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Joachim Löw

Löw doch Reformer - Neuer mit Titelhunger

Der 27. Juni 2018 ist der Tiefpunkt der deutschen WM-Geschichte. Das 0:2 gegen Südkorea in Kasan besiegelt das erste Vorrunden-Aus einer deutschen Fußball-Nationalmannschaft nach einer total verkorksten WM-Mission des Titelverteidigers in Russland.

Genau ein Jahr später hat Bundestrainer Joachim Löw nach einigen Anlaufschwierigkeiten und heiß diskutierten Personalentscheidungen die größten Probleme erst einmal gelöst und einen Stimmungsumschwung eingeleitet.

 Ates Ilyas Bassoy, Chef einer Werbeagentur in Istanbul hat Ekrem Imamoglu im Wahlkampf unterstützt.

Ates Ilyas Bassoy: Der Mann hinter dem Wahlerfolg von Imamoglu in Istanbul

Als der neue Istanbuler Bürgermeister Ekrem Imamoglu nach seinem Wahlerfolg am Sonntagabend vor seine Anhänger trat, hatte er eine Bitte: „Fasst bitte alle den Mitbürger neben euch bei der Hand. Alle zusammen, Hand in Hand“, rief er. „Die Liebe hat gewonnen, die Liebe!“ Radikale Liebe: Das war Imamoglus Strategie – und der Mann hinter diesem Konzept heißt Ates Ilyas Bassoy, 48 Jahre, Chef einer Istanbuler Werbeagentur und bekennender Linker.

Als Bassoy der Führung von Imamoglus Partei CHP im vergangenen Herbst seine Idee vorlegte, ...

 Menschen jubeln bei Autokorso auf der Straße

Nach der Niederlage in Istanbul gerät Erdogans Macht ins Wanken

Mehmet lächelt breit über das ganze Gesicht. „Schluss mit dem Sultanat“, sagt der Imbissverkäufer in der Istanbuler Innenstadt. „Die Bauern haben die Nase voll, die Normalbürger und die Kleinhändler auch.“ Der Sieg des Oppositionspolitikers Ekrem Imamoglu bei der Wiederholung der Bürgermeisterwahl am Bosporus hat einen Neubeginn eingeleitet, auf den viele Menschen in der 16-Millionen-Metropole und in der ganzen Türkei gewartet haben. Imamoglu steht für dieses Versprechen einer neuen Zeit.

Jubel in Istanbul

Nach Istanbul-Wahl: Behörde bestätigt Sieg der Opposition

Der Sieg des Oppositionskandidaten Ekrem Imamoglu bei der Bürgermeisterwahl in Istanbul wird in Deutschland positiv aufgenommen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wertete den Ausgang der Abstimmung am Montag als demokratischen Vorgang.

Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, die Bundesregierung begrüße, dass Imamoglus Sieg diesmal nicht angezweifelt werde, sowie die hohe Wahlbeteiligung und den insgesamt friedlichen Verlauf. „Das alles sind gute Zeichen für die Türkei“, sagte er.

Kommunalwahlen in der Türkei

Der Brückenbauer - Ein Kommunalwahlsieg und die Türkei

Am Morgen nach der Wahl grüßen sich viele Menschen in Istanbul mit einer Abwandlung von Ekrem Imamoglus Wahlslogan „alles wird gut“. „Alles ist gut geworden!“, rufen sie sich zu, beim Friseur, beim Bäcker, beim Gassigehen.

Mit 54 Prozent hatten sie sich bei der Neuwahl ihres Bürgermeisters am Sonntag für den Oppositionsmann von der CHP entschieden - ein seltenes Ergebnis für einen Bürgermeister. Präsident Recep Tayyip Erdogan selbst war in den 90er Jahren einst mit nur 25 Prozent Zustimmung Bürgermeister von Istanbul geworden.

Gökay Sofuoglu

Türkische Gemeinde hofft auf mehr Demokratie

Die Türkische Gemeinde in Deutschland hofft nach der Wahl von Ekrem Imamoglu zum Bürgermeister Istanbuls auf mehr Demokratie in dem Land am Bosporus. Dass ein Oppositionspolitiker trotz aller Anfeindungen von Seiten der Regierungspartei AKP geschafft habe, das Amt zu gewinnen, zeige auch den Hunger der Menschen nach Veränderung, sagte der Vorsitzende Gökay Sofuoglu am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart.

Während AKP-Anhänger in der Vergangenheit bei Bedenken der Abstimmung ferngeblieben seien, hätten sie jetzt erstmals ...

Ekrem Imamoglu

Istanbuler wählen Oppositionellen zum Bürgermeister

Die türkische Demokratie lebt. Das ist vielleicht das wichtigste Resultat des Wahltags von Istanbul. Im Machtzentrum von Präsident Recep Tayyip Erdogan ist ein bis vor kurzem noch unbekannter Oppositionspolitiker zum Bürgermeister gewählt worden - zum zweiten Mal. Erdrutschartig.

Wehrhafter kann ein Votum nicht ausfallen. Trotz der Dominanz der Regierung über die weithin gleichgeschalteten Medien, trotz Schmierkampagnen und deutlichen Missfallens des Staatschefs: Die Istanbuler haben sich für Ekrem Imamoglu, Kandidat der ...

Unsere Reporterin

Erdogan ist angezählt

Der Erdrutschsieg des Oppositionspolitikers Ekrem Imamoglu bei der Oberbürgermeisterwahl in Istanbul ist eine Zäsur für die Türkei. Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die Herrschaft über alle großen Städte des Landes verloren, seine Partei AKP und ihre nationalistische Partnerin MHP haben nun auch in Istanbul keine Mehrheit mehr. Nach mehr als 16 Jahren an der Macht ist Erdogan angezählt, Neuwahlen sind nicht mehr ausgeschlossen.

Die Wahl ist ein Lehrstück in Sachen Hochmut – und ein wichtiges Lebenszeichen der türkischen Demokratie.

Vorne Asien, im Hintergrund Euro pa: Blick über Istanbul.

Istanbul –Weltmetropole auf zwei Kontinenten

Sie kamen mit dem Flugzeug, mit dem Bus und mit dem eigenen Wagen: Hunderttausende Istanbuler Wähler sind am Sonntag aus dem Sommerurlaub in die Metropole am Bosporus zurückgekehrt, um ihre Stimme bei der Wiederholung der Bürgermeisterwahl abzugeben. Von einem „unglaublichen Ansturm“ berichtete der Verband der Reisebusunternehmer, die Fluggesellschaft Turkish Airlines richtete Sonderflüge ein. Fünf Gründe, warum Istanbul so wichtig ist:

Größe:

Etwa jeder fünfte Türke lebt in Istanbul.

Oppositionskandidat gewinnt Bürgermeisterwahl in Istanbul

Der Oppositionskandidat Ekrem Imamoglu hat nach Auszählung fast aller Stimmen die Bürgermeisterwahl in Istanbul gewonnen. Imamoglu erhielt nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu rund 54 Prozent der Stimmen, sein Gegner, der ehemalige Ministerpräsident Binali Yildirim, kam auf rund 45 Prozent. Yildirim gestand seine Niederlage ein. Eine Erklärung der Hohen Wahlkommission steht noch aus. Es ist eine krachende Niederlage auch für Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan.