ermittlungen eindeutig: Die Tat mit 13 Toten und mehr als 200 Verletzten war rechtsextremistisch motiviert.

Der Bombenleger Gundolf Köhler wollte die damalige Bundestagswahl beeinflussen - und wünschte sich einen Führerstaat nach dem Vorbild des Nationalsozialismus. Das ergaben die umfangreichen neuen Untersuchungen, die gut fünfeinhalb Jahre andauerten. Konkrete Ansätze zur Verfolgung etwaiger Hintermänner oder Komplizen wurden aber auch nach Prüfung Hunderter Spuren nicht ...

Oktoberfest-Attentat 1980

Ermittlungen zu Oktoberfest-Attentat von 1980 wieder eingestellt

Das Oktoberfestattentat von 1980 war eindeutig rechtsextremistisch motiviert. Das ergaben dem Vernehmen nach die neuen Ermittlungen zu der Tat mit 13 Toten und mehr als 200 Verletzten. Die Bundesanwaltschaft stellte am Montag die vor gut fünfeinhalb Jahren neu aufgenommenen Ermittlungen ein, wie ein Sprecher in Karlsruhe am Dienstagabend sagte. Zuvor hatten „Süddeutsche Zeitung“, „Spiegel“ und „Tagesspiegel“ darüber berichtet.

Wir haben keine zureichenden, tatsächlichen Anhaltspunkte für die Beteiligung weiterer Personen als ...

Richterhammer

Wiesnattentat: Keine Akteneinsicht beim Verfassungsschutz

Der Rechtsstreit um Auskunft über Inhalte von Verfassungsschutzakten zum Oktoberfestattentat von 1980 geht in eine weitere Runde. Das Verwaltungsgericht Köln hatte das Gesuch eines Journalisten an das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) abgelehnt. Sein Anwalt Christoph Partsch kündigte am Mittwoch Rechtsmittel an. Er wolle Berufung zum Oberverwaltungsgericht in Münster einlegen.

„Letztendlich ist das ganze Attentat nicht aufgeklärt“, sagte Partsch.

Dieter Reiter

Gedenken an Oktoberfestattentat: Tat nicht restlos geklärt

Zum 39. Jahrestag des rechtsextremen Oktoberfestattentats haben Überlebende, Angehörige und Vertreter aus Politik und Stadtgesellschaft am Donnerstag der Opfer gedacht und an bis heute ungeklärte Fragen erinnert. Am Haupteingang des Festgeländes legten sie Kränze nieder. An der Stelle hatte eine Bombe am 26. September 1980 zwölf Wiesngäste in den Tod gerissen, mehr als 200 wurden verletzt. Auch der Attentäter Gundolf Köhler starb, ehemals Anhänger der rechtsextremen Wehrsportgruppe Hoffmann.

Oktoberfest-Attentat 1980

Opferanwalt: Ermittlungen zu Wiesn-Attentat ziehen sich hin

Das Verfahren um das Oktoberfest-Attentat von 1980 wird sich nach Einschätzung von Opferanwalt Werner Dietrich vor einem endgültigen Abschluss noch mehrere Monate hinziehen. Vor einer möglichen Abschlussverfügung habe er als offizieller Vertreter von 15 Opfern die Möglichkeit zur Akteneinsicht und zur Stellungnahme, sagte Dietrich am Montag. Die Bundesanwaltschaft äußerte sich nicht zum Zeithorizont. „Die Ermittlungen dauern an“, sagte ein Sprecher der Behörde.

„SZ“: Ermittlungen zu Oktoberfestattentat vor Abschluss

Die vor knapp fünf Jahren neu aufgenommenen Ermittlungen zum Oktoberfestattentat von 1980 stehen einem Medienbericht zufolge vor der Einstellung. Die Soko „26. September“, die nach der Wiederaufnahme 2014 eingesetzt worden war und nach dem Datum des Anschlags benannt ist, wurde bereits aufgelöst, wie die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ) berichtete. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur liegt der Ermittlungsbericht bereits bei der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe.

Gedenktafel zum Münchner Wiesn-Attentat

Gedenken zum 38. Jahrestag des Oktoberfestattentats

Zum 38. Jahrestag des rechtsextremen Oktoberfestattentats wollen heute Angehörige der Opfer, Betroffene und Vertreter der Münchner Stadtgesellschaft am Haupteingang des Festgeländes an das Verbrechen erinnern. Eine Bombe aus 1,39 Kilo TNT riss am 26. September 1980 zwölf Volksfestbesucher in den Tod, mehr als 200 wurden verletzt. Zudem starb der Attentäter Gundolf Köhler, ehemals Anhänger der rechtsextremen Wehrsportgruppe Hoffmann. Bis heute sind die genauen Hintergründe unklar.