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Kafkaeskul und groteskul

Der Festakt zur Schubart-Literaturpreisverleihung in der Stadthalle am Samstagabend scheint Lust gemacht zu haben auf mehr. „So voll war das Rathaus selten“, staunte Oberbürgermeister Thilo Rentschler am Sonntagvormittag im Kleinen Sitzungssaal „beim zweiten Akt des literarischen Wochenendes“, während dienstbare Geister eilig weitere Sitzgelegenheiten heranschafften. Weit mehr Zuhörer als der Raum fassen konnte, wollten die Lesung der beiden Preisträger Saša Stanišić und Isabelle Lehn erleben.

Sasa Stanisic

Fabelhafter „Fallensteller“ - Sasa Stanisic macht weiter

Herr Schramm ist wieder da. In Sasa Stanisic' preisgekröntem Roman „Vor dem Fest“ von 2014 wollte sich Wilfried Schramm, ehemaliger Oberstleutnant der NVA, vielleicht umbringen und erschoss auf jeden Fall erstmal einen Zigarettenautomaten.

In Stanisic' neuem Buch „Fallensteller“ ist Wilfried Schramm zurück als „ehemaliger Offizier der NVA, jetzt verliebter Rentner“. Es ist tröstlich, dass Herr Schramm lebt und dass Sasa Stanisic (38) die Lust am Geschichtenerzählen nicht verloren hat.

Saša Stanišić hat die Zuhörern in der Aula der Geschwister-Scholl-Schule begeistert.

Saša Stanišić kostet jeden Moment seiner Lesung aus

Als Shooting-Star der deutschen Literaturszene hat Schulleiterin Beate Zabler den Buchautor Saša Stanišić den Zuhörern in der Aula der Geschwister-Scholl-Schule angekündigt. Er war am Dienstagabend aus Hamburg für seine Lesung in Kooperation mit der Volkshochschule und dem Kulturbeauftragten Georg Piel angereist, um seinen Roman „Vor dem Fest“ vorzustellen. Den Einstieg machte er allerdings mit einem Essay, das seine Geschichte als damaliger Flüchtling aus Bosnien erzählt.


Voller Überschwang - der Buchautor Sǎsa Stanišić liest aus seinem Roman „Vor dem Fest“ bei den Isnyer Literaturtagen.

Jeden Moment neu erleben

Buchautor Sasa Stanisic während einer Lesung zu hören und zu sehen, ist ein Genuss besonderer Art. Er stellte seinen neuen Roman „Vor dem Fest“ am Donnerstagabend im Rahmen der Isnyer Literaturtage im Saal der Volkshochschule vor. Den 2014 mit dem Buchpreis der Leipziger Buchmesse ausgezeichneten Autor hielt es kaum auf dem Stuhl, so sehr zog es ihn – mit ihm die Zuhörer – hinein in das gelesene Kapitel über „Die Alten“ in einem kleinen verschlafenen Dorf in der Uckermark.

Sasa Stanisic seziert ein uckermärkisches Dorf

Leipzig (dpa) - Fürstenfelde in der Uckermark, zwei Seen. 703 Jahre alt, jedenfalls wenn die Dorfchronistin da nix dran gefälscht hat. Das ist der Schauplatz des neuen Romans von Sasa Stanisic.

Der 36-Jährige beschreibt eine Nacht „Vor dem Fest“ in der tiefsten nordostdeutschen Provinz. Und das tut er so witzig und so ernst, so fein beobachtet und so lebendig, dass es ihm eine Nominierung für den Preis der Leipziger Buchmesse eingebracht hat.