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Ein Mann vor einem Gipfelkreuz

Warum sich an Napoleon bis heute die Geister scheiden

Vor 250 Jahren, am 15. August 1769, wurde auf Korsika ein Mann geboren, der Europa nachhaltig verändert hat: Napoleon Bonaparte. In Zeiten, als man von historischen Figuren gerne im Stile von „Männer, die Geschichte schrieben“ erzählte, stand er ganz oben auf der Liste. Gerne auch wurde die Linie von Cäsar über Napoleon bis zu Bismarck und Hitler gezogen.

Die moderne Geschichtswissenschaft bevorzugt andere Narrative. Aber der Korse, dem unter anderem die bayerischen und württembergischen Fürsten ihre Königskronen verdankten, steht ...

Napoleon Bonaparte

Was von Napoleon in Deutschland übrig blieb

In seiner Zeit als Herrscher über die Franzosen hat Napoleon Bonaparte Europa grundlegend verändert. Auch Deutschland, das in Teilen während der Feldzüge der Grande Armée unter die Herrschaft des Nachbarn fiel.

Obwohl 1815 der militärische Erfolg Napoleons ein Ende fand, hat der Mann aus Korsika den Geist der Französischen Revolution in die Welt getragen - mitsamt noch heute gängiger Errungenschaften. Am 15. August jährt sich der Geburtstag des Kaisers zum 250.

«Napoleon. Revolutionär auf dem Kaiserthron»

Vom Nasenpopel zum Kaiser

Der Junge, ein Korse in Frankreich, ist klein und zurückhaltend, ja manche sagen, es mangle ihm an Geselligkeit. Er hat keine Spielkameraden. Seine Größe und „sein unzulängliches, korsisch eingefärbtes Französisch macht ihn zur Zielscheibe des Spotts“.

Seine Mitschüler geben ihm den Spitznamen „Nasenpopel“. Seine schulische Leistungen sind in Ordnung, aber nicht brillant. „Latein interessiert ihn nicht, Deutsch, das von einem Monsieur Bauer unterrichtet wird, noch weniger.

„Stürmt die Burg!“ - Ulms schlafender Festungsriese wird geweckt

Der Preis war heiß. Für eine D-Mark ging 1986 die Bundesfestung Ulm in den Besitz der Donaustadt über. Pessimisten warnten: „Wer billig kauft, kauft teuer.“ Jahrelang nutzten vor allem Fledermäuse die größte Festungsanlage Deutschlands, während sich die Kosten für ihre Bewahrung vor dem Verfall türmten. Doch damit ist Schluss. Zum zweiten Mal seit 2018 ist die Wilhelmsburg in diesem Sommer Schauplatz eines Kulturfestivals. Von Anfang August bis Ende September heißt es wieder: „Stürmt die Burg!

Wilhelmsburg Ulm

Deutschlands größte Festung: Ulm nutzt die Wilhelmsburg

Deutschlands größte erhaltene Festungsanlage ist in diesem Sommer zum zweiten Mal Schauplatz eines Kulturfestivals. Unter dem Motto „Stürmt die Burg!“ werden auf der hoch über der Donaustadt Ulm thronenden Wilhelmsburg im August und September Lichtshows, Theaterstücke, Konzerte von Rock bis Klassik sowie Programme für Kinder geboten - darunter Schnitzeljagden durch die Festungsräume.

Die Wilhelmsburg für Kulturveranstaltungen zu nutzen, sei Teil eines Testlaufs für deren umfassende Neugestaltung, sagte Katharina Wieder, die ...

Michel Houellebecq

Michel Houellebecq in Ehrenlegion aufgenommen

Der französische Bestseller- und Skandalautor Michel Houellebecq („Unterwerfung“) hat von Staatschef Emmanuel Macron die Ehrenlegion erhalten. Zur Feier im Élyséepalast sei auch Macrons Vor-Vorgänger Nicolas Sarkozy gekommen, berichtete der Radionachrichtensender Franceinfo am Freitag.

Sarkozy war von 2007 bis 2012 Staatspräsident. Die Zeremonie fand laut Bericht bereits am Donnerstagabend statt.

Der 63 Jahre alte Houellebecq gilt als Enfant terrible der zeitgenössischen französischen Literatur.

Victor Hugo

Poesie in Stein: Victor Hugos Exil-Haus auf Guernsey

Bei klarem Wetter kann man auf die französische Küste blicken.

In der Glasveranda auf dem Dach seines Hauses in der Inselhauptstadt St. Peter Port pflegte Victor Hugo zu schreiben, im Stehen an einem der beiden herunterklappbaren Ecktische, die er entworfen hat, wie fast alles in dem Haus auf der britischen Kanalinsel Guernsey. Dort verbrachte der französische Schriftsteller, Dichter, Zeichner und Publizist (1802-1885) knapp 15 Jahre im Exil.

 Werner Kreitmeier präsentiert das Gemälde des Malefizschenks.

Museumsverein plagt ein Platzproblem

Der Museumsverein Oberdischingen hat 2019 wieder einiges vor und hat sich einen Vier-Jahres-Ausgabenplan gegeben. 61 000 Euro sollen investiert werden. Allerdings fehlt noch die geeignete Räumlichkeit, um ein Museum einzurichten. Zur Lagerung darf vorerst ein Klassenzimmer genutzt werden, um den Museumsvereinsvorsitzenden Werner Kreitmeier zu entlasten, der privat keine Kapazitäten mehr hat für Besitztümer, Schenkungen und Leihgaben.

Neue Exponate in der Sammlung Neueste Schenkungen sind Unterlagen über die Wallfahrt in ...

Adam Zamoyski: «Napoleon - Ein Leben»

Opulente Biografie: „Napoleon - Ein Leben“

Über Napoleon Bonaparte (1769-1821) wurde viel geschrieben, bis heute - nach bibliografischen Schätzungen - gut 80.000 Bücher.

Zu den zahlreichen Romanen, Dokumentationen, Anekdotensammlungen und Biografien kommt nun ein neues Werk hinzu, das schlicht „Napoleon - Ein Leben“ heißt und von dem amerikanischen Historiker mit polnischen Wurzeln, Adam Zamoyski (Jahrgang 1949), verfasst wurde.

Es ist nicht das erste Opus des heute in London lebenden Autors über den Kaiser der Franzosen, dessen Geburtstag sich im August zum 250.

«Der kleine Kaiser ist zurück»

Ein kleiner Kaiser in Slim-Fit-Hosen

„Er ist wieder da“ hieß vor einigen Jahren der Sensationsbestseller von Timur Vermes, in dem er Adolf Hitler im heutigen Berlin wiederauferstehen ließ.

Die Satire lebte nicht zuletzt von der Konfrontation des monströsen Weltbildes des Diktators mit der deutschen Realität des 21. Jahrhunderts und natürlich vom täuschend echten Auftritt des „Führers“ mit schnarrendem Tonfall und NS-Jargon. Vielleicht war Vermes ja Ideengeber für Romain Puértolas und sein Buch „Der kleine Kaiser ist zurück“.