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 Nur wenige der jesidischen Flüchtlinge sind bisher ins Shingal-Gebirge zurückgekehrt. Darunter Faruk Khalaf Faruk, der dankbar

Die riskante Rückkehr der Jesiden in ihre Heimat

Der 15. Dezember ist für Faruk Khalaf ein außergewöhnlicher Tag, auf den sich der 38-Jährige in diesem Jahr so freut, wie vielleicht noch nie zuvor. Denn an diesem Tag feiert die Religionsgemeinschaft der Jesiden das Fest Cejna Ezi, das vergleichbar ist mit Weihnachten. „Drei Tage vorher fasten wir“, erzählt Khalaf, „dann besuchen wir uns gegenseitig, machen Ausflüge und kochen zusammen.“

Traditionell gibt es in Weinblätter gehülltes Gemüse, Kurkuma-Reis, Teigtaschen mit Lammfleisch, süßes Gebäck, vielleicht auch Nüsse und Obst, ...

In den Camps Sheikhan und Mam Rashan leben weiterhin Tausende jesidische Flüchtlinge: Sie bitten um eine Ausbildungsbäckerei, um

„Helfen bringt Freude“: Hassan und seine Familie brauchen Hilfe

Delvin und ihre fünf Kinder haben es gewagt: Nach Jahren im Flüchtlingscamp Sheikhan im Nordirak hat die junge Frau, die der Krieg früh zur Witwe gemacht hat, beschlossen, in ihre Heimat im Shingal-Gebirge zurückzukehren. Die Sicherheitslage dort hat sich in den vergangenen Monaten verändert: zum Guten.

In dem Dorf Tel Qasab will sie den Neuanfang schaffen – und braucht Hilfe: „Im Camp Sheikhan hat die Familie stark von der Unterstützung durch Euch profitiert, helft ihr bitte auch weiter“ appelliert Amer Abo, der Leiter des Camps ...

Was ist „Helfen bringt Freude“?

Bei der Aktion „Helfen bringt Freude“ bittet die „Schwäbische Zeitung“ immer zur Weihnachtszeit ihre Leser um Spenden. Dabei arbeitet sie  mit dem Diözesancaritasverband Rottenburg-Stuttgart zusammen. Seit 2013 sind mehr als 2,7 Millionen Euro zusammen gekommen.

In den ersten beiden Jahren, 2013 und 2014, ging der Erlös von 317 000 Euro an Aktionen, die sich dem Kampf gegen Kinderarmut in Baden-Württemberg und Bayern widmen. 2015 flossen 180.

 Eine Ladenzeile in dem Camp ging in Flammen auf und damit die Existenzgrundlage vieler Flüchtlinge.

Feuer im Camp Sheikhan: Lebensgrundlage jesidischer Familien geht in Flammen auf

Im Flüchtlingscamp Sheikhan im Nordirak sind fünf Geschäfte einer Ladenzeile, die mit Mitteln aus der Weihnachtsspendenaktion „Helfen bringt Freude“ der „Schwäbischen Zeitung“ finanziert worden waren, abgebrannt. Bei dem Feuer wurde niemand verletzt. Der Sachschaden beträgt etwa 15.000 Euro. Der Wiederaufbau hat bereits begonnen. Betroffen sind zwei Friseurgeschäfte, ein Schneider, ein Lebensmittelhändler und eine Reparaturwerkstatt für Handys. Im Camp leben derzeit 4000 Personen, die der religiösen Minderheit der Jesiden angehören.

Christen in Akre haben Lebensmittelpakete erhalten, die mit Spendengeldern gekauft wurden.

Spendenaktion der Schwäbischen Zeitung: Starthilfe für ein neues Leben im Nordirak

Vielen, vielen Dank nach Deutschland!“ Faruk und Hadia Khalaf haben in diesen Tagen zwar alle Hände voll zu tun. Nach Jahren im nordirakischen Flüchtlingscamp Sheikhan ist das Ehepaar mit seinen vier Kindern ins heimatliche Shingal-Gebirge zurückgekehrt, aus dem die Familie vor sechs Jahren von der Terrormiliz „Islamischer Staat“ vertrieben worden war. Faruk Khalaf und sein Bruder errichten dort schon Gewächshäuser, um Gurken anbauen zu können.

„Aber wir wollen unbedingt unseren deutschen Freunden danken, die uns im Camp Sheikhan ...

