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 Baba Sheikh, das geistliche Oberhaupt der religiösen Gemeinschaft der Jesiden, im März 2019: Im Gespräch mit dem Chefredakteur

Trauer um einen Friedensstifter

Die religiöse Gemeinschaft der Jesiden trauert um ihr geistliches Oberhaupt. Baba Sheikh starb am Donnerstag im Alter von 87 Jahren in einem Krankenhaus in der kurdischen Stadt Erbil im Nordirak, wie sein Sohn Aidu mitteilte. „Sein Tod wird in der jesidischen Gemeinde ein großes Vakuum zurücklassen“, sagte er. Der kurdischen Nachrichtenseite Rudaw zufolge war der Geistliche wegen Nieren- und Herzproblemen in die Klinik eingeliefert worden.

Die Jesiden haben ihr Zentrum im Norden des Iraks.

 Eine Ladenzeile in dem Camp ging in Flammen auf und damit die Existenzgrundlage vieler Flüchtlinge.

Feuer im Camp Sheikhan: Lebensgrundlage jesidischer Familien geht in Flammen auf

Im Flüchtlingscamp Sheikhan im Nordirak sind fünf Geschäfte einer Ladenzeile, die mit Mitteln aus der Weihnachtsspendenaktion „Helfen bringt Freude“ der „Schwäbischen Zeitung“ finanziert worden waren, abgebrannt. Bei dem Feuer wurde niemand verletzt. Der Sachschaden beträgt etwa 15.000 Euro. Der Wiederaufbau hat bereits begonnen. Betroffen sind zwei Friseurgeschäfte, ein Schneider, ein Lebensmittelhändler und eine Reparaturwerkstatt für Handys. Im Camp leben derzeit 4000 Personen, die der religiösen Minderheit der Jesiden angehören.

Christen in Akre haben Lebensmittelpakete erhalten, die mit Spendengeldern gekauft wurden.

Spendenaktion der Schwäbischen Zeitung: Starthilfe für ein neues Leben im Nordirak

Vielen, vielen Dank nach Deutschland!“ Faruk und Hadia Khalaf haben in diesen Tagen zwar alle Hände voll zu tun. Nach Jahren im nordirakischen Flüchtlingscamp Sheikhan ist das Ehepaar mit seinen vier Kindern ins heimatliche Shingal-Gebirge zurückgekehrt, aus dem die Familie vor sechs Jahren von der Terrormiliz „Islamischer Staat“ vertrieben worden war. Faruk Khalaf und sein Bruder errichten dort schon Gewächshäuser, um Gurken anbauen zu können.

„Aber wir wollen unbedingt unseren deutschen Freunden danken, die uns im Camp Sheikhan ...

 Auch dreißig Jahre nachdem der irakische Diktator Saddam Hussein das benachbarte Kuweit überfiel, sind die Spätfolgen des Konfl

Zweiter Golfkrieg: Als sich der Sturm über die Wüste legte

Als irakische Panzer in den frühen Morgenstunden des 2. August 1990 in das kleine Emirat Kuwait rollten, begann ein Krieg, dessen Auswirkungen auch 30 Jahre später noch zu spüren sind. Auf Befehl von Diktator Saddam Hussein nahm die irakische Armee das Nachbarland ein, zwang den Emir zur Flucht aus Kuwait-Stadt, sicherte dem Irak den Zugang zu reichen Ölvorräten und bedrohte westliche Verbündete wie Saudi-Arabien. Ein halbes Jahr später wurde der Irak von einer US-geführten Koalition wieder aus Kuwait vertrieben.

Friedensnobelpreisträgerin Nadia Murad

Nadia Murad erinnert: Noch 2800 Jesidinnen vermisst

Die Lage der Jesidinnen ist nach Ansicht der Menschenrechtsaktivistin Nadia Murad noch immer katastrophal. Von den über 6000 entführten und versklavten jesidischen Frauen und Kindern würden nach sechs Jahren immer noch 2800 vermisst, sagte die einst selbst im Nordirak verschleppte 27-Jährige der Deutschen Presse-Agentur anlässlich des Welttages gegen Menschenhandel und Sklaverei (30. Juli). Sie seien in Gefangenschaft ständiger sexueller Gewalt ausgesetzt - ohne Hoffnung auf Rettung.

 Familie Hadia und Faruk Khalaf.

Jesiden im Nordirak kehren in ihre geliebte Heimat zurück

Faruk und Hadia Khalaf gehen zurück, kehren endlich zurück in ihre Heimat im nordirakischen Shingal-Gebirge. In den nächsten Wochen wollen die Khalafs zusammen mit ihren Nachbarn in Boruk ihr Haus renovieren, die Äcker bewirtschaften, ihre Existenz neu aufbauen: „Wir danken Gott, dass wir zurückgehen dürfen!“

Vor sechs Jahren, im August 2014, hatte die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) den heute 38-jährigen Faruk, seine Frau Hadia und die vier Kinder aus dem Dorf Boruk im Shingal-Gebirge im Nordirak vertrieben.

Kampfjet

Türkische Jets greifen erneut PKK-Ziele im Nordirak an

Mit neuen Luftangriffen hat die Türkei ihre Militärkampagne gegen die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK im Norden des Nachbarlandes Irak fortgesetzt.

Kampfjets zerstörten dort nach Angaben des türkischen Verteidigungsministerium in zwei Regionen „Terrorziele“, wie die Nachrichtenagentur Anadolu meldete. Dabei seien drei PKK-Kämpfer getötet worden. Weitere Einzelheiten nannte das Verteidigungsministerium zunächst nicht.

Die Türkei hatte im Juni die Luft- und Bodenoffensiven „Adlerkralle“ und „Tigerkralle“ im Nordirak ...

Hulusi Akar

Türkei startet Einsatz gegen PKK im Nordirak

Die Türkei hat im Nordirak einen großangelegten Einsatz gegen die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK begonnen. Die „heldenhaften Kommandos sind in Haftanin“, schrieb das Verteidigungsministerium heute auf Twitter.

Sie würden unter anderem von Kampfdrohnen und Helikoptern unterstützt. Als Haftanin bezeichnet die Türkei eine Grenzregion im Nordirak. Der Staatssender TRT meldete, Hunderte Soldaten seien am frühen Mittwochmorgen von der Türkei aus, unter anderem mit Helikoptern, auf irakisches Gebiet gebracht worden.

Sicherheitsmaßnahmen im Irak

Hilfswerke warnen vor dramatischen Corona-Folgen im Nordirak

Christliche Hilfswerke sind alarmiert über einen plötzlichen starken Anstieg von Corona-Fällen im Nordirak. Die Behörden der Autonomen Region Kurdistan haben eine totale Ausgangssperre verhängt, teilte die in Linz ansässige Initiative Christlicher Orient (ICO) mit. Dabei dürften die Menschen ihre Häuser nicht mal mehr zum Kauf von Lebensmitteln verlassen, berichtete ICO unter Berufung auf ihre Partnerorganisation CAPNI.

Der Irak leidet wegen der Corona-Pandemie wie andere Länder der Region unter einer schweren Wirtschaftskrise.