Suchergebnis

 Viel Platz: Die größten Räume im Depot werden vom Museum Ulm genutzt.

Schatzkammer im Industriegebiet

Ein bisschen feierlich ist einem schon zumute, wenn man durch das geöffnete Rolltor eintritt. Von außen sieht man es dem nüchternen Zweckbau nicht an, aber dort, im Industriegebiet an der Blaubeurer Straße, wird künftig das kulturelle Erbe Ulms verwahrt.

Deswegen ist es schon etwas Besonderes, einfach so in die Hallen marschieren zu können bei diesem Medientermin, bei dem sogar noch Blumensträuße verteilt und Sektgläser geleert werden. Zum 1.

 Die Käfer, die sie rief: Sabine Wieluch zwischen den von ihrem Bot „Bugs & Beetles“ generierten Insekten.

Wenn die Software zur Schöpferin wird

Das Museum Ulm braucht keinen Kammerjäger: Die Käfer, die in der neuen Ausstellung ausschwärmen, gibt es nur digital, auf Bildschirmen und als Projektion. Dafür in millionenfacher Ausführung: Die Form der Fühler und Beinchen, die Farbe der Flügel, alles kann man selbst bestimmen – oder einfach die Software entscheiden lassen, wie das Insekt aussieht. „Generative Art“ nennt man diese junge Form der Kunst, bei der der Künstler nicht mehr das Endprodukt erschafft, sondern nur die Regeln beziehungsweise den Code festlegt.

 Siegfried Weishaupt vor Robert Longos „Castles Made of Sand“ von 1999. Nun geht es um die Frage: Wohin mit Longos „Weißer Rose“

Wohin mit der Rose?

Die beiden Sammler Siegfried und Jutta Weishaupt haben kürzlich der Stadt Ulm das Original der „Weißen Rose“ von Robert Longo geschenkt, damit es dem Ort für immer erhalten bleibt. „Sehr großzügig“ findet das die SPD-Fraktion im Ulmer Gemeinderat – und fordert in einem Antrag, dass dieses Kunstwerk nicht ins Museumsdepot wandern darf, sondern angemessen präsentiert werden sollte.

Gleichzeitig schlagen die Sozialdemokraten vor, dass sich in Zukunft die Leitung des Museums der Kunst im Rathaus annimmt.

 Unter anderem der Löwenmensch kann begutachtet werden.

Kostenlos ins Museum: Ab Dienstag gibt es freien Eintritt in drei Einrichtungen

Gute Nachrichten für Kulturinteressierte: Ab Dienstag, 20. August, bis Sonntag, 25. August, laden das Museum Ulm, das HfG-Archiv sowie die Kunsthalle Weishaupt die Besucher zu einem mittsommerlichen – und eintrittsfreien – Besuch der Sammlungen und Sonderausstellungen ein.

Zu erleben sind unter anderem der Löwenmensch und die Schöne Ulmerin, die meisterhafte Sammlung der Stiftung Kurt Fried mit Werken von Josef Beuys bis Andy Warhol, die Sonderausstellungen „Tod im Tal des Löwenmenschen“ mit Knochengeschichten aus 100.

Ein Schriftzug, der auf die Ausstellung hinweist

Braucht es freien Eintritt in Museen? So machen es Einrichtungen in der Region

Die Sonderausstellung „Sachen gibt’s“ im Museum Ulm ist in vielerlei Hinsicht besonders: Weil überwiegend keine spektakulären Kunstschätze, sondern Funde aus dem Depot gezeigt werden. Oder weil die Besucher selbst mitentscheiden können, was wie ausgestellt wird.

Die größte Besonderheit steht aber in etwas kleineren Buchstaben auf dem Plakat: „Eintritt frei!“ Kostenlos ins Museum? Ein interessantes Angebot, möchte man meinen, doch laut Direktorin Stefanie Dathe macht sich die Aktion bislang wenig bis gar nicht bemerkbar: „Es ist ...

