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Im Interview spricht Landrat Heiko Schmid auch über die Personalausstattung des Veterinäramts.

Schwere Vorwürfe gegen den Schlachthof: Landrat Schmid will „schnell handeln“

Der Landkreis Biberach hat es Ende des Jahres deutschlandweit in die Schlagzeilen geschafft. Geht es um den Tierschutz und die Vorwürfe gegen den Schlachthof Biberach, gibt es definitiv Nachhol- und Aufklärungsbedarf, auch bei der Landkreisverwaltung und dem zuständigen Veterinäramt. Wie Landrat Heiko Schmid zum Thema steht und wie er davon erfahren hat, Tanja Bosch hat nachgefragt.

Herr Schmid, was sagen Sie zu den Vorwürfen, wenn es um das Thema Schlachthof Biberach und den Tierschutz geht?

Sehen beim Waldlauf bereits das Licht am Ende der Corona-Düsternis: Johannes Riedel (l.) und Christopher Maier.

Satirischer Jahresrückblick für Biberach: Von bunten, schrägen und verqueren Vögeln

Auch wenn ihr Kabarett „Die Kehrwöchner“ im Ruhestand ist, blicken Christopher Maier und Johannes Riedel kritisch-schmunzelnd auf dieses so verrückte Jahr 2020 zurück. Es ist bereits ihr zehnter kabarettistischer Jahresrückblick.

Xsontheit!“ Damit ist eigentlich das Wesentliche gesagt. Somit ersparen wir uns das dominierende Thema des Jahres 2020 weitestgehend und schauen lediglich auf ein paar Begleitumstände.

Zunächst möchten wir aktuell nochmals die Kehrwoche bemühen.

Landrat Heiko Schmid freute sich im November über das Mobilitätskonzept. Jetzt bekam er einen kleinen Dämpfer, weil eine dafür n

Interview mit Landrat Schmid: „Es hat uns nie an nötigen Finanzmitteln gefehlt“

Aktuell geht es dem Landkreis Biberach trotz Corona-Krise gut. Er ist weiterhin schuldenfrei und kann auch 2021 viel investieren. Doch es gab auch Themen, die das Jahr neben der Corona-Pandemie überschattet haben. So konnte das Mobilitätskonzept noch nicht wie gewünscht auf den Weg gebracht werden. Eine wichtige Stelle hierfür wurde vom Kreistag nicht genehmigt. Wie Landrat Heiko Schmid damit umgeht und was er sich für das kommende Jahr wünscht, Tanja Bosch hat nachgefragt.

Verschiedene Geschichten aus dem Jahr 2020

Ein fast coronafreier Jahresrückblick - das hat die Region besonders bewegt

Die Coronakrise hat auch im Landkreis Biberach die Nachrichtenlage in diesem Jahr bestimmt. Doch auch Abseits der Pandemie hat es viele Themen auf Schwäbische.de gegeben, die die Leserinnen und Leser besonders bewegt haben.

Hier haben wir eine Auswahl, sortiert nach Monaten, zusammengestellt. Die Liste ist nicht als Rangfolge zu verstehen.  

Januar: Eltern besorgt – Sechs Erzieherinnen kündigen im Kindergarten

Innerhalb weniger Monate kündigten im Attenweiler Kindergarten sechs Erzieherinnen.

Hauk will nach Schlachthof-Skandalen weitere Bundesländer einbinden

Nach mehreren Schlachthof-Skandalen und scharfer Kritik an den Missständen in den Betrieben will Agrarminister Peter Hauk andere Bundesländer einbinden, um die Abläufe und Kontrollen bundesweit zu vereinheitlichen. Geplant sei unter anderem eine Bundesratsinitiative für eine Art verpflichtenden Schlachthof-TÜV, mit dem Betäubungsgeräte zertifiziert werden sollen. Außerdem fordert der CDU-Politiker ein neues Fleischgesetz, damit die Branche einen Mindestpreis für Fleisch vereinbaren kann.

Seit Ende November ist der Schlachthof in Biberach geschlossen. Noch ist unklar, wann dort wieder geschlachtet werden kann.

