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Piotr Beczala

Piotr Beczała: Kunst kann in Krisenzeiten viel leisten

Auf der Opernbühne hat Startenor Piotr Beczała alle Höhen und Tiefen eines Helden durchlebt - genau wie sein Filmidol James Bond auf der Leinwand. Den Bond hätte er am liebsten selbst einmal gespielt.

Doch mit 53 sei er dafür wohl zu alt, meint der Pole und fügt nicht ohne Schelm hinzu: „Ich tauge nur noch für die Rolle des Bösewichts“. Kurz vor Ostern war er auf den Bahamas mit Ex-Bond- Darsteller Sir Sean Connery zum Lunch verabredet.

Olga Tokarczuk

Olga Tokarczuk: Die EU hat kapituliert

Für die polnische Literaturnobelpreisträgerin Olga Tokarczuk (58) hat die Corona-Pandemie die Schwäche der Idee einer Europäischen Gemeinschaft offenbart. „Die EU hat im Grunde kapituliert und es den Nationalstaaten überlassen, in dieser Krisenzeit Entscheidungen zu fällen“, schrieb sie in einem Beitrag der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Die Schließung der Grenzen halte ich für die größte Niederlage in diesen schlechten Zeiten“.

Die traurige Wahrheit sei, dass im Augenblick der Gefahr das Denken in den Kategorien von Völkern ...

Lit.Cologne

Lit.Cologne wegen Coronavirus abgesagt

Das Literaturfestival Lit.Cologne ist wegen der Ausbreitung des Coronavirus abgesagt worden. Dies geschehe auf Empfehlung der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos), teilte die Lit.Cologne mit. Man bemühe sich um eine Verlegung der Veranstaltungen auf einen späteren Zeitpunkt.

„In der jetzigen Situation müssen wir alles dafür tun, die Infektionsketten zu durchbrechen“, wurde Reker zitiert. „Daher habe ich vor dem Hintergrund der Empfehlungen des Bundesgesundheitsministers dazu geraten, die Lit.

Organisatoren erwarten Rekordteilnahme an Wissenschaftlern

Organisatoren erwarten Rekordteilnahme an Wissenschaftlern

Anlässlich der 70. Lindauer Nobelpreisträgertagungen erwarten die Organisatoren über eine Rekordteilnahme an hoch dekorierten Wissenschaftlern: Rund 70 Preisträger haben bereits ihre Teilnahme für die Woche vom 28. Juni bis 3. Juli zugesagt. Das sind laut Pressemitteilung der Veranstalter fast doppelt so viele wie bei den jüngsten Tagungen. Der Grund: Alle fünf Jahre – so auch 2020 – findet eine interdisziplinäre Tagung mit allen drei naturwissenschaftlichen Nobelpreis-Disziplinen statt.

Saša Stanišić

Usedomer Literaturpreis für Saša Stanišić

Der Autor Saša Stanišić erhält für seinen Roman „Herkunft“ den diesjährigen Usedomer Literaturpreis. Damit werde eine „wichtige zeitgenössische literarische Stimme Europas“ ausgezeichnet, teilten die Veranstalter am Donnerstag mit.

Stanišić soll den mit 5000 Euro dotierten Preis, der auch mit einem einmonatigen Arbeitsaufenthalt auf der deutsch-polnischen Insel Usedom verbunden ist, am 4. April entgegennehmen.

Für „Herkunft“ hatte der aus Jugoslawien stammende Stanišić im vergangenen Oktober bereits den Deutschen ...

Ruhrfestspiele Recklinghausen

Ruhrfestspiele setzen 2020 auf „Macht und Mitgefühl“

Die Ruhrfestspiele in Recklinghausen setzen in diesem Jahr unter dem Leitgedanken „Macht und Mitgefühl“ erneut politische Schwerpunkte. Gut sechs Wochen lang sind ab 1. Mai in und um die Ruhrgebietsstadt rund 90 Produktionen mit 220 Veranstaltungen zu sehen.

Für das traditionsreiche und renommierte Festival kommen auch zahlreiche prominente wie internationale Theatermacher und Künstler ins Ruhrgebiet.

Auch vor dem Hintergrund der Gründungsgeschichte der Ruhrfestspiele sei es wichtig zu betonen, dass Kunst in der Lage sei, ...

Olga Tokarczuk

„Die Jakobsbücher“ - ein Buch wie ein Monumentalgemälde

Sie sei in ihrem Schaffen am meisten geprägt von der multikulturellen Tradition Polens, finde dort ihre Vorbilder, sagte die Nobelpreisträgerin Olga Tokarczuk im Oktober auf der Frankfurter Buchmesse.

Erst wenige Tage zuvor hatte sie, auf Lesereise für ihr gerade auf Deutsch erschienenes Buch „Die Jakobsbücher“, erfahren, dass sie den Literaturnobelpreis erhält. Und gerade diese multikulturelle, multi-ethnische und multireligiöse Welt ihres literarischen Vorbilds, des polnischen Schriftstellers Bruno Schulz, bestimmt auch „Die ...

Humboldt-Forum

Kunstlücke im Kanzleramt und andere Aufreger

Mit gleich zwei Nobelpreisen für Literatur kann das Kulturjahr 2019 prahlen. Auch sonst war schwer was los auf Leinwänden und Bühnen, in Museen und Musikstudios - ein Überblick.

Emil Nolde ist schuld - Ein Bild als Symbol einer Neubewertung. Der „Brecher“ von Emil Nolde hing im Kanzleramt von Angela Merkel. Die Wand bleibt nun leer. Das Gemälde von 1936 will Merkel nicht mehr zurück, seit es in einer Ausstellung die tiefe Verstrickung der Expressionismus-Ikone in die Nazi-Ideologie zeigte.

Nobelpreis-Medaille

Vier neue Mitglieder für Schwedische Akademie

Die Schwedische Akademie, die die Nobelpreise für Literatur vergibt, hat vier Frauen als neue Mitglieder aufgenommen. Mit der Finnin Tua Forsström und den Schwedinnen Ellen Mattson, Anne Swärd sowie Åsa Wikforss ist nun etwa ein Drittel des 18 Mitglieder zählenden Gremiums weiblich.

Einer der Sitze ist nach dem Tod des langjährigen Mitglieds Göran Malmqvist im Oktober unbesetzt. König Carl XVI. Gustaf, der Schirmherr der Akademie, nahm an der Zeremonie am Sitz der Akademie in Stockholms Altstadt teil.

Olga Tokarczuk

Olga Tokarczuk lauscht dem „Gesang der Fledermäuse“

Ihre Bücher lagen schon länger in deutschen Übersetzungen vor, aber erst mit dem Literaturnobelpreis bekommt die 1962 im polnischen Sulechów geborene Olga Tokarczuk jetzt die verdiente Aufmerksamkeit.

Es gilt eine große europäische Autorin zu entdecken, die uns einiges über die brüchige Verfasstheit unserer Gegenwart zu berichten hat. Im Züricher Kampa-Verlag werden die Romane und Erzählungen von Olga Tokarczuk jetzt neu aufgelegt.

Ein guter Einstieg in ihr Werk, aus dem das über 1000-seitige historische Panorama „Die ...