 Die Sammlungsfotografen Sebastian Köpcke und Volker Weinhold haben Teile der Ulmer Depotbestände in ein neues Licht gerückt.

Museum Ulm in Umordnung

Der Mensch ist ein Jäger und Sammler. Letzteres bemerkt wohl jeder in seinem Zuhause: Die allermeisten Menschen horten viele Dinge, obwohl diese längst nicht mehr gebraucht werden. Einmal komplett die Wohnung, Dachboden und Keller sichten, Unnützes aussortieren und neue Ordnung schaffen – das tut gut, zumindest empfehlen das immer wieder zahlreiche selbsternannte Fachleute. Auch Museen kennen dieses Problem. Ihre Depots sind voll von großen und kleinen Schätzen, die auf ihre Wahrnehmung oder Restaurierung warten.

 Museumschefin Stefanie Dathe (Mitte) und HNU-Professor Jens Pätzmann (links von ihr) freuen sich über die guten Ideen der Gewin

So soll das Museum Ulm auch jüngere Menschen locken

Direktorin Stefanie Dathe weiß, dass ihr Museum Ulm viel zu bieten hat. Aber es ist schön, das von anderen bestätigt zu bekommen – erst recht von Menschen, die vergleichsweise selten zu den Besuchern gehören: Studenten.

22 Studierende des Studiengangs „Masters of Advance Management“ der Hochschule Neu-Ulm haben sich im Rahmen des Konzeptionsseminars „Strategic Brand Management“ bei Professor Dr. Jens Pätzmann mit dem Haus auseinandergesetzt.

Die Bänke versperren den Weg für den Lieferverkehr: Das Museum Ulm leidet unter der Verkehrsberuhigung des Marktplatzes.

Museum hinter Barrikaden

Der Fairness halber: Es ist ja nur ein Versuch. Aber die Sperrung des Ulmer Markplatzes für den Verkehr hat Folgen, die man im Rathaus, von dem man eigentlich einen guten Blick auf die Szenerie hat, wohl nicht bedacht hat. Schließlich geht es darum, den Durchgangsverkehr vorerst auszusperren und so die Anwohner zu entlasten. Doch seit dem Beginn des Tests Ende Februar ist das Museum Ulm für Lastwagen praktisch nicht mehr erreichbar – was eher unpraktisch ist, denn so eine Kunstspedition kommt eher selten mit dem Lastenfahrrad.

„Contrast“ heißt das Computerspiel, in dem Schatten eine große Rolle spielen.

Auch Computerspiele können Kunst sein

Verblüffende Querverbindungen zwischen Computerspielen und bildender Kunst sind im Museum Ulm in der Ausstellung „Obumbro“ zu erleben.

Im letzten Raum wird der Kurator ganz ehrfürchtig. „Dieses Spiel gilt als Kunstwerk“, sagt Thomas Hensel. „Es ist ein Spiel, das einem eine eiserne Klammer ums Herz legt.“ Das  Game, von dem Hensel, Professor für Kunst- und Designtheorie, schwärmt, ist „Shadow of the Colossus“, erstmals 2005 erschienen und vor einigen Monaten für die Playstation 4 in einer grafisch atemberaubenden Fassung wieder ...

Mehr als 130 000 Besucher haben „Caveman“ schon in Ulm gesehen. Auch kommende Woche steht Martin Luding wieder im Roxy mit dem S

Kulturmix im Ulmer Roxy

Im Ulmer Roxy ist kommende Woche einiges geboten. Gleich neun Veranstaltungen stehen auf der Agenda. Bereits am heutigen Freitag, 30. November, um 20 Uhr gibt es ein Wiedersehen mit den Showbuddies und ihrem Improtheater.

Am gleichen Abend steht auch die letzte Vorstellung der Performance-Upcycling-Reihe „Leute machen Kleider“ von Moving Rhizomes, Agente Costura und United Plastic Nations im Labor auf dem Programm. Besucher können Teil der Performance werden und Kleidung mitbringen, die künstlerisch umgestaltet wird (20 Uhr, Tickets ...