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Shortlist Deutscher Buchpreis 2020

Blitzstart: Deniz Ohdes Romandebüt „Streulicht“

Die gebürtige Frankfurterin Deniz Ohde hat es gleich mit ihrem ersten Roman auf die Shortlist für den Deutschen Buchpreis geschafft. „Streulicht“ heißt das viel beachtete Debüt, das am 12. Oktober vielleicht als bestes deutschsprachiges Buch des Jahres ausgezeichnet wird.

An diesem Sonntag (27. September) ist sie mit den anderen fünf Finalisten im Literaturhaus ihrer Heimatstadt zu Gast.

„Deniz Ohde schreibt mit bestechender Klarheit über einen Teil der Gesellschaft, der sonst viel zu selten zu Wort kommt“, lobte die Jury ...

Rainald Goetz

Uraufführung von Rainald Goetz' „Reich des Todes“ in Hamburg

Die Welt ist ein kalter, dunkler Ort im „Reich des Todes“ von Büchner-Preisträger Rainald Goetz, das Intendantin und Regisseurin Karin Beier jetzt am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg zur Uraufführung gebracht hat.

Schauspieler Sebastian Blomberg diktiert als Vizepräsident Selch seinem kriecherisch bemühten Privatsekretär Pinsk (Maximilian Scheidt) im Bademantel schwülstige Sätze ohne Zusammenhang in den Block. Dann geschieht etwas Gewaltiges.

«Die Topeka Schule»

„Die Topeka Schule“ begeistert auch Obama

Amber erzählt ihrem Adam von abrupt beendeten Mahlzeiten mit dem Stiefvater und „wie scheißjämmerlich dieser Typ ist“: „Er merkt immer noch nicht, dass das Publikum nach Hause gegangen ist, während er einfach immer weiterlabert.“

Der Zuhörer, 17 Jahre alt und wortgewandter Sieger bei Debattierwettbewerben, zürnt der Freundin, weil sie mitten in einer Bootspartie plötzlich laut- und spurlos verschwunden ist. „Adam sollte zwanzig Jahre brauchen, um die Analogie zwischen diesen beiden heimlichen Fluchten, der aus dem Esszimmer und der ...

Lidia Jorge

Bedeutender FIL-Literaturpreis geht an Lídia Jorge

Die portugiesische Schriftstellerin Lídia Jorge erhält in diesem Jahr den FIL-Preis für Literatur in romanischer Sprache. Die mit 150.000 US-Dollar (etwa 127 000 Euro) dotierte Auszeichnung gilt als einer der wichtigsten Literaturpreise Lateinamerikas.

Jorges Karriere zeichne sich durch „die Originalität und Subtilität ihres Stils, die Unabhängigkeit in der Bewertung und eine immense Menschlichkeit“ aus, teilte die Jury der internationalen Buchmesse der mexikanischen Stadt Guadalajara (FIL) am Freitag mit.

Lidia Jorge

Bedeutender FIL-Literaturpreis geht an Lídia Jorge

Die portugiesische Schriftstellerin Lídia Jorge erhält in diesem Jahr den FIL-Preis für Literatur in romanischer Sprache. Die mit 150.000 US-Dollar (etwa 127 000 Euro) dotierte Auszeichnung gilt als einer der wichtigsten Literaturpreise Lateinamerikas.

Jorges Karriere zeichne sich durch „die Originalität und Subtilität ihres Stils, die Unabhängigkeit in der Bewertung und eine immense Menschlichkeit“ aus, teilte die Jury der internationalen Buchmesse der mexikanischen Stadt Guadalajara (FIL) am Freitag mit.

Marieke Lucas Rijneveld

Booker-Literaturpreis geht an Niederländerin Rijneveld

Der britische International-Booker-Literaturpreis geht an die Niederländerin Marieke Lucas Rijneveld für ihren Roman „The Discomfort of Evening“. Sie ist mit 29 Jahren die jüngste Autorin, die jemals die hohe Auszeichnung bekommen hat.

„Ich bin so stolz wie eine Kuh mit sieben Eutern“, sagte Rijneveld am Mittwoch in einer ersten Reaktion per Videobotschaft. Sie teilt sich den mit 50.000 Pfund (knapp 56.000 Euro) dotierten Preis mit Michele Hutchison, die das Werk ins Englische übersetzt hat.

Siegfried Unseld

Suhrkamp-Kultur: Siegfried Unselds „Reiseberichte“

Der Suhrkamp-Verleger Siegfried Unseld ist nach den heftigen Attacken seines „Star-Autors“ Max Frisch wie am Boden zerstört und zweifelt an Gott und der (Verlags-) Welt.

Das „stellte alles in den Schatten“, und: „Auch ich habe ein Recht, nicht gedemütigt werden zu wollen.“ Aber auch mit einem anderen Hausautor wie Thomas Bernhard läuft es nicht immer gut: „Ich weiß nicht, ob ich noch einmal die Nerven habe, ein solches Gespräch durchzustehen.

Aufbau Verlag

Der Aufbau Verlag wird 75 Jahre alt

Zwei Vorzeigekommunisten, zwei Experten mit Fachkenntnis: im vom Krieg zerstörten Berlin treffen sich im August 1945 vier Herren, um einen 20 000 Reichsmark umfassenden Deal aufzusetzen. Ziel ist laut Gesellschaftsvertrag „der Betrieb eines Buch- und Zeitschriftenverlags“. Wenige Tage später kommt von der für die sowjetische Besatzungszone zuständigen Militäradministration die notwendige Arbeitsverfügung. Der Name des Unterfangens ist Programm: Aufbau Verlag.

Klaus Wagenbach

Promi-Geburtstag vom 11. Juli: Klaus Wagenbach

Herzklausel schlägt Konsenslektorat. Wer auch gegen das Votum anderer Lektoren ein Buch veröffentlichen will, kann im Verlag Klaus Wagenbach diese Trumpfkarte ziehen. Solchen Individualismus lässt der als links bezeichnete Verlag zu. Auch Verlagsgründer Wagenbach, nach eigener Einschätzung halb Kommunist, halb Konservativer, muss die Herzklausel mitunter bemühen. Am 11. Juli wird er 90 Jahre alt.

Den eigenen Verlag verdankt er einem Rausschmiss und einer Wiese.

Elke Erb

Elke Erb erhält den Georg-Büchner-Preis

Hohe Auszeichnung für Lyrikerin und Dichterin Elke Erb: Die 82 Jahre alte Schriftstellerin bekommt den Georg-Büchner-Preis 2020. „Ihre Wirkungen sind von ungeheuerer Fortdauer, sie schreibt mit ungeheuerer Intensität weiter“, sagte der Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Ernst Osterkamp, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Darmstadt. Der mit 50 000 Euro dotierte Preis gilt als wichtigste literarische Auszeichnung in Deutschland.