 Familie Hadia und Faruk Khalaf.

Jesiden im Nordirak kehren in ihre geliebte Heimat zurück

Faruk und Hadia Khalaf gehen zurück, kehren endlich zurück in ihre Heimat im nordirakischen Shingal-Gebirge. In den nächsten Wochen wollen die Khalafs zusammen mit ihren Nachbarn in Boruk ihr Haus renovieren, die Äcker bewirtschaften, ihre Existenz neu aufbauen: „Wir danken Gott, dass wir zurückgehen dürfen!“

Vor sechs Jahren, im August 2014, hatte die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) den heute 38-jährigen Faruk, seine Frau Hadia und die vier Kinder aus dem Dorf Boruk im Shingal-Gebirge im Nordirak vertrieben.

 Ahmad Abdullahi vom Innenministerium der Autonomen Region Kurdistan (links) übergab die Lebensmittelpakete einem Vertreter der

Lebensmittelpakete schenken den Flüchtlingen in Zeiten der Pandemie neue Hoffnung

Endlich raus aus dem Camp! Endlich wieder unter Menschen! Endlich wieder Arbeit!“ Für Murad Hassn aus dem Camp Sheikhan, Vater von fünf Kindern, war der 6. Mai ein Glückstag: Vor genau zwei Wochen hat die Regierung der Autonomen Region Kurdistan im Nordirak auch für die 400.000 Flüchtlinge in den 22 Camps die strenge Ausgangssperre aufgehoben.

Hinzu kommen 58.000 syrische Vertriebene: Seit Mitte März galt in der gesamten Region wegen der Corona-Pandemie ein harter Lockdown, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Zwei Männer im Lastwagen voller Pakete

Ein doppelter Überlebenskampf gegen Corona und den Hunger

Kordo Rashow hatte Hunger, einfach nur Hunger. Aber ausgerechnet am vergangenen Mittwoch, dem Neujahrsfest der Jesiden – auch Carsema Sor, also Roter Mittwoch, genannt – musste der 61-Jährige seiner Familie sagen, dass alle Vorräte wie Mehl, Öl, Nudeln oder Brot aufgebraucht waren: „Und in diesem Moment konnten wir dank eurer Hilfe hier im Camp Mam Rashan 500 Pakete mit Nahrungsmitteln verteilen“, sagt Campleiter Shero Smo am Telefon.

Für Rashow, der mit seiner Frau, sechs Söhnen und vier Töchtern seit 2015 in zwei Containern im ...

Im nordirakischen Flüchtlingscamp Mam Rashan, das durch die Weihnachtsspendenaktion der „Schwäbischen Zeitung“ unterstützt wird,

In Mam Rashan leiden vor allem Kinder unter der Corona-Quarantäne

Ausgangssperre, geschlossene Läden, keine Aufträge für die Firmen, scharfe Kontrollen: Die Corona-Krise hat auch die autonome Region Kurdistan erreicht. Besonders hart betroffen sind von den 1,1 Millionen Flüchtlingen jene 400 000 Menschen, die in den mehr als 20 Camps ihre Wohncontainer oder Zelte nicht mehr verlassen dürfen: „Die Regierung befürchtet, dass ein Ausbruch der Pandemie in den Camps nicht mehr zu stoppen wäre“, berichtet Thomas Shairzid von der Caritas-Flüchtlingshilfe Essen.

Im Camp Bardarash im Norden des Irak leben immer noch 10000 syrische Flüchtlinge: Im kalten Winter mit viel Schnee wurden 300 Fa

Wie die Hilfe bei den Flüchtlingen im Irak ankommt

Khudiada Rasho Rafo Selo kann wieder lachen, kann wieder sprechen, kann sich wieder mit seiner Familie unterhalten: Der 52-jährige Jeside, der nach Flucht und Vertreibung seit 2014 im Flüchtlingscamp Mam Rashan im Nordirak lebt, war an Kehlkopfkrebs erkrankt, konnte nach einer Operation nicht mehr sprechen. Seit einer Woche lernt Selo, sich mit einer elektronischen Sprachhilfe zu verständigen. „Das Gerät hat ein Händler für Medizingeräte gespendet, als er vom Schicksal Selos erfuhr“, sagt Campleiter Shero Smo, „der Händler hat unsere neue ...