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 Aufgrund der Pandemie müssen sich Kirchengemeinden eine neue Trauerkultur einfallen lassen.

Abschiednehmen in Zeiten von Corona

Als würde der Verlust eines geliebten Menschen Familien nicht schon genug erschüttern, sehen sich Trauernde seit Ausbuch der Corona-Pandemie mit strengen Hygieneauflagen beim Abschiednehmen konfrontiert, wie beispielsweise Abstandhalten am Grab, eine Mindestanzahl an Trauergästen, Verzicht auf Chorgesang. Wie die evangelische und katholische Kirchengemeinden in Sigmaringen mit diesen Auflagen umgehen und was für neue Chancen sich dennoch dabei ergeben, erzählen die evangelischen Pfarrer Dorothee Sauer, Matthias Ströhle sowie die ...

Corona erschwert Abschied von Toten

Corona erschwert Abschied von Toten

Die Corona-Krise hat bei vielen Trauernden die Angst vor dem Tod und dem Abschiednehmen von Verstorbenen nach Einschätzung eines Bestatters deutlich erhöht. Dabei sei dieser Trauerprozess wichtig, sagte der Gründer des Bestattungsinstitut Aetas Lebens- und Trauerkultur in München, Florian Rauch. Dazu zähle, den Toten noch einmal zu sehen. Auch während der schärfsten Maßnahmen habe er versucht, zumindest dem nahen Familienkreis diesen Abschied zu ermöglichen.

Ein Sarg wird für eine Trauerfeier hergerichtet

Corona erschwert Abschied von Toten

Die Corona-Krise hat bei vielen Trauernden die Angst vor dem Tod und dem Abschiednehmen von Verstorbenen nach Einschätzung eines Bestatters deutlich erhöht. Dabei sei dieser Trauerprozess wichtig, sagte der Gründer des Bestattungsinstitut Aetas Lebens- und Trauerkultur in München, Florian Rauch. Dazu zähle, den Toten noch einmal zu sehen. Auch während der schärfsten Maßnahmen habe er versucht, zumindest dem nahen Familienkreis diesen Abschied zu ermöglichen.

 Berührung wird dieser Tage weitestgehend vermieden. Doch gerade für Menschen, die sterben, kann sie sehr wichtig sein.

Interview: So verändert das Coronavirus den Umgang mit dem Tod

Der Tod ist wohl das schwierigste Thema der Corona-Pandemie. Und doch gehört er unvermeidlich zu der aktuellen Misere. Das weiß auch Karin Preyer vom ambulanten Hospizdienst in Weingarten. Im Interview mit Oliver Linsenmaier spricht sie über den Umgang mit dem Tod und wie er sich durch das Virus verändert hat. Auch erzählt sie von den Folgen der fehlenden körperlichen Berührungen für Sterbende und deren Angehörige und wie sie und ihr Team den Menschen auch ohne konkreten Bezug zum Tod helfen können.

So wie die Türen des Meckenbeurer Friedhofs offen sind, so finden auch weiterhin Beisetzungen statt – allerdings unter besondere

Beisetzung in Corona-Zeiten: Mindestabstand statt Umarmung

Mit ungeahnten Veränderungen hat in der Corona-Krise das Bestattungswesen umzugehen. Nicht nur, dass Vorgaben des Landes sich auf den Ablauf der Beisetzung auswirken – etwa in der Frage, wieviele Personen Abschied nehmen dürfen.

Auch die Branche selbst erlebt raschen Wandel: Zählte sie zunächst nicht zu den systemrelevanten Berufen, so hat sich dies geändert – sie ist es nun in sechs Bundesländern, darunter in Baden-Württemberg. Und als solche mit einem Problem konfrontiert, das sich vielen Geschäftszweigen stellt: dem absehbaren ...

 Bestattungen sind derzeit nur in einem sehr kleinen Kreis möglich. Wie das abläuft, beschreiben Geistliche und Bestatter.

Abschied nehmen im kleinen Kreis

Ist es auch sonst schon schwer, Abschied von einem geliebten Menschen zu nehmen, so trifft es die Hinterbliebenen in der Zeit der Corona-Krise umso mehr. Um vor Infizierungen zu schützen, dürfen bei Erd- oder Urnenbestattungen im Augenblick maximal zehn Personen anwesend sein. Und das auch nur, wenn die Zeremonie im Freien stattfindet. Ein Bestatter und drei Seelsorger erklären gegenüber der Schwäbischen Zeitung, wie Trauernde damit umgehen.

„Das ist sicherlich nicht einfach, aber es wird fast immer sehr diszipliniert damit ...

 Die Trauer ist ein Prozess – auf diesem Weg soll die Trauergruppe helfen.

Mit der Trauer nicht allein

„Trauer ist ein Weg, um mit dem Verlust eines Kindes umzugehen“, sagt Arno Mayr. Der Riedlinger ist selbst diesen Weg gegangen, hat sich intensiv mit dem Thema befasst und die Selbsthilfegruppe „Lichtblick“ gegründet. Um andere Betroffene in ihrem Leid emotional zu unterstützen, bietet „Lichtblick“ zusammen mit der Biberacher Selbsthilfegruppe „Kontiki“ eine Gesprächsrunde in Heudorf an. Erstes Treffen ist am Mittwoch, 13. November.

Es gebe nicht den einen Weg, mit der Trauer umzugehen, betont Arno Mayr: „Die einen vergraben sich ...

 Die Autorin Liane Probst aus Laupheim.

Auch die Trauer um einTier braucht Raum

Liane Probst aus Laup-heim hat den Trauerratgeber „Im Tränensee schwimmen lernen“ geschrieben. Das Besondere daran: Das Buch richtet sich in erster Linie an Menschen, die ein Tier verloren haben.

Ivan. Das war der Name des schwarzen Katers, der Liane Probst durch ihre Kindheit begleitete. „Er ging mit mir einen Teil des Schulwegs, war ein Freund und Zuhörer, wenn es mir mal nicht so gut ging“, erinnert sie sich. Bis zu dem Tag, an dem Ivan überfahren wurde.

Blumen und Kerzen sind ein Symbol der Trauer.  Archivfoto: Paul Zinken/dpa

Die Klinikseelsorge hilft beim Trauern

Abschied und Verlust sind gerade im Zusammenhang mit dem Tod eines nahestehenden Menschen oft einschneidende Erfahrungen. Die Klinikseelsorge am SRH-Krankenhaus Sigmaringen bietet in unterschiedlichen Formen Begleitung auf diesem Weg an.

Die Seele reagiert mit Trauer und Trauer hat viele Gesichter. Eine wichtige Einsicht der vergangenen Jahre ist, dass Trauer nicht einfach nur mit der Zeit verfliegt, sondern wie die Gezeiten am Meer immer wieder zurückkehrt.

 Am Abend des 2. November 2018 ist die Mutter von drei Kindern in Suppingen getötet worden.

Prozess nach Mord an Mutter beginnt – das sagt der Anwalt der drei Kinder

Wenn der Vater die eigene Mutter umbringt... sind viele Menschen sprachlos. Rechtsanwalt Bernhard Schweizer ist einer der Beteiligten und er wird auch das Wort ergreifen, wenn am Montag vor dem Ulmer Landgericht die Hauptverhandlung in einem für viele schockierenden Fall eröffnet wird.

Dem Angeklagten wird vorgeworfen, im Herbst 2018 seine Ehefrau in Suppingen ermordet zu haben. Als Vertreter der Nebenkläger will Schweizer den drei gemeinsamen Kindern des Paares Gehör verschaffen.