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 Martin Hennings

„Häfler helfen“ sagt allen Spendern „Danke“ und „Vergelt’s Gott“

Ganz ehrlich? Angesichts von Lockdown und Kurzarbeit, nicht nur wirtschaftlicher Verunsicherung und wachsenden Zukunftsängsten haben wir in diesem Winter eigentlich mit einem eher mauen Ergebnis für „Häfler helfen“ gerechnet. Was dann aber passiert ist, was Sie, liebe Spenderinnen und Spender, getan haben, das hat uns fast sprachlos gemacht: ein absolutes Rekordergebnis, fast 40 Prozent mehr Geld als im bisherigen Spitzenjahr. Dieses Zeichen der Solidarität mit Menschen in Not macht uns froh, stolz und glücklich.

 Gottfried Claß, Harald Ruppert, Ulrich Föhr, Dagmar Neuburger, Martin Hennings und Bernd Herbinger (von links) bedanken sich be

Rekordergebnis: 172 025 Euro für „Häfler helfen“

Die Häflerinnen und Häfler haben ein überwältigendes Zeichen gegen die Not ihrer bedürftigen Mitmenschen gesetzt: Bis 6. Januar haben sie 172 025 Euro für „Häfler helfen“ gespendet. Noch nie war die Unterstützung für die Hilfsaktion von „Schwäbischer Zeitung“, katholischer und evangelischer Kirche in Friedrichshafen so groß wie im Jahr der Coronakrise: Das bisherige höchste Spendenergebnis des vergangenen Jahres wurde um 48 096 Euro übertroffen.

Der katholische Dekan Bernd Herbinger und Codekan Gottfried Claß von der evangelischen ...

 Freuen sich über den tollen Erfolg der Spendenaktion (von links): Dagmar Neuburger, Sandra Schweizer und Ulrich Föhr.

Yogalehrerin sammelt 2033 Euro für Häfler helfen

Was für ein tolles Ergebnis: Sandra Schweizer (Mitte), Kinesiologin, Yogalehrerin und Physiotherapeutin mit Praxis in der Riedleparkstraße, kann ihre Hilfe derzeit nur sehr eingeschränkt anbieten und hat deshalb vor Weihnachten einen Adventskalender ins Internet gestellt, mit Achtsamkeitsimpulsen und Liedern. Dabei hat sie um Spenden für Häfler helfen gebeten – und so die stolze Summe von 2033 Euro zusammenbekommen. An der Hilfsaktion von Schwäbischer Zeitung, katholischer und evangelischer Kirche gefällt ihr besonders, dass „unbürokatisch, ...

 Stadtdiakon Ulrich Föhr freut sich über die großzügige Spende von Marcus und Werner Saupp für „Häfler helfen“.

Nagelneue Kleidung für „Häfler helfen“

Im Zuge seiner Geschäftsschließung hat Marcus Saupp, Inhaber des gleichnamigen Modehauses in der Schanzstraße und von Müller Moden, nicht verkaufte Kleidung an „Häfler helfen“ und Stadtdiakon Ulrich Föhr übergeben. Statt Hemden, Anzüge, Hosen und andere Kleidung wegzuwerfen oder einem Aufkäufer zu schenken, spendete Saupp seine letzte Neuware. Zusammen mit seinem Vater und Seniorchef Werner Saupp entschied er sich, obdachlosen und bedürftigen Männern in Friedrichshafen etwas Gutes zu tun.

Naveed Malik, Inhaber des Steak & Burger House (links), hat an Heiligabend 160 Menüs an Bedürftige verteilt. Bäckermeister Fab

Naveed Malik verteilt 160 Gratis-Menüs

Das waren arbeitsreiche Stunden für Naveed Malik, seine Familie und sein insgesamt zehnköpfiges Team am Nachmittag des 24. Dezember. Vor allem aber waren es Stunden, in denen es nur strahlende Gesichter gegeben hat – bei den Beschenkten, aber auch bei den Schenkenden. Der Inhaber des „Steak & Burger House“ in der Friedrichstraße hatte bedürftige Mitmenschen dazu eingeladen, sich ein leckeres Weihnachtsessen abzuholen oder bei Bedarf bringen zu lassen und viele nahmen die Einladung gerne an.

 Stadtdiakon Ulrich Föhr ist von der Spendenbereitschaft überwältigt.

