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Kinder sitzen in einer Notunterkunft in Idlib auf ihrem Hab und Gut.

Hunderttausende Menschen sind in Nordsyrien ungeschützt vor dem Krieg

In der syrischen Provinz Idlib bahnt sich eine der schlimmsten humanitären Katastrophen im gesamten Syrien-Krieg an. Allein seit Dezember sind laut UN-Schätzungen fast 600 000 Menschen – die Hälfte davon Kinder – vor der anrückenden syrischen Armee geflohen. In Idlib, der letzten Rebellenbastion in Syrien, gebe es keine sicheren Gebiete mehr, sagt die UNO. Bei Temperaturen von minus sechs Grad haben viele Menschen kein festes Dach über dem Kopf und müssen in Zelten oder Autos ausharren.

Syrer sitzen in Idlib mit ihren Habseligkeiten auf Ladeflächen von Lastwagen

Protest aus der tödlichen Sackgasse: So wollen Flüchtlinge aus Nordsyrien Europa wachrütteln

Sie fühlen sich verraten, verkauft und in der Sackgasse: In der syrischen Provinz Idlib werden Flüchtlinge von anrückenden Regierungstruppen auf die geschlossene Grenze zur Türkei zugetrieben. Rund 700 000 Menschen fliehen nach US-Angaben vor den Kämpfen in der letzten Rebellenhochburg Syriens, die mit russischer Hilfe nach und nach von den Truppen von Präsident Baschar al-Assad erobert wird. Nun wollen die verzweifelten Zivilisten die internationale Gemeinschaft mit einer Protestaktion zum Handeln bewegen.

Türkisches Bohrschiff «Yavuz»

EU kürzt Beitrittshilfen für Türkei

Die EU hat die sogenannten Vorbeitrittshilfen an die Türkei für 2020 drastisch gekürzt. Wie der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell dem EU-Parlament mitteilte, fließt dieses Jahr nur ein Viertel der ursprünglich einmal vorgesehenen Summe.

Gründe sind unter anderem der Gasstreit mit Zypern im Mittelmeer und die türkische Militäroffensive in Syrien. Über Borrells Mitteilung an das EU-Parlament hatte zuerst die Funke Mediengruppe (Samstag) berichtet.

Flughafen Frankfurt

Aus Türkei abgeschobene Frau in Frankfurt festgenommen

Eine aus der Türkei abgeschobene mutmaßliche Anhängerin der Terrormiliz IS ist nach ihrer Ankunft auf dem Frankfurter Flughafen festgenommen worden. Das sagte ein Sprecher der Bundespolizei auf Nachfrage.

Die 29 Jahre alte Frau aus Rheinland-Pfalz traf nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Freitagabend mit einem fünfjährigen Jungen und zwei Mädchen im Alter von zwei Jahren an Bord einer deutschen Maschine aus Istanbul ein.

Gegen sie lag nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz ein Haftbefehl wegen ...

«Biji Rojava»

Brisantes Fan-Plakat: St. Pauli pocht auf Meinungsfreiheit

Ein politisches Plakat beim FC St. Pauli hat auf höchster politischer Ebene in der Türkei für Ärger gesorgt. Der Fall könnte vor dem Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) noch eine größere Rolle spielen.

Es geht - vor allem dem betroffenen Hamburger Zweitligisten - um Meinungsfreiheit im Stadion. Bei der DFB-Sportgerichtsverhandlung an diesem Freitag (11.00 Uhr) steht erstmal der massive Pyro-Einsatz im Hamburger Zweitliga-Derby auf der Tagesordnung.

Die Lage der von der Armee vertriebenen Zivilisten wird immer schlechter. Vor allem die Kinder leiden.

In Idlib sind Hunderttausende bei Eiseskälte auf der Flucht

Im Gegensatz zu anderen arabischen Diktatoren verzichtet Syriens Alleinherrscher Baschar al-Assad meist auf große Worte. Seine Armee mache „bei der Befreiung des Landes große Fortschritte“, beschrieb der studierte Augenarzt unlängst in einem Interview mit „Paris Match“ den Vormarsch seiner Truppen in der syrischen Provinz Idlib. Über die Vorgehensweise der von der russischen Luftwaffe unterstützten Armee verlor der Diktator kein Wort.

Denn Assad sieht „das Recht“ auf seiner Seite.

Bundeswehr in Mali

Wehrbeauftragter Bartels: Kein „Weiter so“ in der Sahelzone

Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hans-Peter Bartels, hat sich angesichts der Welle islamistischer Anschläge in der Sahelregion für ein stärkeres Engagement ausgesprochen.

„Ein einfaches "Weiter so" wäre nicht besonders attraktiv. Die dschihadistischen Terrormilizen gewinnen Raum, und die ganze Region kann kippen“, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. „Europa wird das nicht ohnmächtig mit ansehen und laufen lassen können.

Annalena Baerbock setzt sich für die Aufnahme jesidischer Frauen und Kindern in Deutschland ein. Bei einer Reise in den Nordirak

Interview: Baerbock (Grüne) fordert Aufnahme jesidischer Frauen und Kinder in Deutschland

Das Leid der jesidischen Frauen und Kinder, die vom IS verschleppt und gequält wurden, beschäftigt auch die Parteivorsitzende der Grünen, Annalena Baerbock. Gemeinsam mit Volker Kauder (CDU) und Thomas Oppermann (SPD) setzt sie sich dafür ein, dass ein deutsches Sonderkontingent für die geflüchteten Jesidinnen eingerichtet wird – nach dem Vorbild Baden-Württembergs. Claudia Kling und Hendrik Groth haben Annalena Baerbock in Berlin zum Interview getroffen.

Bericht: Merkel plant Besuch bei Erdogan im Januar

Bundeskanzlerin Angela Merkel will laut Medienbericht im Januar den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan treffen. Merkel plane, dazu nach Ankara zu fliegen, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“. Eine Bestätigung dafür gab es von der Bundesregierung zunächst nicht. Erdogan hatte zuletzt angesichts der schweren Luftangriffe in Nordsyrien und Zehntausender fliehender Menschen vor einer „neuen Migrationswelle“ in Richtung Europa gewarnt. Mehr als 80 000 Menschen seien durch Bombardements aus der syrischen Provinz Idlib vertrieben ...

Syrische Flüchtlinge

Erdogan warnt Europa vor „neuer Migrationswelle“

Angesichts der schweren Luftangriffe in Nordsyrien und Zehntausender fliehender Menschen hat die türkische Staatsführung vor einer „neuen Migrationswelle“ in Richtung Europa gewarnt.

Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte in Istanbul, mehr als 80.000 Menschen seien durch die Bombardements aus der syrischen Provinz Idlib vertrieben worden und auf dem Weg zur türkischen Grenze. Sein Land werde diesen Zustrom „nicht alleine schultern können“, und „alle europäischen Länder, insbesondere Griechenland, werden die negativen Folgen zu spüren ...