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Nobelpreis

Proteste gegen Handke bei Nobelpreisverleihung

Begleitet von Protesten ist der österreichische Schriftsteller Peter Handke in Stockholm mit dem diesjährigen Literaturnobelpreis ausgezeichnet worden.

Neben ihm nahmen am Dienstag auch die polnische Autorin und Preisträgerin für das Jahr 2018, Olga Tokarczuk, sowie zwölf Wissenschaftler in den Kategorien Medizin, Physik, Chemie und Wirtschaft ihre Nobelmedaillen und -diplome bei einer feierlichen Zeremonie im Stockholmer Konzerthaus entgegen.

Olga Tokarczuk

Olga Tokarczuk und Handke halten Nobelvorträge

Die eine spricht über drängende Probleme der Menschheit, der andere über ein zentrales Werk seiner Schaffenszeit: Die beiden Literaturnobelpreisträger Olga Tokarczuk und Peter Handke haben sich in ihren Nobelvorlesungen auf völlig unterschiedliche Themen konzentriert.

Handke, dessen Auswahl als Preisträger für das Jahr 2019 eine hitzige Debatte verursacht hatte, richtete sein Hauptaugenmerk in seinem Vortrag am Samstag in der Schwedischen Akademie auf sein Drama „Über die Dörfer“.

Peter Handke

Peter Handke in Rage in Stockholm

Mit gereizten Worten und einer Breitseite gegen Journalisten hat der diesjährige Literaturnobelpreisträger Peter Handke seinen ersten offiziellen Nobelauftritt in Stockholm hinter sich gebracht.

Er ziehe das mit einer Kalligraphie von Fakälien verzierte Klopapier, das ihm jemand anonym geschickt habe, den „leeren Fragen“ von Journalisten vor, sagte der österreichische Schriftsteller am Freitag auf einer Pressekonferenz in der Schwedischen Akademie.

Olga Tokarczuk

Olga Tokarczuk freut sich über den Nobelpreis

Ungeachtet der Debatte um den weiteren Preisträger Peter Handke ist die polnische Literaturnobelpreisträgerin Olga Tokarczuk mächtig stolz auf ihre Auszeichnung. „Ich bin stolz, die 15. Frau zu sein, die den Nobelpreis erhält, 110 Jahre nach der ersten Frau Selma Lagerlöf.

Ich bin davon überzeugt, dass ich ihn nicht bekomme, weil ich eine Frau bin, sondern weil ich Bücher schreibe“, sagte die Preisträgerin am Freitag auf einer Pressekonferenz in der Schwedischen Akademie in Stockholm.

Peter Englund

Akademiemitglied Englund boykottiert Nobelwoche

Aus Protest gegen den Literaturnobelpreis für den Schriftsteller Peter Handke boykottiert ein langjähriges Mitglied der Schwedischen Akademie die diesjährige Nobelwoche.

„Peter Handkes Nobelpreis zu feiern, wäre von meiner Seite grobe Heuchlerei. Das ist alles, was ich dazu zu sagen habe“, teilte Peter Englund der schwedischen Zeitung „Dagens Nyheter“ in einer E-Mail mit. Das Akademiemitglied wird deshalb diesmal an keinen Feierlichkeiten rund um die Literaturnobelpreisvergabe teilnehmen.

Peter Handke

Peter Handke und die hitzige Nobelpreisdebatte

Der Weihnachtsmarkt auf dem Stortorget vor dem Sitz der Schwedischen Akademie in Stockholm verfügt über das Maximalmaß an skandinavischer Winterbesinnlichkeit.

Wenn der Literaturnobelpreisträger Peter Handke an diesem Freitag - seinem 77. Geburtstag - zur Pressekonferenz in die Akademie in der Stockholmer Altstadt kommt, dann dürfte dieser Platz der schwedischen Glögg-Seligkeit auf seinem Weg liegen. Ein entspannter Auftritt steht dem Österreicher aber ganz und gar nicht ins Haus - im Gegenteil.

Herta Müller

lit.Cologne mit Herta Müller und Sebastian Fitzek

Lesungen mit Nobelpreisträgern und Diskussionen mit politschem Sprengstoff: Zu Europas größtem Literaturfestival lit.Cologne werden im kommenden Frühjahr wieder prominente Schriftsteller, Schauspieler und Wissenschaftler in Köln erwartet.

Vom 10. bis zum 21. März 2020 sind mehr als 200 Veranstaltungen für Kinder und Erwachsene geplant, wie die Organisatoren am Mittwoch mitteilten.

Zur 20. Ausgabe des Festivals haben sich allein drei Literaturnobelpreisträger angesagt: Zur Auftaktveranstaltung kommt Herta Müller, der ...

 Im Kurhaus ist alles angerichtet für den 50. Geburtstag der Raupe Nimmersatt: Diemut Mayer (2. v. l.) mit ihren Helfern beim Au

Der Nabel der Bücherwelt: Am Sonntag startet die 29. Bücherausstellung in Isny

Von kommendem Sonntag bis Allerheiligen ist Isny Nabel der Bücherwelt im Allgäu: Buchhändlerin Diemut Mayer und ihr Team präsentieren ihre 29. Buchausstellung im Kurhaus am Park.

Dabei gibt’s gleich zum Auftakt etwas zu feiern: „Wir laden unsere Kunden ein, mit uns auf den Deutschen Buchhandlungspreis 2019 anzustoßen, den wir am 2. Oktober in Rostock bekommen haben – und er ’gehört’ auch unseren vielen Stammkunden“, erklärt Mayer den in diesem Jahr besonderen Auftakt.

Olga Tokarczuk

Olga Tokarczuk will Stiftung gründen

Die polnische Literaturnobelpreisträgerin Olga Tokarczuk (57) will einen Teil ihres Preisgeldes nutzen, um eine Stiftung zur Unterstützung von Schriftstellern und Übersetzern zu gründen.

Die Stadt Wroclaw (Breslau) stellt ihr dafür eine Villa zur Verfügung, das dortige Literaturhaus fungiert als Partner. „Die Stiftung wird sich aus einem Teil von Tokarczuks Preisgeld finanzieren. Ich weiß aber noch nicht, wie hoch dieser sein wird“, sagte der Direktor des Literaturhauses, Irek Grin, der Deutschen Presseagentur in Warschau.

Olga Tokarczuk

Nobelpreisträgerin Tokarczuk arbeitet an neuem Buch

Die polnische Literaturnobelpreisträgerin Olga Tokarczuk (57) arbeitet an einem neuen Werk. „Ich habe ein neues Buch angefangen, nur komme ich seit einiger Zeit nicht dazu, die Arbeit daran fortzusetzen. Das Buch wird alle überraschen“, sagte Tokarczuk am Montag in Breslau (Wroclaw) laut Nachrichtenagentur PAP.

Die Arbeit sei schon recht fortgeschritten, sie gehe davon aus, dass das Buch im kommenden Herbst erscheinen werde, sagte Tokarczuk.