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 Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) spricht sich für eine internationale Schutzzone in Nordsyrien au

Staunen über Kramp-Karrenbauers Syrien-Vorstoß

Was steckt hinter dem Vorschlag von Annegret Kramp-Karrenbauer? Eine deutsche Verteidigungsministerin, die in einem der gefährlichsten Krisengebiete der Welt einen internationalen Militäreinsatz anstoßen will, hat es noch nie gegeben. Deshalb rieben sich viele, nicht nur in der Opposition, die Augen.

Verschnupft reagierte Außenminister Heiko Maas (SPD). Er ist eigentlich aus der gemeinsamen Saarbrücker Regierungszeit, als Maas Oppositionsführer und Kramp-Karrenbauer Ministerpräsidentin war, vertraut mit der Verteidigungsministerin.

 Russlands Präsident Wladimir Putin (Mitte) mit Recep Tayyip Erdogan in Sotschi: Am Schwarzen Meer einigten sich die beiden Staa

Putin diktiert die Regeln für Syrien

Russlands Präsident Wladimir Putin ist die bestimmende Macht im Krieg in Syrien: Beim einem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan stoppt er den Vormarsch von dessen Truppen in dem Kriegsland. Doch der Besucher aus Ankara bekommt seine „Sicherheitszone“ – und spricht von einer „historischen Vereinbarung“.

Putin begrüßte seinen Gast mit einem freundlichen Lächeln. „Kaum sind Sie hier, wird das Wetter schön“, sagte der russische Staatschef, als Erdogan kurz nach Mittag am Dienstag die Treppe zu Putins Residenz in ...

Ungewohntklare Ansage

Kramp-Karrenbauers Paukenschlag

Das war nicht nur der erste große außenpolitische Aufschlag von Annegret Kramp-Karrenbauer, sondern auch ein Paukenschlag. Eine gemeinsame Militäraktion für eine Schutzzone in Nordsyrien – der Vorschlag ist richtig und gut. Zu wünschen übrig ließ allerdings der Stil der Verteidigungsministerin.

Keine Absprache mit dem Koalitionspartner, stattdessen eine SMS an den Außenminister, und das bei einer Aktion, die in der deutschen Nachkriegsgeschichte einmalig ist: Die Deutschen als Initiatoren eines Militäreinsatzes.

SPD beklagt Alleingang Kramp-Karrenbauers

Mit großer Skepsis und Verärgerung hat die SPD auf den Vorstoß von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer für eine international kontrollierte Sicherheitszone in Nordsyrien reagiert. Von SMS-Diplomatie halte er wenig. Daraus werde schnell eine SOS-Diplomatie, sagte Außenminister Heiko Maas. Kramp-Karrenbauer hatte ihn erst kurz vor Verkündung ihres Vorschlags per SMS vorgewarnt, aber keine Details genannt. Kanzlerin Angela Merkel und Innenminister Horst Seehofer stellten sich dagegen hinter den Vorstoß.

Soldaten und die Militärfahrzeuge in der türkischen Stadt Akcakale an der Grenze zur syrischen Stadt Tall Abyad in einem Aufenth

Türkische Militäroffensive? - Von wegen, nennt das Kind beim Namen!

"Die Leitung steht" zwischen Ravensburg und Ulm, zwischen Hendrik Groth und Ulrich Becker. Im SZ-Podcast diskutieren die Chefredakteure von Schwäbischer Zeitung und Südwestpresse über aktuelle gesellschaftspolitische Themen.

Die EU nennt es Militäroffensive, Groth und Becker sagen klar: Was da gerade in Nordsyrien passiert, ist eine türkische Invasion und ein Bruch mit dem Völkerrecht.

Was also ist los vor Ort und wie strahlt das Ereignis auch in den Nordirak aus, wo Hendrik Groth noch vor wenigen Tagen persönlich war?

Kramp-Karrenbauer

Kramp-Karrenbauers riskantes Syrien-Manöver

Acht Jahre lang hat Deutschland bei den Bemühungen um ein Ende des syrischen Bürgerkriegs nur eine Nebenrolle gehabt.

Jetzt macht Annegret Kramp-Karrenbauer einen Vorschlag, der so gar nicht in die bisherige deutsche Außenpolitik passt. Noch nie hat Deutschland einen internationalen Militäreinsatz selbst initiiert. Genau das versucht die CDU-Chefin nun für Nordsyrien, wo vor knapp zwei Wochen türkische Truppen einmarschiert sind. Es ist ein riskantes Manöver, denn sie muss nicht nur einen verärgerten Koalitionspartner, sondern auch ...

Türkische Truppen an der syrischen Grenze

Nordsyriens Schicksal wird in Sotschi entschieden

Ein Gipfeltreffen des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan an diesem Dienstag im russischen Schwarzmeer-Badeort Sotschi wird darüber entscheiden, wie es in Nordsyrien nach dem türkischen Truppeneinmarsch weitergeht. Die beiden Politiker gehen mit gegensätzlichen Zielvorstellungen in ihr achtes Treffen in diesem Jahr. Während Russland eine permanente Präsenz der Türkei in Nordsyrien vermeiden will, strebt Ankara eine dauerhafte „Sicherheitszone“ an.

Forderung nach internationaler Sicherheitszone in Syrien

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat eine international kontrollierte Sicherheitszone im syrischen Grenzgebiet zur Türkei gefordert. Einen entsprechenden Vorschlag habe sie mit Kanzlerin Angela Merkel abgestimmt und westlichen Verbündeten vorgeschlagen, sagte Kramp-Karrenbauer der dpa. Sie werde ihren Vorstoß am Rande des Treffens der Nato-Verteidigungsminister in Brüssel am Donnerstag und Freitag vorstellen. Über eine mögliche Beteiligung der Bundeswehr müsse der Bundestag entscheiden, sagte die CDU-Vorsitzende.

Putin und Erdogan

Triumphator im Syrien-Krieg - Putin empfängt Erdogan

Wenn Kremlchef Putin und sein türkischer Kollege Erdogan sich in Sotschi wiedersehen, können sie als entschlossene Kriegsherren Einklang demonstrieren. Die Russen haben Erdogan im Gegensatz zum Westen von Anfang an bei seinem umstrittenen Einmarsch in die Kurdengebiete Nordsyriens unterstützt.

Die beiden Staatschefs spielen im Syrienkonflikt seit langem über Bande, obwohl sie unterschiedliche Interessen verfolgen. Das dürften sie auch an diesem Dienstagnachmittag am Schwarzen Meer unter Palmen einmal mehr der Weltöffentlichkeit ...

Annegret Kramp-Karrenbauer

SPD beklagt Kramp-Karrenbauers Alleingang bei Syrien-Vorstoß

Mit großer Skepsis und Verärgerung hat die SPD auf den überraschenden Vorstoß von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer für eine international kontrollierte Sicherheitszone in Nordsyrien reagiert.

„Von SMS-Diplomatie halte ich wenig. Daraus wird schnell eine SOS-Diplomatie“, sagte Außenminister Heiko Maas (SPD) am Dienstag in Berlin. Kramp-Karrenbauer hatte ihn erst unmittelbar vor Verkündung ihres Vorschlags in einer kurzen SMS vorgewarnt, aber keine inhaltlichen Details genannt.