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Elfriede Jelineks Stück „Schwarzwasser“ geht bildgewaltig los: mit einem rosaroten Gorilla, gespielt von Caroline Peters.

Elfriede Jelineks Stück zum Ibiza-Skandal

Mit dem Titel „Schwarzwasser“ benennt Elfriede Jelinek jenen braunen Sumpf aus nationalistischer Hetze, Korruption und Machtfantasie, in dem der Rechtsaußen der österreichischen Politik, Heinz-Christian Strache, vor nicht allzu langer Zeit watete. Aufgedeckt wurden Straches Machenschaften von der „Süddeutschen Zeitung“ und dem Wochenmagazin „Der Spiegel“. Nicht mal ein Jahr danach hat die österreichische Literaturnobelpreisträgerin jetzt einen Theatertext vorgelegt, der am Wiener Burgtheater uraufgeführt wurde.

«Schwarzwasser»

Jelinek-Stück über das Ibiza-Video in Wien gefeiert

Der Joker, Batmans verrückter Gegenspieler, ist ein mordender Irrer. In der jüngsten, für elf Oscars nominierten Verfilmung mit Joaquin Phoenix in der Hauptrolle wird er zudem zu einem Symbol für Ungerechtigkeit, der Joker wird hier immer mehr von der Gesellschaft verstoßen, ehe er den Verstand verliert.

Auf der Bühne des Wiener Akademietheaters steht am Donnerstagabend nun Schauspieler Martin Wuttke (57, „Tatort“ Leipzig), kurzzeitig geschminkt als eben jener Joker, in einem Stück über das Ibiza-Video und den Rechtspopulismus.

 Der Stuttgarter Schauspielintendant Armin Petras hört Ende der Saison auf.

Rückblick auf die Intendanz von Armin Petras in Stuttgart

Vor fünf Jahren übernahm Armin Petras das Stuttgarter Schauspiel. Sein Vertrag läuft bis 2021, er verlässt die baden-württembergische Landeshauptstadt jedoch frühzeitig zum Ende dieser Spielzeit. Am Wochenende hatte seine Inszenierung von Orwells Roman „1984“ Premiere.

Den Stuttgartern kann man eines nicht vorwerfen, dass sie sich nicht mit Armin Petras auseinandergesetzt hätten. Das Problem liegt wohl eher in der Annahme der Stuttgarter, Petras habe sich nicht genügend mit ihnen auseinandergesetzt.

Intendant Martin Kusej

Residenztheater: Kušej präsentiert Abschieds-Programm

Seine letzte Spielzeit am Münchner Residenztheater widmet Intendant Martin Kušej dem Spiel. „Wer spielt, zum Beispiel auf einer Bühne, verlässt seine angestammte Position, bleibt nicht ausschließlich er oder sie selbst“, wurde Kušej am Donnerstag in einer Mitteilung des Theaters zitiert. „Wer also spielt, ist immer ein bisschen außer sich.“ Die Spielzeit 2018/2019 beginnt mit dem Drama „Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats, dargestellt durch die Schauspieltruppe des Hospizes zu Charenton unter Anleitung des Herrn de Sade“ von Peter ...

Deutsches Theater Berlin

Frank Castorf, Rosa von Praunheim und Helmut Berger

In Berlin haben zwei Intendantenwechsel die Theaterszene durcheinandergewirbelt. Die einstigen Bühnenchefs Frank Castorf und Claus Peymann haben sich unterdessen neue Wirkungsstätten gesucht. Eine Auswahl der Premieren an deutschen Bühnen von Hamburg über Berlin bis Stuttgart.

BERLINER VOLKSBÜHNE: Frank Castorfs viel geschmähter Nachfolger Chris Dercon hat immer noch keinen leichten Stand. Die Bilanz der ersten Premieren unter der Intendanz des Belgiers fiel durchwachsen aus.

Astrid Meyerfeldt spielt mit viel Gespür für die Rolle die ehemalige Gutsbesitzerin Ljubow Andrejewna Ranjewskaja.

Tschechows „Kirschgarten“ als Pop-Farce in Stuttgart

Tschechow nicht ernst zu nehmen, ist ein grober Schnitzer. Leider ist auch die Inszenierung seines letzten Stückes „Der Kirschgarten“ am Staatsschauspiel Stuttgart ein Beispiel für das Missverständnis über die Komik des Tragischen. Regisseur Borgmann macht daraus eine Farce.

Anton Tschechows „Der Kirschgarten“ wird gern gegeben auf deutschen Bühnen. Wer ihn inszeniert und nicht auf die Sprache des russischen Dramatikers vertraut, kommt auf vermeintlich originelle Ideen.

Die Staatstheater Stuttgart sind das größte Dreispartenhaus Europas, da dürfen’s auch ein paar mehr Leute in der Chefetage sein:

Staatstheater Stuttgart stellen die neue Saison vor

In Stuttgart haben die Leiter der Staatstheater das Programm für die Saison 2016/2017 vorgestellt. Zu der brennenden Frage, wie es mit den Sanierungsplänen für das Opernhaus weitergeht, konnten sie nichts sagen. Neuigkeiten sollen erst nach der Verwaltungsratssitzung am 11. Juni bekannt gegeben werden.

Wie schon bei „Fairy Queen“ in dieser Spielzeit wird es auch in der kommenden wieder eine Zusammenarbeit der einzelnen Sparten geben. Der Chef des Schauspiels und der Hauschoreograf inszenieren am Opernhaus: Armin Petras führt Regie ...

Alles bricht über Willy Loman (Peter Kurth, Mitte) zusammen. Ratlos sind alle, seine Frau (Susanne Böwe) wie seine Söhne (Manolo

Sehenswert: Peter Kurth als Willy Loman in Stuttgart

Arthur Millers „Der Tod eines Handlungsreisenden“ ist ein Klassiker. In Stuttgart ist er jetzt mit einem überzeugenden Hauptdarsteller zu sehen: Peter Kurth ist absolut überzeugend in der Rolle des Willy Loman.

Eigentlich müsste er wie andere von dem leben können, was er sich erarbeitet hat. Willy Loman allerdings, der die Abzahlung des Kredits für sein Häuschen gerade noch erleben durfte, müsste wegen anderer Schulden die Investition zur Alterssicherung eigentlich sofort wieder verkaufen.