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Militärischer Konflikt in Nordsyrien

Deutschlands Reaktion auf Erdogans Offensive

Was die Wortwahl angeht, lässt die deutsche Ablehnung der türkischen Syrien-Offensive kaum etwas an Deutlichkeit vermissen. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) verurteilt den Einmarsch „auf das Schärfste“. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) fordert vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan unmissverständlich das Ende der Militäroperation. Weil es schon jetzt viele Tote gibt und Zehntausende auf der Flucht sind. Weil die Region weiter destabilisiert wird.

Militäroffensive der Türkei in Nordsyrien

Bundesregierung fordert Ende des türkischen Militäreinsatzes - Erdogan verspottet Maas

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat Außenminister Heiko Maas nach der Einschränkung deutscher Rüstungsexporte in die Türkei persönlich angegriffen. „Da kommt der deutsche Außenminister — ein Mann, der seine Grenzen nicht kennt - und sagt: Wir werden der Türkei keine Waffen verkaufen. Wir sind am Ende“, spottete Erdogan. Nicht er, sondern Maas, Deutschland, werde verlieren.

„Da kommt der deutsche Außenminister — ein Mann, der seine Grenzen nicht kennt",

sagt Recep Tayyip Erdogan.

Erdogan

Erdogan schließt Waffenruhe in Syrien aus und verhöhnt Maas

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan schließt trotz massiven Drucks aus den USA und Europa eine Waffenruhe in Nordsyrien aus. Zugleich machte sich der Staatschef über den teilweisen Stopp der deutschen Rüstungsexporte lustig und griff Außenminister Heiko Maas (SPD) persönlich an.

Unmittelbar vor dem Besuch von US-Vizepräsident Mike Pence in Ankara erklärte Erdogan, man werde nicht mit den Gegnern von der Kurdenmiliz YPG verhandeln.

UN-Sicherheitsrat will sich mit Syrien-Offensive beschäftigen

Der UN-Sicherheitsrat will sich morgen erneut mit der türkischen Militäroffensive in Nordsyrien beschäftigen. Deutschland habe im Namen der fünf EU-Mitgliedsländer des Rates - neben Deutschland sind das Polen, Belgien, Frankreich und Großbritannien - beantragt, das Thema erneut bei einer Sitzung des Gremiums anzusprechen, hieß es in New York aus Diplomatenkreisen. Zuletzt hatte das Thema am vergangenen Donnerstag auf der Tagesordnung gestanden. Der Rat hatte sich allerdings nicht geschlossen auf eine gemeinsame Mitteilung einigen können.

 Seit vergangener Woche kämpfen türkische Soldaten mit Paramilitärs in Nordsyrien gegen die Kurdenmiliz YPG. Als Reaktion schick

Europa verurteilt Erdogans Offensive

Als „sehr klar“ beschrieb Außenminister Heiko Maas am Montag die Haltung der EU bei einem Treffen der europäischen Ministerkollegen in Luxemburg. „Wir wollen, dass der türkische Militäreinsatz in Nordostsyrien beendet wird – und zwar umgehend.“ In einer gemeinsamen Erklärung benennen die 28 EU-Staaten die Folgen der türkischen Offensive deutlich: Eine neue Flüchtlingswelle und ein mögliches Wiedererstarken des IS, was die Sicherheit Europas ebenso bedrohe wie die der Türkei.

Syrische Truppen an der türkischen Grenze.

Angriff der Türkei: „Deutschland begeht selbst jeden Tag Völkerrechtsverletzung in Syrien“

Die türkische Militäroperation „Friedensquelle“ in Nordsyrien wird scharf kritisiert. Bundeskanzlerin Angela Merkel forderte Erdogan in einem Telefonat dazu auf, die Angriffe umgehend zu beenden. Anderenfalls drohe der erstarkende Einfluss der Terrormiliz „Islamischer Staat“.

Ob die Türkei mit ihrem Angriff in Nordsyrien sogar das Völkerrecht verletzt, darüber hält sich die Bundesregierung mit ihrer Einschätzung bislang jedoch bedeckt.

Deutschland fordert erneut Ende von türkischer Offensive

Bei den Vereinten Nationen hat Deutschland die Türkei erneut aufgefordert, die Militäroffensive in Syrien einzustellen. Deutschland verurteile diese Offensive „auf schärfstmögliche Weise“, sagte der stellvertretende deutsche UN-Botschafter Jürgen Schulz vor einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats in New York. „Wir glauben, dass diese Offensive das Risiko einer weiteren Destabilisierung der gesamten Region und eines Wiedererstarkens des Islamischen Staats mit sich bringt.

Erdogan spricht in Ankara

Offensive in Syrien: Erdogan droht EU mit 3,6 Millionen Flüchtlingen

Als Folge der jüngsten Eskalation im Syrienkonflikt sind den Vereinten Nationen und Aktivisten zufolge Zehntausende Menschen auf der Flucht.

In den ersten 36 Stunden seit Beginn einer türkischen Offensive gegen Kurdenmilizen in Nordsyrien seien mindestens 60.000 Menschen vertrieben worden, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Deren Angaben zu Flüchtlingen beruhen auf Schätzungen, eine unabhängige Bestätigung gab es für diese Zahl nicht.

Nach Bombardierungen türkischer Streitkräfte steigt eine Rauchsäule über der Stadt Akcakale auf.

„Quelle des Friedens“ beginnt mit Luftangriffen

Kampfjets in der Luft, gewaltige Explosionen am Boden: Die Türkei hat ihre angekündigte Intervention im Nordosten Syriens gestartet. Die Luftwaffe bombardierte am Mittwochnachmittag mehrere Stützpunkte der syrischen Kurdenmiliz YPG. Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärte, der Einsatz solle den „Terror-Korridor“ der YPG zerschlagen und gleichzeitig die Voraussetzungen für die Einrichtung einer „Sicherheitszone“ zur Rückführung von Millionen syrischer Flüchtlinge aus der Türkei schaffen.

Sechs UN-Mitgliedsländer verurteilen Nordkoreas Raketentests

Deutschland und fünf weitere UN-Mitglieder haben die erneuten Raketentests Nordkoreas verurteilt. „Wir erneuern unsere Verurteilung dieser provokativen Handlungen: Sie untergraben die regionale Sicherheit und Stabilität und verletzten deutlich Resolutionen des Sicherheitsrats“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Deutschland, Belgien, Frankreich, Polen, Großbritannien und Estland. Zuvor hatte der UN-Sicherheitsrat auf Bitten von Deutschland, Frankreich und Großbritannien über das Thema diskutiert.