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Blick in die Nähwerkstatt.

„Nähwerkstatt ist eine Art Wohnzimmer-Ersatz“

In der Ulmer Nähwerkstatt der Caritas kreieren geflüchtete Frauen – die meisten aus Syrien und dem Irak – Kleidungsstücke oder andere Textilien für Familien und Kinder in der Region, die selbst bedürftig sind. Über das Geld der SZ-Spendenaktion „Helfen bringt Freude“ ist man dort gottfroh. SZ-Redakteur Johannes Rauneker im Gespräch mit der Leiterin der Nähwerkstatt Regina Konz.

Frau Konz, die Nähwerkstatt ist wieder mit dabei bei der SZ-Spendenaktion.

Matschhosen für ärmere Familien in Deutschland und Weihnachtsdeko: Blick in die Nähstube der Caritas in Ulm.

Frauen aus Syrien nähen Kleidung für arme Kinder in der Region

Sie sind selbst geflohen vor Krieg, Hunger und Zerstörung. Jetzt nähen mehrere Frauen, die aus Syrien nach Ulm gekommen sind, Kleidung für bedürftige Familien in der Region. Das tun sie unter dem Dach der Caritas, doch es mangelt an Ausrüstung. Nähmaschinen beispielsweise werden dringend gebraucht.

Donnerstagmittag, ein Raum im Erdgeschoss des Caritas-Gebäudes in der Ulmer Olgastraße. Freudige Betriebsamkeit hat das Eckzimmer des Bischof-Sproll-Hauses erfüllt.

 Blick in die Nähstube für geflüchtete Frauen der Caritas in Ulm.

Caritas-Projekt bewahrt die Nähkunst aus dem Nahen Osten

„Unglaublich“ sei die Resonanz auf die „Nähstube“, die die Caritas in diesem Sommer in der Hindenburg-Kaserne am Eselsberg eröffnet hat und zwar für geflüchtete Frauen. Die Chefin des Projekts, Regina Konz, die bei der Caritas in Ulm die Familienhilfe leitet, berichtet von 20 Frauen aus Syrien und dem Irak, die das Angebot mittlerweile wahrnehmen.

Sie bewahren und kultivieren damit ein Stück Nähkunst aus dem Nahen Osten, welche sie durch ihre Flucht mit nach Ulm gebracht haben.

 Regina Konz, Leiterin der Caritas-Familienhilfe in Ulm.

Schwanger und auf der Flucht: Dieses Risiko nehmen Frauen auf sich

Frauen, die eine Flucht hinter sich haben, und noch dazu schwanger sind, haben es oft doppelt schwer. In Ulm hilft ihnen bei der Integration unter anderem die Caritas Ulm/Alb-Donau. Regina Konz, Leiterin Familienhilfe, ist hier für Frauentreffs zuständig, die speziell Schwangeren helfen sollen, die geflüchtet sind. Sie hat Redakteur Johannes Rauneker erklärt, warum die Spenden der SZ-Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“ gebraucht werden.

Frau Konz, welchen Belastungen sind Frauen zusätzlich ausgesetzt, die nach Deutschland ...

Vor allem das Nähen ist bei den geflüchteten Frauen eine beliebte Beschäftigung: „Hier brauchen wir aber natürlich Stoffe, Nähma

Hier bekommen geflüchtete Frauen und ihre Kinder einen Raum

Drei Treffpunkte für geflüchtete Frauen mit ihren Kindern: Das bietet die Caritas Ulm/Alb-Donau seit mehr als zwei Jahren. Diese Treffpunkte sollen den Frauen einen geschützten Raum geben, in dem sie langsam an das Leben in Deutschland herangeführt werden.

„Zu jedem unserer Treffs kommen zwischen 10 und 15 Frauen. Die meisten davon sind schwanger oder haben erst vor Kurzem ihr Kind zur Welt gebracht“, sagt Regina Konz, Leiterin der Familienhilfe bei der Ulmer Caritas und damit auch für diese Treffpunkte für Frauen verantwortlich.


Trotz Arbeit reicht vielen das Geld kaum zum Leben.

Trotz Arbeit reicht das Geld nicht

Cem Hussein (Name von der Redaktion geändert) ist in Panik. Er hat seinen letzten Cent ausgegeben – ab sofort gibt es kein Geld mehr für Essen für sich, seine Frau und auch nicht für die beiden kleinen Kinder. Die jüngere Tochter braucht noch Babynahrung und Windeln, den Kindergarten für die ältere konnte er seit zwei Monaten nicht mehr bezahlen. Auch die letzte Monatsmiete ist noch offen und der Mann Ende 30 weiß, dass ihm die Kündigung droht, wenn er die nächste Miete auch nicht bezahlen kann.