Suchergebnis

Statistik

Papst Franziskus ernennt soziale, dialogbereite und international aufgestellte Priester fürs Kardinalskollegium

Papst Franziskus sichert seinen innerkirchlichen Reformkurs ab: Das Kardinalskollegium, in das er am Samstag 13 neue Mitglieder aufgenommen hat, ist sozialer, dialogbereiter und internationaler aufgestellt denn je. 68 Nationen sind jetzt im Kreis der Papstwähler vertreten, 2013 waren es bei Franziskus’ Amtsantritt 50. Der Einfluss der Europäer und der Nordamerikaner schwindet, aus Deutschland kommen nur noch drei Papstwähler: die Kardinäle Reinhard Marx (München), Gerhard Ludwig Müller (Rom) und Rainer Maria Woelki (Köln).

Auch um die Rolle der Frauen in der katholischen Kirche geht es beim „synodalen Weg“ von Laien und Bischöfen. Die Forderung nach

Rom bremst deutschen Reformeifer

Über die nächsten Schritte zu innerkirchlichen Reformen beraten Vertreter der Deutschen Bischofskonferenz und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) in Fulda bis Samstagabend. Die katholischen Bischöfe hatten sich im März darauf geeinigt, einen „synodalen Weg“ einzuschlagen. Sie wollen Kernfragen nicht nur untereinander, sondern auf breiter kirchlicher Basis beraten, um konkrete und verbindliche Beschlüsse zu fassen. Gesprochen werden soll über den Umgang mit Macht in der Kirche, die umstrittene Ehelosigkeit von Priestern ...

Deutsche Katholiken

Deutsche Katholiken auf Konfrontationskurs mit dem Papst

Angeredet wird Reinhard Marx von seinem römischen Kardinalskollegen Marc Ouellet aus dem Vatikan gestelzt-höflich mit „Eure Eminenz“. Aber dann hagelt es Kritik. In einem Gutachten lässt der Vatikan kaum ein gutes Haar am geplanten Reformprozess der katholischen Kirche in Deutschland.

Worum geht es? Der sexuelle Missbrauch von Kindern und Jugendlichen durch Kleriker hat das Vertrauen in die Kirche erschüttert. Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) - die Vertretung der Gläubigen - ...

Die Aktivistin Natalie Dedreux (Mitte), die mit dem Down-Syndrom lebt, bei einer Kundgebung

Bluttest zur Erkennung von Down-Syndrom weiter umstritten

Kurz vor der Bundestagsdebatte zu vorgeburtlichen Bluttests an diesem Donnerstag hat SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach ein spezielles Gremium gefordert, das über Gentests entscheiden solle. Der medizinische Fortschritt sei rasant, Tests auf Autismus, Krebs, Stoffwechselkrankheiten oder auf Intelligenz befänden sich weltweit auf dem Vormarsch. Man brauche deshalb eine Gesamtabwägung, wo neben ärztlichen und ökonomischen Aspekten auch ethische, gesellschafts- und sozialpolitische Argumente berücksichtigt werden, sagte der ...

Rainer Maria Kardinal Woelki

Kardinal Woelki findet die Toten Hosen „super“

Der Kölner Kardinal Rainer Woelki ist ein Fan der Toten Hosen. „Die "Hosen" sind einfach super: unkonventionell, politisch, sozialkritisch. Und das jetzt schon seit über 30 Jahren“, sagte der Erzbischof von Köln in einem Gespräch mit der „Rheinischen Post“ (Samstagsausgabe).

Die Düsseldorfer Band mache Punkrock, der der Gesellschaft auch mal den Spiegel vorhalte und sei damit immer wieder ein inhaltlicher „Wachmacher“, lobte der Erzbischof.


 Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, während der Pres

Der Missbrauchsskandal und die Folgen: Wie die deutschen Bischöfe ihr System in Frage stellen

Schweigen: fünf Minuten Schweigen. Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki kürzt am Mittwoch im Dom zu Fulda seine Predigt ab. Die Minuten wolle er nutzen, „damit wir alle in dieser Zeit in uns gehen können und unsere Reue und unseren Vorsatz im demütigen Gebet vor Gott und vor das ganze Volk Gottes tragen können.“ Die Bischöfe hätten „Gutes unterlassen und Böses getan“ und damit das Vertrauen von Kindern, Jugendlichen, Eltern und Freunden missbraucht.

Dürfen protestantische Ehepartner von Katholiken die Kommunion empfangen? Um diese Frage dreht sich der Streit.

Bischöfe streiten immer heftiger über Kommunion

Der Streit innerhalb der katholischen Welt um den Kommunion-empfang für evangelische Christen in konfessionsverschiedenen Ehen wird schärfer. „Unnötig und schädlich“ nannte Kardinal Walter Kasper, der frühere Bischof von Rottenburg-Stuttgart und langjährige Ökumeneminister der Kurie, die Auseinandersetzung im Gespräch mit der „Schwäbischen Zeitung“.

Im Kern geht der Streit darum, die oft geübte Praxis in den Pfarreien – wo nicht katholische Ehepartner seit Jahrzehnten zur Kommunion zugelassen werden – nun offiziell zu regeln oder ...

 Franziskus greift durch: Die Spitze der katholischen Kirche wird durch ihn bunter – und soll Reformen vorantreiben.

Wie Papst Franziskus gerade sein Erbe sichert

Papst Franziskus bestätigt seinen Kurs, weitet seinen Einfluss aus und sichert sein Erbe: Vor allem mit der bevorstehenden Ernennung von 14 Bischöfen zu Kardinälen will der argentinische Jesuit auf dem Petrusthron seinen Kritikern beweisen, wie sehr ihm die Öffnung der Kirche zu den Rändern am Herzen liegt. Und der Pontifex befördert seine absolut loyalen Mitarbeiter im Vatikan, um seine eigene Position zu bekräftigen. Ebenso beweisen die Entscheidungen und Entwicklungen zu den Themenfeldern Geld, Missbrauch und Kommunionstreit, dass ...

Katholikentag

Kirche erhofft sich Image-Aufbesserung nach Katholikentag

Trotz des schwelenden Kommunionsstreits unter den deutschen Bischöfen wertet die katholische Kirche den Katholikentag in Münster als Erfolg und erhofft sich eine Image-Aufbesserung.

Beim fünftägigen Laientreffen mit rund 90.000 Besuchern sei deutlich geworden, dass die Kirche in der Öffentlichkeit „präsent“ sei und sich mit den Themen, „die die ganze Welt“ bewegten, beschäftige, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Münchner Kardinal Reinhard Marx.

Katholikentag

Ein Katholikentag zwischen Frittenqualm und Kirchenfolklore

In schwarzer Tracht steht eine Nonne neben einem blauhaarigen Hippie im Münsteraner Dauerregen, Wolfgang Thierse stapft entschlossen vorbei.

Mit schwarzem Regenschirm, dunkelblauem Sakko und schwarzer Hose ignoriert der Ex-Bundestagspräsident die skurrile Vorstellung einer Hip-Hop-Tanzgarde auf der kleinen Bühnen nebenan, lässt die Pommesbude links liegen. Thierse hat gleich einen Termin, will mit Bürgern auf dem 101. Katholikentag über die Annäherung von katholischer und evangelischer Kirche diskutieren.