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Trump: Kurden sind „keine Engel“

Nach dem Einmarsch der Türkei in Nordsyrien sieht Präsident Donald Trump keine militärische Verantwortung der USA in dem Konflikt in der Region. „Zwei Staaten kämpfen um Land, das nichts mit uns zu tun hat“, sagte Trump im Weißen Haus. Es sei nicht unsere Grenze, wir sollten darüber keine Leben verlieren. Trump fügte mit Blick auf die Regierung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad hinzu: Syrien schütze die Kurden. Das sei gut. Und der US-Präsident sgate: Die Kurden seien auch keine Engel und jetzt viel sicherer.

Deutschland und Frankreich verurteilen Vorgehen der Türkei

Deutschland und Frankreich haben die militärischen Aktivitäten der Türkei im Norden Syriens verurteilt. Die Regierungen der beiden Länder riefen in Toulouse in einer gemeinsamen Erklärung die Türkei zur Abkehr von ihrem Kurs auf. Sie erinnerten die Türkei an ihre Verpflichtungen nach internationalem Recht, einschließlich des humanitären Völkerrechts. Die neuerlichen bewaffneten Feindseligkeiten im Nordosten hätten das Potenzial, die Stabilität in der Region zu untergraben.

Syrische Regierungstruppen

Türkei informiert Nato-Partner über Offensive in Nordsyrien

Die Türkei hat bei den Nato-Partnern um Verständnis für die umstrittene Militäroffensive gegen die Kurdenmiliz YPG in Nordsyrien geworben.

In einer Sitzung des Nordatlantikrates informierte das Land am Mittwoch über das Vorgehen und die Ziele der Intervention, wie in Bündniskreisen bestätigt wurde. Teilnehmer waren unter anderem Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg und Botschafter aus den anderen 28 Bündnisstaaten.

Zu Details der rund dreistündigen Sitzung gab es aus Vertraulichkeitsgründen keine offiziellen Angaben.

Oberlandesgericht Düsseldorf

Ausschluss der Öffentlichkeit im Prozess gegen Sarah O.

Hinter einem Aktenordner versteckte die zierliche Sarah O. ihr Gesicht, während Justizbeamte sie in den Gerichtssaal des Oberlandesgerichts führten. Nur die hüftlangen Haare der mutmaßlichen IS-Anhängerin waren zu sehen. Die Bundesanwaltschaft wirft der 21-Jährigen vor, zusammen mit ihrem Ehemann Ismail S. in Syrien zwei jesidische Frauen und ein Mädchen gekauft und als Sklavinnen gehalten zu haben. Weil Sarah O. zur Tatzeit größtenteils selbst noch minderjährig war, wurde beim Prozessauftakt vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf am Mittwoch ...

 Dieses türkische Café wurde bei einer Demonstration von Kurden gegen die türkische Militäroffensive in Syrien beschädigt.

Was die Syrien-Offensive für Deutschland bedeutet

Die Auswirkungen des Kriegs in der Türkei gegen die kurdischen YPG-Truppen in Nordsyrien zeigen sich auch auf deutschen Straßen: Zwischen beiden Volksgruppen heizt sich die Stimmung auf.

Am Montagabend stürmten im nordrhein-westfälischen Herne mehrere Hundert Menschen einen Imbiss und ein türkisches Café. Fünf Menschen wurden verletzt. Bochums Polizeipräsident Jörg Lukat kritisierte am Dienstag die „Gewaltbereitschaft und Aggressivität“ der Demonstranten.

Nach Militärsalut, Hitlergruß und Affenlauten - das muss im Fußball jetzt passieren

Skandale über Skandale: Bulgarische Fans sorgen mit Hitler-Grüßen und rassistischen Äußerungen beim EM-Qualifikationsspiel gegen England für Spielunterbrechungen - türkische Spieler salutieren nach Torerfolgen medienwirksam und bringen so ihre Unterstützung mit den türkischen Streitkräften zum Ausdruck, die in einer Militäroffensive gegen die Kurdenmiliz YPG in Nordsyrien vorgehen.

In der aktuellen Folge des Fußball-Podcasts "Anschwitzen" nehmen sprechen unsere Redakteure dazu Klartext.

Militärischer Konflikt in Nordsyrien

Deutschlands Reaktion auf Erdogans Offensive

Was die Wortwahl angeht, lässt die deutsche Ablehnung der türkischen Syrien-Offensive kaum etwas an Deutlichkeit vermissen. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) verurteilt den Einmarsch „auf das Schärfste“. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) fordert vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan unmissverständlich das Ende der Militäroperation. Weil es schon jetzt viele Tote gibt und Zehntausende auf der Flucht sind. Weil die Region weiter destabilisiert wird.

Militäroffensive der Türkei in Nordsyrien

Bundesregierung fordert Ende des türkischen Militäreinsatzes - Erdogan verspottet Maas

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat Außenminister Heiko Maas nach der Einschränkung deutscher Rüstungsexporte in die Türkei persönlich angegriffen. „Da kommt der deutsche Außenminister — ein Mann, der seine Grenzen nicht kennt - und sagt: Wir werden der Türkei keine Waffen verkaufen. Wir sind am Ende“, spottete Erdogan. Nicht er, sondern Maas, Deutschland, werde verlieren.

„Da kommt der deutsche Außenminister — ein Mann, der seine Grenzen nicht kennt",

sagt Recep Tayyip Erdogan.

Zahl islamistischer Gefährder und Salafisten stagniert

Zahl islamistischer Gefährder sinkt

Die Polizei stuft inzwischen deutlich weniger Islamisten als „Gefährder“ ein als noch vor einem halben Jahr. Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Grünen-Anfrage hervorgeht, hatten die Polizeibehörden am 25. September bundesweit 688 sogenannte Gefährder auf dem Schirm.

Im März hatten sie noch 748 Menschen so eingestuft. Als Gefährder bezeichnet man im Bereich der politisch motivierten Kriminalität Menschen, denen man schwere Gewalttaten bis hin zu Terroranschlägen zutraut.

Erdogan

Erdogan schließt Waffenruhe in Syrien aus und verhöhnt Maas

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan schließt trotz massiven Drucks aus den USA und Europa eine Waffenruhe in Nordsyrien aus. Zugleich machte sich der Staatschef über den teilweisen Stopp der deutschen Rüstungsexporte lustig und griff Außenminister Heiko Maas (SPD) persönlich an.

Unmittelbar vor dem Besuch von US-Vizepräsident Mike Pence in Ankara erklärte Erdogan, man werde nicht mit den Gegnern von der Kurdenmiliz YPG verhandeln.