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Die Übersetzerin Gabriele Leupold las im Kornhaus aus ihrer Übersetzung von Andrej Platonows Roman Die Baugrube.

Im Sprachgehege einer trostlosen Realität

Die dritte und letzte Veranstaltung des ersten Teils 2018 der Lesungsreihe „neu aufgeblättert“ über das literarische Russland im Kornhaus galt einer prämiierten Übersetzerin und dem – nach Joseph Brodsky „so gut wie unübersetzbaren“ – Roman „Die Baugrube“ von Andrej Platonow aus dem Jahr 1929. Gabriele Leupold, freie Übersetzerin in Berlin und Preisträgerin des Jane Scatcherd-Preises 2018 der Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Stiftung, stellte ihre Übersetzung – die vierte in 40 Jahren – einem kleinen, aber sehr interessierten Publikum vor, zu dem ...

 Der Stuttgarter Schauspielintendant Armin Petras hört Ende der Saison auf.

Rückblick auf die Intendanz von Armin Petras in Stuttgart

Vor fünf Jahren übernahm Armin Petras das Stuttgarter Schauspiel. Sein Vertrag läuft bis 2021, er verlässt die baden-württembergische Landeshauptstadt jedoch frühzeitig zum Ende dieser Spielzeit. Am Wochenende hatte seine Inszenierung von Orwells Roman „1984“ Premiere.

Den Stuttgartern kann man eines nicht vorwerfen, dass sie sich nicht mit Armin Petras auseinandergesetzt hätten. Das Problem liegt wohl eher in der Annahme der Stuttgarter, Petras habe sich nicht genügend mit ihnen auseinandergesetzt.

Oper Faust

Castorfs „Faust“ wird in Stuttgart bejubelt

Fulminanter Spielzeit-Start am „Opernhaus des Jahres“: Die Staatsoper Stuttgart hat mit einem von Kultregisseur Frank Castorf inszenierten „Faust“ das Publikum zum Jubeln gebracht.

Der 65-Jährige brachte das Liebesdrama um Doktor Faust und Margarethe zur süffigen Musik von Charles Gounod (1818-1893) in einer zwielichtigen Pariser Straßencafé-Szene auf die Bühne (von Aleksandar Denic) - mit einem teuflischen Mephistopheles, der das Paar mit Verjüngung, Luxus und Champagner-Rausch verführt.

Tumber Tor oder anarchistischer Rebell? Aurel Manthei spielt in München den guten Soldaten Švejk.

Der etwas andere Soldat Švejk

Jaroslav Hašeks Heimat waren die Kneipen Prags. Dort schrieb und las der tschechische Schriftsteller zufällig anwesenden Gästen die Geschichten eines „braven“ Soldaten vor. Ein seltsamer Kerl, dieser Švejk: War er ein anarchistischer Rebell im Gewande eines Tölpels oder nur ein tumber Tor in gefährlichen Zeiten? Frank Castorf hat dem berühmten „Schelmenroman“ aus dem Ersten Weltkrieg auf der Bühne des Residenztheaters in München jegliche Schelmenromantik ausgetrieben.

 Frank Castorf hat sich den Nachbau einer alten UdSSR-Lokomotive auf die Stuttgarter Bühne wuchten lassen. Die Schauspielerinnen

„Tschewengur“ in Stuttgart: Pferdchen lauf Galopp

Ist schon eine grandiose Bühne, die Aleksandar Denic da für Frank Castorf gebaut hat. Eine riesige nachgebaute Lokomotive aus der Frühzeit der UdSSR thront aufgebockt über einer verschachtelten Wohnlandschaft. So schafft man ein Bühnenensemble, das ein gesellschaftliches Gefüge abbilden kann. Auf einer Seite des sich drehenden Raums gibt es einen dreckigen Hühnerstall, der für Menschen bestimmt ist. Hier wohnt man, weil man nichts anderes hat. Auf der anderen Seite lockt ein Etablissement mit einer knallroten Leuchtschrift in kyrillischen ...