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Hotel der Schlaflosen

Neue Erzählungen von Ralf Rothmann

Ein seltsames, schwer zu fassendes Unheil nistet in den neuen Erzählungen von Ralf Rothmann, die scheinbar mühelos eine Vielfalt von Stimmen und Figuren zum Sprechen bringen.

Im Band „Hotel der Schlaflosen“ begegnen wir Akademikern und Künstlern, aber auch, wie so oft bei diesem Autor, Bauarbeitern, Kindern oder Bergleuten aus einer längst vergangenen Zeit. Fast immer zieht sich ein unsichtbarer Riss durch diese Existenzen, und die Angst scheint manchmal übermächtig zu werden.

 Sie kümmern sich um die digitale Ausleihe (von links): Cosima Kehle und Andrea Zwießler von der Stadtbücherei Tetttnang, Judith

Scrollen statt schlendern bei der „Onleihe“

Wer in den Bibliotheken von Kressbronn, Meckenbeu-ren oder Tettnang ausleiht, kennt es: Man schlendert die Regale entlang und lässt sich oftmals davon inspirieren, was ausgestellt wird. Oder man holt sich Tipps und Empfehlungen im Gespräch mit dem Bibliothekspersonal. Dies ist beim digitalen Ausleihen anders. Der Blick auf das Angebot der „Onleihe“ muss durch das Fenster eines Bildschirms und Scrollen der Bildschirmfläche erfolgen.

Seit Sommer dieses Jahres bietet die neue Plattform des Verbundes viele Felder, mit denen man gezielt ...

Paul Celan

Paul Celan: Rätsel um Leben und Werk

„Schwarze Milch der Frühe wir trinken sie abends/ wir trinken sie mittags und morgens wir trinken sie nachts/ wir trinken und trinken“. Es sind die ersten Worte, mit denen Paul Celan das Gedicht „Todesfuge“ beginnt, das seinen Ruhm als Lyriker nach 1945 begründet.

Der jüdische Autor hat mit seiner eindringlichen und einzigartigen Bildsprache ein Werk geschaffen, dessen Bedeutung noch heute, 50 Jahre nach seinem Tod und 100 Jahre nach seinem Geburtstag diesen Montag (23.

Buchmesse Frankfurt

Buchumsatz erholt sich von der Corona-Delle

Das Buch ist kein Corona-Gewinner. Man könnte meinen, Lesen sei die Freizeitbeschäftigung der Wahl in einem Jahr, in dem Kultur vor Ort kaum stattfindet, aber die Umsatzzahlen waren schlecht und werden nur langsam besser.

Um so wichtiger ist es, für das Buch zu trommeln. Aber das größte Trommel-Event des Jahres, die traditionsreiche Frankfurter Buchmesse (14. bis 18. Oktober), ist selbst ein Corona-Opfer.

Das Herzstück der internationalen Bücherschau wurde abgesagt: Keine Messestände, kein Gedränge in den Hallen, keine ...

Shortlist Deutscher Buchpreis 2020

Blitzstart: Deniz Ohdes Romandebüt „Streulicht“

Die gebürtige Frankfurterin Deniz Ohde hat es gleich mit ihrem ersten Roman auf die Shortlist für den Deutschen Buchpreis geschafft. „Streulicht“ heißt das viel beachtete Debüt, das am 12. Oktober vielleicht als bestes deutschsprachiges Buch des Jahres ausgezeichnet wird.

An diesem Sonntag (27. September) ist sie mit den anderen fünf Finalisten im Literaturhaus ihrer Heimatstadt zu Gast.

„Deniz Ohde schreibt mit bestechender Klarheit über einen Teil der Gesellschaft, der sonst viel zu selten zu Wort kommt“, lobte die Jury ...

Rainald Goetz

Uraufführung von Rainald Goetz' „Reich des Todes“ in Hamburg

Die Welt ist ein kalter, dunkler Ort im „Reich des Todes“ von Büchner-Preisträger Rainald Goetz, das Intendantin und Regisseurin Karin Beier jetzt am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg zur Uraufführung gebracht hat.

Schauspieler Sebastian Blomberg diktiert als Vizepräsident Selch seinem kriecherisch bemühten Privatsekretär Pinsk (Maximilian Scheidt) im Bademantel schwülstige Sätze ohne Zusammenhang in den Block. Dann geschieht etwas Gewaltiges.

«Die Topeka Schule»

„Die Topeka Schule“ begeistert auch Obama

Amber erzählt ihrem Adam von abrupt beendeten Mahlzeiten mit dem Stiefvater und „wie scheißjämmerlich dieser Typ ist“: „Er merkt immer noch nicht, dass das Publikum nach Hause gegangen ist, während er einfach immer weiterlabert.“

Der Zuhörer, 17 Jahre alt und wortgewandter Sieger bei Debattierwettbewerben, zürnt der Freundin, weil sie mitten in einer Bootspartie plötzlich laut- und spurlos verschwunden ist. „Adam sollte zwanzig Jahre brauchen, um die Analogie zwischen diesen beiden heimlichen Fluchten, der aus dem Esszimmer und der ...

Lidia Jorge

Bedeutender FIL-Literaturpreis geht an Lídia Jorge

Die portugiesische Schriftstellerin Lídia Jorge erhält in diesem Jahr den FIL-Preis für Literatur in romanischer Sprache. Die mit 150.000 US-Dollar (etwa 127 000 Euro) dotierte Auszeichnung gilt als einer der wichtigsten Literaturpreise Lateinamerikas.

Jorges Karriere zeichne sich durch „die Originalität und Subtilität ihres Stils, die Unabhängigkeit in der Bewertung und eine immense Menschlichkeit“ aus, teilte die Jury der internationalen Buchmesse der mexikanischen Stadt Guadalajara (FIL) am Freitag mit.

Lidia Jorge

Bedeutender FIL-Literaturpreis geht an Lídia Jorge

Die portugiesische Schriftstellerin Lídia Jorge erhält in diesem Jahr den FIL-Preis für Literatur in romanischer Sprache. Die mit 150.000 US-Dollar (etwa 127 000 Euro) dotierte Auszeichnung gilt als einer der wichtigsten Literaturpreise Lateinamerikas.

Jorges Karriere zeichne sich durch „die Originalität und Subtilität ihres Stils, die Unabhängigkeit in der Bewertung und eine immense Menschlichkeit“ aus, teilte die Jury der internationalen Buchmesse der mexikanischen Stadt Guadalajara (FIL) am Freitag mit.

Marieke Lucas Rijneveld

Booker-Literaturpreis geht an Niederländerin Rijneveld

Der britische International-Booker-Literaturpreis geht an die Niederländerin Marieke Lucas Rijneveld für ihren Roman „The Discomfort of Evening“. Sie ist mit 29 Jahren die jüngste Autorin, die jemals die hohe Auszeichnung bekommen hat.

„Ich bin so stolz wie eine Kuh mit sieben Eutern“, sagte Rijneveld am Mittwoch in einer ersten Reaktion per Videobotschaft. Sie teilt sich den mit 50.000 Pfund (knapp 56.000 Euro) dotierten Preis mit Michele Hutchison, die das Werk ins Englische übersetzt hat.