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 Am 15. Oktober 1918 wird gemeldet, dass bereits mehrere Bürger in Leutkirch an der spanischen Grippe gestorben sind.

Roten Rüben gegen die „spanische Krankheit“

Die spanische Grippe, die angesichts der aktuellen Corona-Pandemie zuletzt wieder stärker ins Bewusstsein gerückt ist, raffte vor etwa 100 Jahren weltweit zwischen 20 und 50 Millionen Menschen dahin, schätzt die Weltgesundheitsorganisation. Dass auch Leutkirch von der Seuche betroffen war, zeigt ein Blick in die Ausgaben der damaligen Tageszeitung des Jahres 1918, die im Leutkircher Stadtarchiv lagern. Auch der Blick in das „Leichen-Register“ dieses Jahres, in dem auch der erste Weltkrieg endete, gibt zumindest eine Ahnung davon.

 Die Todeskarten aus der Sammlung von Stefan Schwenninger.

Ein Gewitter verhinderte die Bombardierung von Bopfingen

Die vorrückenden Amerikaner und ihre Alliierten hatten es schwer, die Stadt Bopfingen einzunehmen. Widersprüchliche Befehle und eine ungenaue Frontlage stifteten Verwirrung auf beiden Seiten der beteiligten Kriegsparteien.

Der zweite Weltkrieg hat wahrlich keinen Bogen um die ehemalige alte Reichsstadt Bopfingen gemacht. Die Stadt lag an einer wichtigen Verkehrs- und Nachschubwegeachse zwischen Nördlingen, Aalen bis hinein nach Stuttgart.

Heimatforscher Johannes Angele beschäftigt sich mit alten Aufzeichnung der Spanischen Grippe zwischen 1918 und 1920.

Wie die Spanische Grippe ab 1918 die Region traf

Durch sie starben mehr Menschen als im ersten Weltkrieg: Die Spanische Grippe. Eine Pandemie, die zwischen 1918 und 1920 über den Erdball wütete. Millionen von Menschen verloren ihr Leben. Auch in der Region hat die Spanische Grippe damals ihre Spuren hinterlassen.

Johannes Angele ist Heimatforscher. Der Reinstetter sucht in alten Ausgaben des Rottum Boten der Jahre 1918 und 1919 nach Hinweisen über die Spanische Grippe. Bei der aufwendigen Recherche stößt er schließlich auf Presseberichte über die Pandemie.

 Die Skelettfunde auf dem Ellwanger Marktplatz deuten auf eine Epidemie hin, bei der Dutzende Menschen ums Leben gekommen sind.

Als Pest und Grippe in Ellwangen wüteten: Historiker stellt Forschungsergebnisse vor

Die Ausbreitung des Coronavirus ist nicht die erste Pandemie, die Ellwangen heimsucht. Im 14. Jahrhundert grassierte die Pest, im Jahr 1918 forderte die Spanische Grippe ihren Tribut. Der Historiker Michael Hoffmann hat die Geschichte dieser Krankheiten in Ellwangen und Umgebung erforscht. Zwei Online-Vorträge zu diesem Thema hat er auf der Webseite des Ellwanger Geschichts- und Altertumsvereins veröffentlicht.

Wie stark der sogenannte Schwarze Tod in Ellwangen und seinem Umland wütete, ist aus heutiger Sicht schwer zu sagen: „Die ...

 Lazarett im Krankensaal des Bezirkskrankenhauses mit Untermarchtaler und Rot Kreuz-Schwestern.

Aspirin gegen die „Spanische Grippe“

Seit Wochen vergeht kein Tag, fast keine Stunde ohne Nachrichten über die Corona-Pandemie. Die Menschen rund um den Erdball sind betroffen und besorgt. Regierungen versuchen, noch Schlimmeres zu verhindern mit immer neuen Vorgaben und Anordnungen, Geboten und Verboten. Es war vor 102 Jahren, als gegen Ende des Ersten Weltkriegs eine seuchenartige Krankheit die Menschheit überfiel. Von den 1,8 Milliarden der damaligen Weltbevölkerung starben zwischen 27 und 50 Millionen Menschen an dieser Epidemie, „Spanische Grippe“ oder „Spanische Krankheit“ ...

