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 Dieses Mädchen kennt kein anderes Leben: Es wurde schon in einem Flüchtlingscamp geboren.

„Helfen bringt Freude“ sichert Menschenwürde und baut Existenzen auf

Blitzblank, bereit für die Behandlung des nächsten Patienten: In der Zahnarztpraxis im Camp Sheikhan im Nordirak ist Zahnarzt Kishman Kawa Khiyo stolz, dass er zur Gesundheit der 3200 Geflüchteten entscheidend beitragen kann: „Zahngesundheit ist ganz wichtig dafür, dass sich die Menschen wohlfühlen, dass es ihnen gut geht“, sagt der Mediziner. Seit einigen Wochen arbeitet der 35-Jährige in der neuen Praxis und hat viel zu tun: „Langweilig wird mir nicht.

 Ein irakischer Arbeiter hängt Plakate zur Begrüßung von Papst Franziskus in den Straßen von Bagdad auf.

Gefährliche Reise: Papst reist in den Nordirak

Die erste Auslandsreise seit Beginn der Corona-Pandemie führt Papst Franziskus von Freitag bis Montag in den Irak, eines der komplexestens Krisenherde der Welt. Franziskus will vor allem der christlichen Minderheit Mut machen und Christen besuchen, die unter der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) gelitten haben. Von den einst rund einer Million Christen sind seit 2003 mehr als zwei Drittel vor islamistischem Terror geflohen oder vom IS vertrieben worden, ebenso wie Jesiden.

Zoom-Konferenz mit Projektpartnern aus aller Welt zum Abschluss der Spendenaktion 2020 „Helfen bringt Freude“: Schwester Kaja Pe

Spendenaktion „Helfen bringt Freude“ finanziert neue Projekte gegen die Pandemie

Mit 1,1 Millionen Euro, dem Erlös der Spendenaktion „Helfen bringt Freude“, unterstützen die Leser der „Schwäbischen Zeitung“ 95 Projekte auf vier Kontinenten in 35 Ländern. Bei der Übergabe der Spendensumme wurde abermals deutlich, dass die Hilfe gerade in Zeiten der Pandemie wichtiger wird.

Zwei Beispiele: „Wir brauchen dringend Geld für weitere Desinfektionsmittel und neue Schutzkleidung“, sagte der stellvertretende Gouverneur der nordirakischen Provinz Dohuk, Ismail Ahmed.

 Im Skype-Interview: Adisya Thomas von der Caritas-Flüchtlingshilfe Essen, Suad Hana und Sabah Kakoni (von links) im Gespräch mi

„Helfen bringt Freude“: Mehr als eine Million Euro Spenden für Menschen in Not

Am Montag öffnen – nach langer durch die Pandemie bedingte Schließung – im Irak wieder die Schulen. „Und dann sind wir mit jeweils 4700 Winterjacken, Taschen, Heften und Schulmaterial für die Schulkinder in den Camps Mam Rashan und Sheikhan am Start“, sagt Sabah Kakoni. Er verdient sein Geld als Angestellter einer Bank in der Kurdenhauptstadt Erbil, doch in diesen Tagen ist er stark im Ehrenamt tätig: Der 56-Jährige engagiert sich gemeinsam mit seiner Frau Suad Hana, sie ist Chemielehrerin, für die Weihnachtsspendenaktion „Helfen bringt ...

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Schritt in Richtung Normalität: Das Shingal-Abkommen soll die Region im Irak auf die Rückkehr der Flüchtlinge vorbereiten

Als alle Welt im Oktober dieses Jahres gebannt auf die USA blickte, um die neusten Irrungen und Wirrungen im US-Wahlkampf zu verfolgen, vollzog sich im Irak eine erstaunliche Wendung. Eine Delegation aus kurdischen Regierungsmitgliedern reiste von Erbil nach Bagdad, um dort am 9. Oktober ein Abkommen zu unterzeichnen, in dem vereinbart wurde, wer in der Region Shingal künftig das Sagen haben soll – und wer für Sicherheit, Verwaltung und eine funktionierende Infrastruktur sorgen soll.