Was die Schlachthofschließung in Biberach für Landwirte bedeutet

Jetzt soll es schnell gehen. Wenige Wochen nach der Schließung des Biberacher Schlachthofs fordert der Bauernverband, diesen baldmöglichst wieder zu öffnen. Zwar sei die juristische Aufarbeitung und die Klärung der Verantwortung wichtig, sie dürfe sich aber nicht über Monate ziehen, sagt Gerhard Glaser, Vizepräsident im Landesbauernverband und Kreisvorsitzender des Bauernverbands Biberach-Sigmaringen. „Wir fordern, dass der Blick jetzt in die Zukunft gerichtet und der Schlachthof neu aufgestellt wird.

Das Regierungspräsidium beschäftigt sich weiter mit dem Biberacher Schlachthof.

Nach Schlachthof-Skandal: Streit um Aufstockung des Veterinäramts

Bei der Verabschiedung des Kreishaushalts 2021 am Mittwoch in der Gemeindehalle Ummendorf, sind die Fraktionen in ihren Redebeiträgen nochmals auf das Thema Schlachthof und die abgelehnte Stelle im Veterinäramt eingegangen. Auch das Regierungspräsidium (RP) Tübingen hat sich am Donnerstag zum Schlachthof geäußert.

Schade, dass wir dann ein halbes Jahr verschlafen haben.

Kreisrat Elmar Braun

Kreisrat Elmar Braun (Grüne) stellte klar, dass im Gremium grundsätzlich Einigkeit herrsche, wenn es um den ...

So wie auf dem Archivfoto wird in dem Geflügelschlachtbetrieb in Ertingen schon immer auf hygienische Standards geachtet. Trotzd

Flüchtlingsheim und Schlachthof im Mittelpunkt des Infektionsgeschehens

Innerhalb von zwei Tagen ist die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten in Ertingen deutlich nach oben geschnellt. Aktuell (Stand 10. Dezember, 12 Uhr) verzeichnet die Gemeinde 27 infizierte Menschen. Im Mittelpunkt des Infektionsgeschehens steht eine Flüchtlingsunterkunft und ein Geflügelschlachthof. Einige Flüchtlinge wohnen nicht nur in den Unterkünften, sie arbeiten auch in dem Schlachtbetrieb.

Ansteckung in Wohngemeinschaften Die Ansteckungen in Ertingen kämen nicht von irgendwelchen Partys, sagt Simon Gotterbarm, Leiter des ...

 Gerd Mägerle

Es muss sich einiges ändern

Ein Schlachthof, dem per Video wiederholte Verstöße gegen den Tierschutz vorgeworfen werden, eine Kontrollbehörde im Landratsamt, deren Mitarbeiter offenbar kurz vor dem Burn-out stehen, und ein Agrarminister, der reflexartig mehr Kontrollen fordert und den Fall Biberach als „eher menschliches Versagen“ abtut, für das der Schlachthofbetreiber die Verantwortung trage: Betrachtet man die Nachrichten der vergangenen Tage, muss man als Außenstehender zu dem Schluss kommen, dass in diesem gesamten System bereits seit geraumer Zeit offenbar einiges ...

 Seit die Videos der „Soko Tierschutz“ (l.) an die Öffentlichkeit gelangt sind, ist der Schlachthof Biberach (r) geschlossen.

Schlachthof wehrt sich gegen falsche Vorwürfe

Seit mehr als einer Woche ist der Schlachthof Biberach inzwischen geschlossen. Öffnen soll er erst wieder, wenn die Vorwürfe wegen des Verstoßes gegen den Tierschutz aufgeklärt sind, teilten das Ministerium für Ländlichen Raum und das Landratsamt Biberach am Mittwoch vor einer Woche mit. Seither läuft die Überprüfung der Videoaufnahmen des Vereins „Soko Tierschutz“ – sowohl bei den Behörden als auch beim Betreiber des Schlachthofs. Der sieht sich, zumindest in Teilen, zu Unrecht am Pranger.