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Lampedusa

2000 Migranten auf Lampedusa: Verdrängte Fragen in Europa

Sie kommen mit einem Rucksack oder einer Plastiktüte in der Hand in Lampedusa an. Sie klettern aus überfüllten Schlauchbooten und Holzbarken, sie werden auf See von italienischen Patrouillenschiffen an Bord geholt.

Mehrere hundert Bootsmigranten mussten Anfang dieser Woche ihre erste Nacht in Europa im Freien auf der Hafenmole der kleinen Insel schlafen. Über 2100 Männer, Frauen und Kinder waren in nur 24 Stunden eingetroffen. Aufnahme der Daten, Corona-Tests, Transport in ein Auffanglager, auf Quarantäneschiffe oder nach Sizilien: ...

Kunstausstellung

Kunstausstellung über früheren Schlachthof auf Malta

Um einen früheren Schlachthof herum hat die Kultur-Agentur in Maltas Hauptstadt Valletta die Ausstellung «fuse» mit zeitgenössischer bildender Kunst eröffnet.

Die Arbeiten von acht Künstlern und Kollektiven beschäftigten sich mit den Geschichten der Menschen, die einst in dem Gebäude wirkten, teilte die Valletta Cultural Agency mit. Das Gebäude hat demnach eine mehr als 400 Jahre alte Geschichte. Über Jahrzehnte wurde es jedoch nicht genutzt und verfiel.

Daphne Caruana Galizia

Urteil nach Mord an Journalistin in Malta: 15 Jahre Haft

Über drei Jahre nach dem Autobomben-Mord an der Journalistin Daphne Caruana Galizia in Malta hat ein Gericht einen von drei Beschuldigten zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt.

Damit hat der spektakulärste Mordfall des kleinen EU-Staates am Dienstag innerhalb weniger Stunden eine unerwartete Wende genommen. Der Angeklagte hatte kurz vor dem Urteil seine Aussagen geändert und sich schuldig bekannt. In dem Prozess in Valletta hatten bisher alle drei Männer die Mord-Anklage zurückgewiesen.

Migration über das Mittelmeer

Wieder Hunderte Bootsmigranten täglich auf dem Mittelmeer

An den Küsten Süditaliens kommen wieder Hunderte Migranten in kleinen Booten an. In Malta nahmen Sicherheitskräfte am Montag 95 Menschen auf, die in Seenot geraten waren.

Offizielle Stellen in Valletta bestätigten die Ankunft einer Gruppe. Auf der italienischen Insel Sizilien sind die Lager nach Angaben örtlicher Behörden überbelegt. Von Lampedusa wurden Menschen nach Protesten in andere Orte verlegt, doch der Zustrom dauerte an. Im Juli kamen bisher fast 5280 Migranten in Italien an - viel mehr als in den beiden Vorjahren jeweils ...

«Ocean Viking»

„Ocean Viking“ fährt mit 180 Migranten in Hafen in Sizilien

Das private Rettungsschiff „Ocean Viking“ ist mit 180 Migranten an Bord am Montag in Porto Empedocle auf Sizilien eingetroffen und durfte am Abend einlaufen. Das teilte die Organisation SOS Méditerranée als Betreiberin mit.

Im Hafen im Gebiet von Agrigent an der Südwestküste sollten die aus Seenot geretteten Menschen nach italienischen Angaben auf die Quarantänefähre „Moby Zaza“ gebracht werden. Die Regierung in Rom hatte am Wochenende nach langem Zögern ihr Okay für die Übernahme auf das Quarantäneschiff gegeben.

«Alan Kurdi»

Flüchtlingsboote erreichen Italien - Malta in der Kritik

In Italien und Malta hat die Not von Migranten, die auf Booten übers Mittelmeer kommen, zu Ostern für Tauziehen zwischen privaten Rettern und Behörden gesorgt. Es gab jedoch auch Meldungen über mehr als 170 Menschen, die auf Sizilien an Land gehen konnten.

Knapp 150 Migranten an Bord des privaten deutschen Rettungsschiffs „Alan Kurdi“ sollen zunächst für eine Corona-Quarantäne auf eine italienische Fähre gebracht werden. Der sizilianische Regionalpräsident Nello Musumeci habe mitgeteilt, dass die Fähre „Azzurra“ der Reederei GNV als ...

Neuer Premier in Malta

Anwalt Abela wird neuer Premier in Malta

Der zum neuen Premier bestimmte Anwalt Robert Abela will das Image Maltas aufpolieren, das durch Korruptionsvorwürfe und den Mord an einer Journalistin beschädigt ist.

Er werde den Rechtsstaat stärken, versprach der 42-Jährige am Sonntagabend in seiner Antrittsrede als Chef der Labour-Partei in Paola bei Valletta. „Wir haben aus unseren Fehlern gelernt, und sie werden sich nicht wiederholen“, sagte er, ohne konkret zu werden. Mehr als zwei Jahre nach dem Mord an der kritischen Bloggerin Daphne Caruana Galizia löst Abela den ...

Claus-Peter Reisch

„Lifeline“-Kapitän in Malta freigesprochen

Der deutsche Kapitän des Migranten-Rettungsschiffs „Lifeline“ ist in Malta in einem Berufungsverfahren freigesprochen worden. „Das ist unglaublich überraschend“, sagte der Sprecher der Dresdner Organisation Mission Lifeline, Axel Steier, der Deutschen Presse-Agentur.

Der gebürtige Bayer Claus-Peter Reisch hatte das Schiff mit mehr als 230 Migranten im Juni 2018 in maltesische Gewässer gesteuert. Ihm war vorgeworfen worden, das Boot sei nicht richtig registriert gewesen.

Demonstranten blockieren Maltas Parlament

In Malta haben am Abend erneut zahlreiche Menschen gegen die Regierung von Premierminister Joseph Muscat demonstriert. Zeitweise blockierten sie das Parlament in Valletta und hinderten mehrere Abgeordnete am Verlassen des Gebäudes. Einige Demonstranten bewarfen Parlamentarier mit Eiern. Angesichts der Enthüllungen zum Mord an der Journalistin Daphne Caruana Galizia vor mehr als zwei Jahren fordern die Demonstranten den sofortigen Rücktritt Muscats.

Journalistinnenmord auf Malta

Mord an Journalistin: Familie empört über Maltas Premier

Die Familie der ermordeten Journalistin Daphne Caruana Galizia hat rechtliche Schritte gegen Maltas Premierminister Joseph Muscat eingeleitet. Gegen ihn selbst müsse ermittelt werden, hieß es in einem bei Gericht eingereichten Schreiben.

Die Angehörigen der regierungskritischen Bloggerin fordern den sofortigen Rücktritt des Premiers, der aber bis Januar bleiben will. Sein weiterer Verbleib an der Macht sei für alle, denen Gerechtigkeit am Herzen liege, nicht zu tolerieren.