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 Rupert Flach, heute 84, zeigt alte Fotos und schwelgt in Erinnerungen.

„Mobbing hat’s damals nicht gegeben“

Die Papierfabrik Mochenwangen wurde 1868 gegründet und nach einer wechselvollen Geschichte Ende 2015 stillgelegt. Das Fabrikgelände fiel in einen Dornröschenschlaf. Im Sommer 2019 kauft die „Betz-Bau-Partner-Gruppe“ das rund 20 Hektar große Gelände. Nun soll dort soll ein neues, großes Wohngebiet entstehen. Aber auch Gewerbe soll sich ansiedeln. Die SZ hat Mochenwangener dazu aufgerufen, ihre Erinnerungen zu erzählen. Rupert Flach erzählt von seiner Zeit als „Pressbua“.

 Notgeld

Ein Liter Bier für 350 Milliarden Mark: Als die Papierfabrik Mochenwangen ihr eigenes Notgeld ausgab

„Drei Millionen Mark“ steht auf dem Schein. Doch das Papier taugte gerade mal dazu, ein paar Lebensmittel zu kaufen. Und auch das nur, wenn der Schein frisch gedruckt war. Denn schon nach wenigen Tagen war er gar nichts mehr wert.

Als die Inflation nach dem Ersten Weltkrieg im Jahr 1923 ihren Höhepunkt erreicht hatte, durften auch größere Firmen Notgeld ausgeben. So auch die Papierfabrik Mochenwangen. Gerhard Allgaier aus Berg hat ein paar dieser Scheine in seiner Sammlung.

Vier Männer mit Büchern in der Hand

Als das Papier für die „Harry Potter“-Bücher aus Mochenwangen kam

Die Papierfabrik Mochenwangen spielt im Leben von Robert Cerovsek eine große Rolle: Vier Generationen aus seiner Familie haben dort gearbeitet, er selbst war 28 Jahre in der Fabrik tätig. Die schönsten Jahre, die er dort erlebt hat, fallen in die Harry-Potter-Zeit: Monatelang wurde in Mochenwangen ausschließlich Papier für die weltbekannten Fantasy-Bücher produziert.

Die Autorin war so überzeugt von der Qualität, dass sie nur unser Papier für ihre Bücher haben wollte.