 Der Kopf der Plakate der französischen Besatzungstruppen der 1. französischen Armee, welche ab 30. April 1945 auch in Lindau An

Als Panzer auf die Insel rollten und Lindau von den Nazis befreiten

Lindau - 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs erinnert die Lindauer Zeitung an die Zeit damals. Im dritten Teil geht es um den Tag der Befreiung am 30. April 1945.

Am Sonntag, den 29. April, wurde der NS-Volkssturm in Stadt und Landkreis Lindau durch NS-Kreisleiter Vogel aufgelöst. Die Waffen wurden im Kolonnenhaus gesammelt. An diesem Tag erreichte die 1. Französische Armee „Rhin et Danube“ (Rhein und Donau) unter Führung von General Jean de Lattre de Tassigny die Linie Kressbronn-Hergensweiler-Hergatz-Isny.

 Wenn in Corona-Zeiten ein Angehöriger stirbt, müssen Familien die Trauerfeieersn anders als bisher gestalten.

Todesfall in der Familie: Eine Enkelin erzählt, wie belastend die Trauer auf Distanz ist

Kurz vor Weihnachten liegt ihr Großvater im Sterben. Sie besucht ihn, kann sich von ihm verabschieden. Jetzt, in Zeiten von Corona, ist all das für die Enkelin beim Tod der geliebten Oma unmöglich.

Die Beschränkungen, die eine weitere Ausbreitung des Virus verhindern sollen, greifen selbst in die intimsten und sensibelsten Bereiche ein. Was es heißt, mit Distanz zu trauern, hat die 38-Jährige Schwäbische.de erzählt.

„Manchmal kommt es einem das alles so unrealistisch vor.

Für Beerdigungen gelten in Corona-Zeiten geänderte Regeln.

Bestattungen nur unter freiem Himmel

Gemäß der Verordnung des Kultusministeriums über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-Cov-2 im Bereich von Gottesdiensten und weiteren religiösen Veranstaltungen, Ansammlungen und Zusammenkünften sowie Bestattungen vom 2. April sind religiöse Veranstaltung und sonstige Zusammenkünfte grundsätzlich untersagt.

Die Verordnung gibt für Bestattungen aber die Möglichkeit zur Ausnahme vom Verbot, heißt es in einer Presseerklärung der Friedhofsverwaltung.

Die Predella vom Choraltar im Ulmer Münster zeigt das Abendmahl Jesu.

Auch in Coronazeiten gibt es verbindende Rituale

Vielen Christen fehlt gerade jetzt in der Karwoche der gewohnte Ablauf, immerhin sind in der Osterzeit die wichtigsten Feste für Protestanten und Katholiken sowie andere. Es sind auch ganz viele Bräuche, Rituale, Kindheitserinnerungen mit dieser Zeit verknüpft. Vor allem in der katholischen Kirche.

Schon am vergangenen Sonntag, dem Palmsonntag konnte man beobachten, wie Menschen ihre geweihten Palmen wieder aus den Kirche abgeholt haben.

Pfarrer Martin Schuster (links) und Pfarrer Michael Windisch informierten in der Sebastianskapelle über Beerdigungen und Beileid

Beileidsbekundungen in Form von Briefen und Telefonaten

Tote zu begraben und Trauernde zu trösten sind zwei Gesichtspunkte des einen Auftrags, dem die Kirche Jesu Christi verpflichtet ist. Und: Trauernde sollen sich in ihrer Trauer wahrgenommen, getragen, gestärkt und getröstet wissen.

Doch dieses „Trost spenden“ und dieses „Mitgefühl zeigen“ geht in Zeiten der Coronapandemie nicht mehr auf herkömmliche Art und Weise. Der katholische Pfarrer Michael Windisch und sein protestantischer Amtskollege Pfarrer Martin Schuster haben am Montag in einem Pressegespräch zur Durchführung von ...