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Nähen und gleichzeitig Deutsch lernen, das ist bei dem Buntgut-Projekt „Sprache und Nähen“ möglich.

Wie geflüchtete Frauen beim Nähen deutsch lernen

Deutsch lernen, und das quasi nebenher. Das ist das Konzept der Caritasinitiative „Sprache und Nähen“. Es beschäftigt sich vor allem – auch mit der Unterstützung der Gelder der Weihnachtsspendenaktion „Helfen bringt Freude“ von Schwäbisch Media – mit den Herausforderungen der Integration von Flüchtlingen und mit dem Thema Nachhaltigkeit.

„Das Angebot ist für Menschen, die von anderen Ländern zu uns kommen und nicht gut Deutsch sprechen können“, erzählt Ulrike Irion, Fachleiterin Solidarität bei der Caritas Schwarzwald-Alb-Donau.

 Ein fünfjähriger Junge zählt sein gespartes Taschengeld: Millionen Kinder und Jugendliche wachsen in Armut auf - mehr als jeder

Arm, allein und kaum Teilhabemöglichkeiten

Arme Menschen gibt es auch in Tuttlingen. So gehören laut Auskunft der Diakonie, die den Tafelladen betreibt, 77 Familien mit 215 Kindern zu den regelmäßigen Kunden der Tafel. Dort gibt es für Menschen mit Berechtigungsschein Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs günstig zu kaufen, weil sie sonst vor allem gegen Ende des Monats nicht wüssten, wie sie über die Runden kommen sollen.

Die Aktion Woche der Armut findet vom 16. bis 23.

Thema Kinderarmut: Oft drängt sie die Kinder und Jugendlichen auch aus allen Teilhabemöglichkeiten.

Arme Kinder fühlen Scham und spüren Ausgrenzung

Jedes fünfte Kind in Deutschland lebt in Armut. Im Kreis Tuttlingen gibt es rund 2000 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, die im Hartz-IV-Bezug sind. Manche kommen hungrig in die Schule oder tragen Kleidung, die der Witterung nicht entspricht. Sie können an Angeboten, wie Landschulheimaufenthalten, nicht teilnehmen oder bestimmte Schulbücher nicht kaufen. Sie schämen sich, ziehen sich zurück oder erleben Ausgrenzung durch andere Kinder. Sie haben Probleme in der Schule und verlieren später auf dem Arbeitsmarkt den Anschluss.

Die Interessengemeinschaft (IG) Fäßlesgrund macht auf Plakaten im Wohngebiet auf ihr Anliegen aufmerksam.

„Kein Platz für Großbauprojekt“

Die Interessengemeinschaft Fäßlesgrund wehrt sich weiterhin gegen das geplante Wohnungsbauprojekt am Naherholungsgebiet Hölzle in VS-Schwenningen. Ihre Bedenken machten die Mitglieder am Donnerstagabend nochmals Bürgermeister Detlev Bührer und einigen Gemeinderäten deutlich.

Seit Frühjahr 2019 ist ein geplantes Wohnungsbauprojekt der Firma Exklusivbau GmbH auf dem ehemaligen Gärtnereigelände Fischer am Schwenninger Stadtrand Dauerbrenner.

Die Zeitschenker wirken Vereinsamung entgegen.

Senioren freuen sich über Zeitschenker

Zeitschenker sind Menschen, die ein bis zweimal pro Woche den Alltag von Senioren verschönern sollen. Dafür hat das Seniorennetzwerk Tuttlingen im Oktober vergangenen Jahres Freiwillige gesucht. Nach einer coronabedingten Pause läuft das Angebot nun wieder an.

Insgesamt 16 Personen hatten sich im letzten Jahr zu dem vierteiligen Kurs angemeldet. 13 der Teilnehmer waren Frauen. Angeboten wurde er vom Tuttlinger Seniorennetzwerk – eine Kooperation der Stadt Tuttlingen, der Caritas und der Diakonie.