„Häfler helfen“ sammelt 148 226 Euro

„Eine Krise bringt auch das Gute hervor, sagt man. Hier stimmt es.“ Stadtdiakon Ulrich Föhr spricht von Corona und der gesteigerten Unterstützung, die „Häfler helfen“ erfährt. Dass die Spendenaktion der katholischen und der evangelischen Kirche ausgerechnet in der Pandemie ihr bislang stärkstes Ergebnis einfahren würde, damit war nicht zu rechnen. Bis 22. Dezember wurden 148 226,16 Euro überwiesen. In dieser Summe sind 2355 Euro, die „Häfler helfen“ über die Adventsaktion der Sparkasse Bodensee zukamen - sowie 1500 Euro, die die Sparkasse als ...

Groß ist das Interesse am vorweihnachtlichen Essen „to go“, zu dem die Fränkel-Stiftung und die Teestube bedürftige Menschen auf

Fränkel-Stiftung und Teestube laden zum Hühnercurry „to go“ ein

Nein, es war nicht das gewohnte gemütliche Beisammensein im Haus der kirchlichen Dienste. Es gab auch kein Drei-Gänge-Menü wie in den Vorjahren und keine musikalische Begleitung. Auch die Gespräche untereinander mussten auf das Notwendigste beschränkt bleiben. Und doch war dieser Termin am Sonntagmittag um 13 Uhr auf dem Vorplatz der Canisiuskirche etwas ganz Besonderes – weil er gezeigt hat, dass man mit bedürftigen Mitmenschen trotz aller gebotenen Distanz und trotz aller Einschränkungen auch in Corona-Zeiten im Herzen verbunden sein kann.

Naveed Malik (Bildmitte), Chef des „Steak & Burger House“ in der Friedrichstraße, will bis zu 150 bedürftige Häfler Familien am

Kostenloses Festessen für bis zu 150 Familien

Gemischter Salat als Vorspeise. Ein saftiges Hähnchenbrustfilet mit Beilagen und Rahmsoße. Natürlich auch ein köstliches Dessert. Nicht zuletzt die dazugehörigen alkoholfreien Getränke. Und dazu noch eine kleine süße Überraschung. Dieses leckere Menü soll es am Heiligen Abend für 100 bis 150 bedürftige Häfler Familien ganz umsonst geben – dank der Initiative von Naveed Malik und seinen Kooperationspartnern.

„Diese Idee geht mir eigentlich schon seit Jahren im Kopf um.

 Gemeinsam für Häfler helfen: (von links nach rechts) Philipp Fuhrmann (Netzwerk für Friedrichshafen), Sylvia Hiß-Petrowitz (ÖDP

Kommunalpolitik steht hinter Häfler helfen

Einmal mehr hat sich die Friedrichshafener Kommunalpolitik hinter die Aktion Häfler helfen gestellt. Vor der jüngsten Gemeinderatssitzung haben sich deshalb Vertreter aller Parteien und Gruppierungen im Gremium, der Oberbürgermeister und Repräsentanten von Schwäbischer Zeitung, katholischer rund evangelischer zum gemeinsamen Fototermin mit Spendenbüchse versammelt. Unser Bild zeigt (von links): Philipp Fuhrmann (Netzwerk für Friedrichshafen), Sylvia Hiß-Petrowitz (ÖDP), OB Andreas Brand, Achim Brotzer (CDU), Wolfgang Sigg (SPD), Martin ...

Rund 200 verzweifelte Häfler kommen jährlich ins Stadtdiakonat und suchen Hilfe bei Diakon Uli Föhr.

Aktion "Häfler helfen" will Armut in Friedrichshafen sichtbar machen

Verzweifelt, kein Geld in der Tasche oder unendlich einsam. Diakon Ulrich Föhr kennt die Gründe gut, warum es die Menschen ins Stadtdiakonat in der Katharinenstraße 16 treibt. „Viele leben am Rand des Existenzminimums. Für sie ist das Stadtdiakonat ein Segen“, sagt Föhr. Die Hilfsaktion Häfler helfen der Schwäbischen Zeitung, der katholischen und der evangelischen Kirche unterstützt das Stadtdiakonat.

„Das wird morgen sicher wieder voll“, ist sich Föhr sicher.