 Nur wenige der jesidischen Flüchtlinge sind bisher ins Shingal-Gebirge zurückgekehrt. Darunter Faruk Khalaf Faruk, der dankbar

Die riskante Rückkehr der Jesiden in ihre Heimat

Der 15. Dezember ist für Faruk Khalaf ein außergewöhnlicher Tag, auf den sich der 38-Jährige in diesem Jahr so freut, wie vielleicht noch nie zuvor. Denn an diesem Tag feiert die Religionsgemeinschaft der Jesiden das Fest Cejna Ezi, das vergleichbar ist mit Weihnachten. „Drei Tage vorher fasten wir“, erzählt Khalaf, „dann besuchen wir uns gegenseitig, machen Ausflüge und kochen zusammen.“

Traditionell gibt es in Weinblätter gehülltes Gemüse, Kurkuma-Reis, Teigtaschen mit Lammfleisch, süßes Gebäck, vielleicht auch Nüsse und Obst, ...

In den Camps Sheikhan und Mam Rashan leben weiterhin Tausende jesidische Flüchtlinge: Sie bitten um eine Ausbildungsbäckerei, um

„Helfen bringt Freude“: Hassan und seine Familie brauchen Hilfe

Delvin und ihre fünf Kinder haben es gewagt: Nach Jahren im Flüchtlingscamp Sheikhan im Nordirak hat die junge Frau, die der Krieg früh zur Witwe gemacht hat, beschlossen, in ihre Heimat im Shingal-Gebirge zurückzukehren. Die Sicherheitslage dort hat sich in den vergangenen Monaten verändert: zum Guten.

In dem Dorf Tel Qasab will sie den Neuanfang schaffen – und braucht Hilfe: „Im Camp Sheikhan hat die Familie stark von der Unterstützung durch Euch profitiert, helft ihr bitte auch weiter“ appelliert Amer Abo, der Leiter des Camps ...

2020: Leser spenden 3,7 Millionen Euro - aber was ist „Helfen bringt Freude“?

Bei der Aktion „Helfen bringt Freude“ bittet die „Schwäbische Zeitung“ immer zur Weihnachtszeit ihre Leser um Spenden. Dabei arbeitet sie  mit dem Diözesancaritasverband Rottenburg-Stuttgart zusammen. Seit 2013 sind mehr als 3,7 Millionen Euro zusammen gekommen.

In den ersten beiden Jahren, 2013 und 2014, ging der Erlös von 317 000 Euro an Aktionen, die sich dem Kampf gegen Kinderarmut in Baden-Württemberg und Bayern widmen. 2015 flossen 180 000 Euro in die Hospiz- und Palliativversorgung.

 Eine Ladenzeile in dem Camp ging in Flammen auf und damit die Existenzgrundlage vieler Flüchtlinge.

Feuer im Camp Sheikhan: Lebensgrundlage jesidischer Familien geht in Flammen auf

Im Flüchtlingscamp Sheikhan im Nordirak sind fünf Geschäfte einer Ladenzeile, die mit Mitteln aus der Weihnachtsspendenaktion „Helfen bringt Freude“ der „Schwäbischen Zeitung“ finanziert worden waren, abgebrannt. Bei dem Feuer wurde niemand verletzt. Der Sachschaden beträgt etwa 15.000 Euro. Der Wiederaufbau hat bereits begonnen. Betroffen sind zwei Friseurgeschäfte, ein Schneider, ein Lebensmittelhändler und eine Reparaturwerkstatt für Handys. Im Camp leben derzeit 4000 Personen, die der religiösen Minderheit der Jesiden angehören.

Christen in Akre haben Lebensmittelpakete erhalten, die mit Spendengeldern gekauft wurden.

Spendenaktion der Schwäbischen Zeitung: Starthilfe für ein neues Leben im Nordirak

Vielen, vielen Dank nach Deutschland!“ Faruk und Hadia Khalaf haben in diesen Tagen zwar alle Hände voll zu tun. Nach Jahren im nordirakischen Flüchtlingscamp Sheikhan ist das Ehepaar mit seinen vier Kindern ins heimatliche Shingal-Gebirge zurückgekehrt, aus dem die Familie vor sechs Jahren von der Terrormiliz „Islamischer Staat“ vertrieben worden war. Faruk Khalaf und sein Bruder errichten dort schon Gewächshäuser, um Gurken anbauen zu können.

„Aber wir wollen unbedingt unseren deutschen Freunden danken, die uns im Camp Sheikhan ...