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Trotz Corona-Krise, die den Haushalt des Landkreises belastet, soll das geplante Bettenhaus E sowie der Bau eines fünften OP-Saa

Kreis hält an Klinik-Investitionen fest

Am Klinikum Tuttlingen rollen bald die Bagger. Die früheren Chefarzt-Villen im Schlößleweg werden in den kommenden Wochen abgerissen. Dort entsteht ein Mitarbeiterparkplatz. Damit ist eine Neugestaltung der Zufahrt ans Krankenhaus vom Tisch. An anderen Investitionen will der Landkreis aber festhalten.

Es sind die Hausnummern 16 und 18 im Schößleweg – zwei Gebäude, die sich unterhalb der Klinik und oberhalb des ehemaligen Reitstall-Geländes befinden.

Dr. Sebastian Freytag

Das Ziel: „Größter Benefit für die Bürger“

Am Wochenende schaut sich der neue Geschäftsführer des Klinikums Landkreis Tuttlingen, Dr. Sebastian Freytag, erstmals in der Region um. Und der 58-Jährige möchte gerne länger bleiben. Im Gespräch mit Redakteur Matthias Jansen erklärt er, warum er sich von seinem Vorstandsamt an der Universitätsmedizin Göttingen verabschiedet hat und wie er die medizinische Versorgung verbessern will.

Guten Tag, Herr Freytag. Im August treten Sie die Nachfolge von Sascha Sartor als neuer Geschäftsführer des Klinikums Landkreis Tuttlingen an.

 Stop-Schild an einer Glastür

Herzinfarkt und Schlaganfall: Aus Angst vor Corona scheuen manche Notfallpatienten das Krankenhaus

Seit Montag kehrt das Klinikum des Landkreises Tuttlingen schrittweise zum Regelbetrieb zurück: Zuletzt waren für dringende Operationen nur zwei Operationssäle geöffnet, nun steht wieder ein dritter OP-Saal zur Verfügung – und damit Kapazitäten für planbare Operationen.

Die Klinikleitung weist auf die strengen Hygieneregelungen hin, die im ganzen Haus zum Einsatz kommen. Denn in den vergangenen Tagen sind vermehrt Anfragen von besorgten Bürgern aufgelaufen, die Angst haben, das Krankenhaus zu betreten.

Im Tuttlinger Seniorenzentrum Bürgerheim wurde ein Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet.

Erster Corona-Patient Tuttlinger Bürgerheim

Das Coronavirus hat im Landkreis Tuttlingen ein fünftes Todesopfer gefordert. Insgesamt ist die Zahl der Corona-Infizierten im Landkreis Tuttlingen aber von Dienstag auf Mittwoch nur gering, um vier weitere Patienten auf 322, gestiegen. Auch im Altenzentrum Bürgerheim gibt es nun einen ersten Fall: Ein Bewohner hat sich mit dem Virus angesteckt.

„Trotz strikter Kontrollmaßnahmen und Hygienevorschriften hat sich ein Bewohner im Bürgerheim mit dem Coronavirus angesteckt“, sagt Harald Blocher, Leiter des Referats Kommunikation der ...

 Die Rote Dose für den Haushalt.

Klinik-Geschäftsführer bittet um Mithilfe

Die Rote Dose: Dafür spricht sich Sascha Sartor, Geschäftsführer des Klinikums Landkreis Tuttlingen, aus. „Im Fall der Fälle würde es uns die Arbeit mit Patienten, die über den Rettungsdienst zu uns kommen, erheblich erleichtern“, erklärt er. Denn die Rote Dose beinhaltet im besten Fall alle wichtigen Eckdaten über den Menschen, den es zu behandeln gilt.

Mehr als 30 Corona-Erkrankte gibt es bislang im Landkreis Tuttlingen. „Ich will keine Panik schüren“, betont der Geschäftsführer.

 Die Schlangen vor dem Eingang sind verschwunden. Nicht-akute Operationen werden verschoben.

Zwei Corona-Patienten verlassen Klinik

Drei Corona-Patienten haben sich diese Woche im Kreisklinikum Tuttlingen befunden. Zwei davon wurden laut Klinikum-Geschäftsführer Sascha Sartor am Donnerstag nach Hause entlassen. Um für steigende Corona-Zahlen gerüstet zu sein, „haben wir in weiten Teilen unser Geschäft zurückgeführt“, sagt Sartor. Bis zum Wochenende sollen geplante Operationen nahezu eingestellt werden.

Momentan liegt die Belegungsquote des Kreisklinikums Tuttlingen, einer Einrichtung mit rund 300 Betten, bei rund 58 Prozent.

Zwei Köche mit einer Platte voller Gemüse

4,50 Euro pro Tag und Patient

Kliniken geben immer weniger Geld für Verpflegung aus. Das zeigt eine Studie des Deutschen Krankenhausinstituts. 2018 waren es demnach 3,84 Euro pro Tag und Patient. Im Jahr 2005 waren es dagegen noch etwa 60 Cent mehr – nämlich 4,45 Euro. Redakteurin Ingeborg Wagner wollte von Sascha Sartor, Geschäftsführer des Klinikums Landkreis Tuttlingen, wissen, wie sich die Situation im Tuttlinger Krankenhaus darstellt.

Herr Sartor – wie viel Geld wird im Kreisklinikum Tuttlingen pro Tag und pro Patient ausgegeben?

Mann mit Brille lacht in die Kamera

Tuttlingens Klinikchef Sartor will gehen

Die Nachricht kam wie ein Paukenschlag: Am späten Mittwochnachmittag informierte der Geschäftsführer der Klinik gGmbH, Sascha Sartor, die Mitarbeiter in einer E-Mail darüber, dass er Landrat Stefan Bär um Auflösung seines Dienstverhältnisses zum 30. Juni 2020 gebeten habe. Es seien private und familiäre Gründe, die ihn zu diesem Schritt geführt hätten.

Der Aufsichtsrat, dessen Vorsitzender Bär ist, werde sich am kommenden Montag in einer Sondersitzung mit der vorzeitigen Vertragsauflösung befassen und auch damit, wie es weiter gehen ...

Seit Jahresbeginn hat sich der Engpass für bestimmte Medikamente verschärft.

Apotheken haften nicht bei Engpässen

Der seit dem Jahreswechsel grassierende Engpass für bestimmte Medikamente beschäftigt viele Patienten. Was passiert, wenn ich dringend benötigte Medikamente in der Apotheke nicht bekomme? Wer haftet im schlimmsten Fall für gesundheitliche Folgen durch den Engpass an Medikamenten? Die Apotheken nicht, erklärt die Landesapothekerkammer. Die AOK Baden-Württemberg nimmt die Pharmakonzerne in die Pflicht.

Hunderte gängige Arzneimittel sind seit Monaten nicht lieferbar (wir haben berichtet).

 Der neue Chefarzt Dr. Jürgen Schmidt mit seinem Kollegen Kr. Kotzerke.

Notaufnahme schließt am 15. Dezember

Kein Weihnachtsgeschenk für die Menschen des nördlichen Landkreises: Mit dem Ende der Frühschicht am Sonntag, 15. Dezember, also in einer Woche, wird die Notaufnahme im Krankenhaus Spaichingen für immer geschlossen. Das ist eine der Konsequenzen aus dem Beschluss des Kreistages von Ende Oktober. Die erste, nämlich die Schließung und Verlagerung der Altersmedizin, wurde bereits schnell nach der Sitzung den Mitarbeitern in Spaichingen mitgeteilt. Intern sei der Zeitplan sogar schon vorher kommuniziert worden, sagen Insider.