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 Oppositionsführer Alexej Nawalny feierte die verluste für die Kreml-Partei Einiges Russland als Erfolg – er durfte selbst nicht

Dämpfer für Kreml-Partei in Moskau

Bei den Regionalwahlen in Moskau hat die Regierungspartei „Einiges Russland“ herbe Verluste erlitten, ist aber trotz der Demonstrationen im Vorfeld stärkste Kraft geblieben. Die Kreml-treuen Kandidaten, die teils als Unabhängige angetreten waren, kommen nur noch auf 25 der 45 Sitze im Kommunalparlament – vorher hatten sie 38. Die übrigen 20 Mandate gingen an Vertreter anderer Parteien. Vor allem die Kommunisten legten kräftig zu.

Viele Kandidaten der außerparlamentarischen Opposition waren zur Wahl nicht zugelassen worden.

Wladimir Putin

Wladimir Putins schwerste politische Krise

Solche Menschenmassen bei einer Protestaktion hat das russische Machtzentrum Moskau seit Jahren nicht gesehen.

Auf dem nach dem Physiker und Menschenrechtler benannten Sacharow-Prospekt ging es am Samstag einmal mehr um freie Wahlen, aber auch um die jüngste Gewalt der Polizei gegen friedliche Bürger. „Dopuskaj“ - auf Deutsch: Zulassen! - lautet die Losung der Opposition. Sie will erreichen, dass ihre Kandidaten zur Wahl des Moskauer Stadtrats am 8.

Proteste

Demonstranten fordern die Macht heraus

Auf Moskaus Prachtstraße, die direkt zum Kreml führt, stehen sich zwei Gruppen wie an einer Front gegenüber. Tausende Demonstranten mit Bannern auf der einen Seite, Polizisten mit Schlagstöcken auf der anderen.

Der Zorn der Protestierenden richtet sich gegen die Stadtbehörden: den kremltreuen Bürgermeister Sergej Sobjanin, die Wahlkommission und auch gegen die Einsatzkräfte. „Ihr seid eine Schande für Russland“, skandieren sie gegenüber dem Rathaus mitten auf der Twerskaja-Straße.

Festgenommen

Demonstranten fordern die Macht heraus

Auf Moskaus Prachtstraße, die direkt zum Kreml führt, stehen sich zwei Gruppen wie an einer Front gegenüber. Tausende Demonstranten mit Bannern auf der einen Seite, Polizisten mit Schlagstöcken auf der anderen.

Der Zorn der Protestierenden richtet sich gegen die Stadtbehörden: den kremltreuen Bürgermeister Sergej Sobjanin, die Wahlkommission und auch gegen die Einsatzkräfte. „Ihr seid eine Schande für Russland“, skandieren sie gegenüber dem Rathaus mitten auf der Twerskaja Straße.

Zehntausende kommen zur Mai-Parade in Moskau

Zum Tag der Arbeit sind bei einer traditionellen Parade der russischen Gewerkschaften Zehntausende Menschen über den Roten Platz in Moskau gezogen. Angeführt wurde der Zug von Bürgermeister Sergej Sobjanin. Polizei und Gewerkschaft sprachen nach Ende der Veranstaltung von mehr als 100 000 Teilnehmern. Es gab auch dutzende Festnahmen. Organisierte Demonstrationen mit Tausenden Teilnehmern wurden auch aus der Ostukraine gemeldet. Russland unterstützt dort seit 2014 die Separatisten in Luhansk und Donezk.

Prognosen: Moskauer Bürgermeister Sobjanin wiedergewählt

Überschattet von Protesten hat der kremltreue Amtsinhaber Sergej Sobjanin die Bürgermeisterwahl in Moskau ersten Prognosen zufolge gewonnen. Er bekam 74 Prozent der Stimmen, wie russische Agenturen am späten Abend nach Schließung der Wahllokale meldeten. Somit hätte er rund 25 Prozent mehr Stimmen als bei der Wahl vor fünf Jahren erhalten. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte Sobjanin im Wahlkampf den Rücken gestärkt. Außerdem gab es für den Politiker aus Sibirien keine wirklichen Gegenkandidaten.

Demonstration in Moskau

Festnahmen und Frust begleiten Regionalwahlen in Russland

Der Kreml hat bei den von landesweiten Protesten überschatteten Regionalwahlen nach Angaben der Wahlkommission fast überall seine Spitzenposition gehalten.

In fast allen Regionen haben nach vorläufigem Ergebnis die Kremlpartei Geeintes Russland und ihre Kandidaten gewonnen, teilte die Wahlleitung mit. Auch der vom Kreml unterstützte Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin holte als offiziell unabhängiger Kandidat sein persönliches Rekordergebnis von mehr als 70 Prozent der Stimmen.

Bürgermeisterwahl in Moskau begonnen - Proteste erwartet

Begleitet von Protesten gegen eine umstrittene Rentenreform hat die Bürgermeisterwahl in Russlands Hauptstadt begonnen. Rund 7,2 Millionen Moskauer können über den wichtigsten Posten in der Metropole entscheiden. Die Wiederwahl des kremltreuen Amtsinhabers Sergej Sobjanin gilt aber als sicher; seine vier Konkurrenten haben keine realistischen Aussichten auf Erfolg. Meinungsforscher gehen von einer geringen Wahlbeteiligung aus. Viele Bürger wollen aus Protest gegen die Rentenreform zu Hause bleiben.

Bürgermeisterwahl in Moskau

In Moskau sind heute mehr als sieben Millionen Russen zur Bürgermeisterwahl aufgerufen. Zwar können die Menschen sich zwischen fünf Kandidaten entscheiden - die Wiederwahl des kremltreuen Amtsinhabers Sergej Sobjanin gilt aber als sicher. In zahlreichen Regionen in Russland werden heute außerdem die Gouverneure bestimmt, in einigen auch die örtlichen Parlamente. Experten rechnen mit einer geringen Wahlbeteiligung, vor allem in Moskau. Die Wahllokale dort schließen um 21.

 Weltstadt Moskau: abendlicher Blick über das Luschniki-Stadion am Ufer der Moskwa, im Hintergrund die hell erleuchtete Lomonoss

Russland ist bereit für die Fußball-Weltmeisterschaft

Die Idee kam Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin erst in letzter Minute: Arbeitgebern in der Hauptstadt empfahl er, den Mitarbeitern am Eröffnungstag der Fußball-Weltmeisterschaft freizugeben. Die vorangegangenen Tage waren schon arbeitsfrei, wegen des „Russlandtags“. Der 12. Juni ist ein seltsames Datum; es erinnert an Russlands deklarierte Souveränität nach dem Ende der Sowjetunion.

Im September möchte Stadtvater Sobjanin wieder gewählt werden, aber das war nicht der einzige Grund, den Wählern eine unerwartete Freude zu ...