 Leitung Caritasdienst und Sorgende Gesellschaft, Marc Meßmer (von links), Leiterin der Region, Manuela Mayer, und Fachleiterin

Caritas besetzt Leitungsteam neu

Die Caritas Schwarzwald-Alb-Donau hat sich neu geordnet: Künftig soll es – anders als bisher – keine regionalen Leitungen, sondern überregionale und nach Schwerpunkten geordnete Ansprechpartner geben.

„Es ist effektiver, Fachleute zu haben, die regionsübergreifend arbeiten“, sagt Manuela Mayer, Leiterin der Region Schwarzwald-Alb-Donau. Als Beispiel nennt sie das Projekt „Buntgut“. Dieses gebe es nicht nur in Tuttlingen, sondern auch in Albstadt.

Das Telefon des Zuhörens ist ein Gemeinschaftsprojekt der Caritas und der Diakonie.

Caritas und Diakonie gründen Telefon des Zuhörens

Telefon des Zuhörens heißt das neue Angebot, das die Tuttlinger Caritas in Zusammenarbeit mit der Diakonie auf die Beine gestellt hat. Das Ziel: Menschen in Zeiten der Pandemie zuhören – egal zu welchem Thema.

„Es handelt sich hierbei nicht um die klassische Telefonseelsorge“, erklärt Marc Meßmer, der seit 1. Mai die Nachfolge von Ulrike Irion als Leiter des Caritas-Diakonie-Centrums in Tuttlingen übernommen hat. Vielmehr soll mit dem Angebot ein „Raum für Begegnung“ geschaffen werden.

Bunt und aus recycelten Stoffen: Die Mund- und Nasenmasken von dem Caritas-Projekt „Buntgut“.

Ehrenamtliche gesucht - Masken können auch von zuhause genäht werden

„Auch wir möchten unseren Teil dazu beitragen, den Engpass durch Behelfsmasken zu beheben und unser Gegenüber zu schützen“, sagt Ulrike Irion, Fachleiterin bei der Caritas Schwarzwald-Alb-Donau. Unter dem Upcycling-Label „Einzigware“ der Caritas nähen und verkaufen in Tuttlingen momentan rund 15 ehrenamtliche Helfer Mund- und Nasenmasken.

Hergestellt werden die Masken durch das Caritas-Projekt Buntgut in Tuttlingen. „Die Masken sind aus zweilagiger Baumwolle und bei 95 Grad waschbar.

 Ehrungen (von links): Dieter Störk, Lydia Rall, Melanie Schumacher-Leibinger, Imgard Kohler, Jürgen Hau, Dekan Sebastian Bergha

Besondere Ehrungen fürlangjährige Mitarbeiter

Im Rahmen des alljährlichen Dankfestes für die ehrenamtlich Tätigen der Kreisdiakoniestelle Tuttlingen und der Caritas Schwarzwald-Alb-Donau gab es besondere Ehrungen für verdiente langjähriger Ehrenamtliche.

Caritas-Zentrumsleiterin Ulrike Irion und Kreisdiakonie-Geschäftsführer Jürgen Hau hieß 110 Mitarbeitende von Caritas und Diakonie willkommen. Lydia Rall und Irmgard Kohler wurden mit dem Kronenkreuz in Gold für 25 Jahre ehrenamtliche Mitarbeit bei der Kreisdiakoniestelle geehrt.

Frauen stehen um einen Tisch herum, auf dem Stoffe liegen

Caritas vereint Integration und Umweltfreundlichkeit

Der Upcycling-Gedanke ist bei der Caritas Schwarzwald-Alb-Donau längst ein zentrales Thema. Mit dem Buntgut-Projekt „Sprache und Nähen“ sowie „Fair statt Flucht“ verknüpft die soziale Einrichtung Klima- und Umweltfreundlichkeit mit der Nächstenliebe.

Alte Gegenstände, die letztlich nur noch für die Mülltonne bestimmt sind, werden beim Upcycling-Projekt Buntgut aufgewertet. Die Langzeitarbeitslosen und Flüchtlinge stellten erst vor kurzem aus ausrangierten Messebannern von regionalen Firmen, 1000 Sportbeutel für den Silvesterlauf her ...