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 Mario de Secondi, Frank Golischewski und Anika Neipp (von links)begeistern im Kesselhaus.

Wenn man über den Tod auch lachen kann

Der Tod ist kein Tabu – zumindest nicht in dem über zweistündigen Literatur- und Musik-Kaleidoskop, das Frank Golischewski, Anika Neipp und Mario de Secondi am Freitag im vollbesetzten Kesselhaus präsentierten.

„Wir sehen uns wieder“: Die Geschichten zwischen Himmel und Erde, 1995 verfasst von Hanns Dieter Hüsch, lieferten nicht nur den Titel des Abends. In einzelnen Stationen gelesen von Golischewski waren sie auch der Hauptstrang des abwechslungsreichen Programms.

Serie zu den häufigsten Betrugsmaschen: Der Schockanruf

Schwäbische stellt die häufigsten Betrugsmaschen vor: Der Schockanruf

Es vergeht mittlerweile kein Tag mehr, an dem nicht irgendjemand in der Region Opfer eines Betrugsdeliktes wird.

Der Enkeltrick, die falschen Polizeibeamten, das Gewinnversprechen, der Schock-Anruf: Durch diese Betrugsmaschen haben Bürger im vergangenen Jahr im Bereich des Polizeipräsidiums Ravensburg rund 310 000 Euro verloren. Da die Dunkelziffer sehr hoch ist, rechnet die Polizei mit weiteren Opfern, die sich nicht gemeldet haben, und einem Vermögensverlust bei diesen Menschen in Millionenhöhe.

 Bernhard Löffler, hier bei der Feier seines Diamantenen Priesterjubiläums 2017 in Laupheim, wird am heutigen Freitag 90 Jahre a

Ehemaliger Stadtpfarrer wird 90 - Warum er erwartungsvoll in die Zukunft blickt

Bernhard Löffler wird am heutigen Freitag 90 Jahre alt. Groß feiern möchte der frühere Laupheimer Stadtpfarrer seinen runden Geburtstag allerdings nicht. „Ich habe nichts Offizielles vor, dazu habe ich auch die Kraft nicht mehr“, sagte Löffler. Seinen Blick richtet er dennoch erwartungsvoll in die Zukunft. „Ich glaube fest daran, dass da noch was kommt.“

Wie nah Leben und Sterben beieinander liegen, verdeutlichte Löffler in einem Telefonat mit der „Schwäbischen Zeitung“.

Ulrich Tukur

Ulrich Tukur wird 65 - und denkt an Italien

Als Ulrich Tukur den Raum betritt, fühlt sich das an wie der Beginn einer Zeitreise. Millionen Menschen kennen den Schauspieler etwa aus dem «Tatort». An einem Berliner Sommertag kommt er nun mit Strohhut und Hund zum Interview.

Das Hemd, das wird er gleich erzählen, sei ein Original aus den 1920er Jahren. Wiederentdeckt in einem Lagerraum auf der Schwäbischen Alb.

Wenn man Tukur so erlebt beim Gespräch, ist das ziemlich interessant.

40 Jahre HIV und Aids - Kinofilme

40 Jahre Aids: Filme und Serien über die HIV-Krise

Infektionskrankheiten sind wegen Corona und der Affenpocken derzeit wieder ein großes Medienthema - so wie es seit Aids wohl nicht mehr der Fall war. Vor 40 Jahren - am 27. Juli 1982 - bekam die damals mysteriöse neue Krankheit Aids, über die die US-Gesundheitsbehörde CDC erstmals im Juni 1981 berichtet hatte, in Washington bei einer Konferenz ihren Namen.

1983 wurde das auslösende Virus entdeckt, das seit 1986 den Namen HIV trägt. Die Auswirkungen von alledem sind in diesem Zeitraum oft kulturell verarbeitet worden.

Berlin

Ulrich Tukurs frühe Faszination für „FAZ“-Todesanzeigen

Schauspieler Ulrich Tukur war in seiner Kindheit nach eigenen Angaben von Todesanzeigen in der Zeitung fasziniert. «Mein Vater hatte in den 60er, 70er Jahren die "FAZ" abonniert», sagte Tukur (64) der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Als ihm damals klar geworden sei, dass auch er eines Tages den Weg alles Irdischen werde gehen müssen, sei das ein Thema geworden. Und er habe angefangen, Schädel und Skelette zu malen.

Irgendwann seien ihm die Zeitungs-Todesanzeigen aufgefallen, hinter denen der Kopf seines Vaters jeden Morgen am ...

Ein Licht für die Menschen: Die Kerze brennt im Lindauer Hospiz, wenn vor Kurzem jemand verstorben ist.

35 Jahre Sterbebegleitung in Lindau: Ein Dienst an der Gesellschaft, der ohne das Ehrenamt nie auskam

Sterbebegleitung in Lindau hat ihren Ursprung im Ehrenamt. Als vor 35 Jahren die erste palliative Arbeit gemacht wurde, lag sie ganz in den Händen von Freiwilligen.

Es ist ein dickes Buch, das Uta Reinholz aus dem Regal zieht. Darin gesammelt sind Einträge von Menschen, die in den vergangenen Jahren im Lindauer Hospiz gestorben sind. Bilder, Todesanzeigen und ein paar Worte, die Angehörige hineingeschrieben haben. Uta Reinholz erinnert sich an viele und an manche besonders gut.

 Der Zürcher Autor Thomas Meyer las im Isnyer Adlersaal aus seinem zweiten „Wolkenbruch“-Band, in dem Held „Motti“ zum waghalsig

Thomas Meyers unterhaltsam-nachdenkliche Lesung im Isnyer Adlersaal

Er gibt sich charmant, obwohl der Inhalt seines Buches alles andere als das ist: Der Zürcher Autor Thomas Meyer las am Montagabend im ausverkauften Adlersaal aus „Wolkenbruchs waghalsiges Stelldichein mit der Spionin“ im Rahmen der Isnyer Literaturtage 2021. Es ist der zweite Band nach dem erfolgreichen Romandebüt „Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse“. Die Geschichte von Held „Motti“ geht also weiter – nur sehr überraschend anders.

Männern würde es guttun, wenn sie mehr auf die Signale ihres Körpers hören würden.

Wie Männer lernen, länger zu leben

Männer leben gefährlich. Wie jener 64-Jährige, der in der S-21-Baugrube am Stuttgarter Hauptbahnhof einen Gurtträger löst, der unter Spannung steht. Der Träger schnellt mit enormer Geschwindigkeit auf den Rumpf des Mannes, der mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus kommt. Oder der Arbeiter, der im Wangener Tunnel Spritzbeton an der Decke anbringt, als sich die feuchte Masse plötzlich löst und ihn unter sich begräbt.

Kollegen können den 42-Jährigen befreien, er erleidet einen Knochenbruch an der Schulter.

 Das Kriegsversehrtenheim auf der Tschengla, das Monika Helfers Vater geleitet hat.

„Vati“ – der neue Roman von Monika Helfer

Ein „geglücktes Leben ist vollendet“ – dieser Formulierung begegnet man oft in Todesanzeigen. Was mag das wohl sein, „ein geglücktes Leben“? Womöglich ist das nur Ausdruck der Hybris der Moderne, dass man alles Gute sich selbst zu verdanken hätte nach dem Motto „Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied“.

Monika Helfer, 1947 in Au in Vorarlberg geboren, kann an so etwas wohl nicht glauben. Dazu ist ihr eigener Lebensweg schon zu oft zu stark erschüttert worden.