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Zwei Paare sind übrig

SPD entscheidet Vorsitzsuche in Stichwahl

Das Rennen um den SPD-Vorsitz wird immer mehr zur Grundsatzentscheidung über die Zukunft der großen Koalition.

In einer Stichwahl treten in den kommenden Wochen zwei grundverschiedene Bewerberteams gegeneinander an: die GroKo-Befürworter Olaf Scholz und Klara Geywitz gegen die GroKo-Skeptiker Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken. Vom 19. bis 29. November können rund 425.000 SPD-Mitglieder noch einmal abstimmen, wer ihre Partei künftig führen soll.

Die SPD kürt ihre zwei Lieblingsduos - Olaf Scholz sichtbar erleichtert

Da stehen sie nun und strahlen: Die zwei Lieblingsduos der SPD, die mit nur gut einem Prozentpunkt Unterschied als beste abschnitten: Olaf Scholz und Klara Geywitz sowie Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken. Die Partei aber hat weiter die Qual der Wahl und muss in einem neuen Votum zwischen den beiden Erstplatzierten abstimmen.

Die Parteispitze ist sich trotzdem einig: Das Verfahren hat sich gelohnt. Die kommissarische Parteichefin Malu Dreyer meint, man habe in den Regionalkonferenzen „fröhlich und intensiv“ diskutiert, eine ...

Ergebnisse des Votums

Ergebnisse des SPD-Entscheids

Der Wettstreit um den SPD-Vorsitz ist entschieden. Die Partei veröffentlichte am Samstagabend nach der Auszählung folgende Ergebnisse:

Stimmberechtigte Mitglieder: 425.630

Eingegangene Rücksendungen: 226.775 (Abstimmungsbeteiligung: 53,28 Prozent)

Davon konnten wegen der Nichterfüllung der Kriterien für eine ordnungsgemäße Stimmabgabe 11.819 Einsendungen nicht berücksichtigt werden.

Zulässige Stimmen: 214.

Auszählung

Das große Zählen: Wie die SPD ihr Spitzenduo bestimmt

Sanftes Gemurmel und Geraschel herrscht im obersten Stock der SPD-Zentrale. Der Hans-Jochen-Vogel-Saal sieht ein bisschen aus wie eine Turnhalle, und die 250 Helfer, die hier am Samstag in zwei Schichten arbeiten, absolvieren eine besondere Übung: Sie zählen aus, wer künftig die SPD führt. Sechs Paare stehen zur Auswahl.

Und so stehen auf den rund 20 Sortiertischen jeweils acht rote Kunststoffboxen - eine mit den angelieferten Stimmzetteln, pro Kandidatenduo eine und eine für Enthaltungen.

Stichwahl nötig

Stichwahl nötig: Scholz/Geywitz gegen Walter-Borjans/Esken

Die SPD-Mitglieder müssen nochmal 'ran: Das Rennen um den Parteivorsitz wird in einer Stichwahl entschieden.

Im zweiten Wahlgang treten Finanzminister Olaf Scholz und die Brandenburgerin Klara Geywitz gegen Nordrhein-Westfalens früheren Finanzminister Norbert Walter-Borjans und die Bundestagsabgeordnete Saskia Esken an. Die Abstimmung in der zweiten November-Hälfte dürfte zugleich eine politische Richtungsentscheidung zur Frage sein, ob die SPD die große Koalition weiterführen will.

Stimmzettel

SPD ist gespannt auf die Auszählung

Im Willy-Brandt-Haus steigt die Spannung. Am Samstag werden alle Stimmen im SPD-Mitgliederentscheid ausgezählt, gegen 18 Uhr soll in der Berliner Parteizentrale das Ergebnis verkündet werden. Dass eines der sechs Duos schon über 50 Prozent erhält, daran glaubt kaum jemand. Als wahrscheinlicher gilt, dass sich die beliebtesten Bewerber abzeichnen und die Basis erneut das Wort bekommt, sich zwischen den ersten beiden Teams bis 29. November zu entscheiden.

Kramp-Karrenbauer bei der Nato

Nato reagiert verhalten auf Kramp-Karrenbauers Syrien-Plan

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer stößt bei den Nato-Partnern mit ihrem Plan für eine Syrien-Schutztruppe auf verhaltene Reaktionen. Ihr US-Kollege Mark Esper begrüßte zwar die Initiative, will aber keine Truppen beisteuern.

Von den europäischen Verbündeten kam bei einem Nato-Verteidigungsministertreffen in Brüssel zwar Anerkennung dafür, dass es überhaupt eine Initiative gibt. Öffentlich stellte sich aber noch kein Land klar hinter den Vorschlag Kramp-Karrenbauers.

Muster-Stimmzettel

Ein Abschied und ein Neuanfang: SPD wählt eine neue Spitze

Während die ersten SPD-Mitglieder über ihre Nachfolge abstimmen, zieht Andrea Nahles den endgültigen Schlussstrich. Sie werde zum 1. November auch ihr Bundestagsmandat niederlegen, schrieb die 49-Jährige am Montag an Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU).

Für die SPD bedeutet das Ende und Neuanfang am gleichen Tag: Die Ex-Parteichefin zieht sich endgültig aus der Berliner Politik zurück - zugleich beginnt die Urwahl für ihre Nachfolge.

Ein letztes Mal auf der Bühne: Die SPD-Kandidaten bei der Regionalkonferenz in München.

Wochen der sozialdemokratischen Hoffnung: Wie die SPD nach ihrer Kandidatentour dasteht

An der Decke im Löwenbräukeller baumeln weiß-blaue Banderolen, Brezen, Lebkuchenherzen – womöglich ein Überbleibsel der Oktoberfestzeit. Die Dekoration wirkt doch etwas unpassend für diese 23. und letzte Regionalkonferenz der SPD in München – einerseits. Andererseits stehen auf einem der Lebkuchenherzen in Zuckergussschrift drei Worte geschrieben, die den Gemütszustand der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands auf den Punkt bringt: „Du fehlst uns.

SPD

Nun hat die Basis das Wort: SPD stimmt über neue Chefs ab

Am Ende stehen noch einmal alle Kandidatinnen und Kandidaten gemeinsam auf der Bühne, recken gemeinsam die Hände nach oben.

Und dann, ganz am Schluss dieser 23. SPD-Regionalkonferenz am Samstag in München, werfen die Teams, die sich um den SPD-Vorsitz bewerben, große Luftballon-Bälle in den Saal. Das soll symbolisieren: Der Ball liegt nun bei den Mitgliedern. Von diesem Montag an darf die SPD-Basis darüber abstimmen, wer die Partei künftig führen soll.