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Trauerfeier für Walter Lübcke

Geständnis im Mordfall Lübcke: Zweifel an Einzeltäter-These

Stephan E. hat gestanden. Zehn Tage nach seiner Festnahme hat der dringend tatverdächtige 45-Jährige den Mord am CDU-Politiker Walter Lübcke zugegeben.

„Das heißt, die Ermittler, die Fahnder haben den richtigen Mann. Und darüber müssen wir alle froh sein“, sagt Regierungssprecher Steffen Seibert. Um dann aber gleich hinterherzuschieben: „Und jetzt werden sicherlich damit die Ermittlungen nicht zu Ende sein.“

Keinen Monat, nachdem der Kasseler Regierungspräsident Lübcke auf seiner Terrasse erschossen wurde, scheint die ...

Walter Lübcke

Stephan E. gesteht den Mord an Walter Lübcke

Der Verdächtige im Mordfall Walter Lübcke hat die Tat gestanden. Stephan E. habe am Dienstagnachmittag ausgesagt, er habe die Tat alleine vorbereitet und durchgeführt, berichtete Generalbundesanwalt Peter Frank nach einer Sondersitzung des Innenausschusses des Bundestages.

Doch erst die weiteren Ermittlungen könnten zeigen, ob es mögliche „Helfer“ oder „Mittäter“ gegeben habe. Nach Angaben von Teilnehmern gab Generalbundesanwalt Frank zwar keine expliziten Informationen zum Motiv.

Oldtimer, Gartenfest Musikverein Aßmannshardt

Oldtimer vom Mofa bis zum Porsche glänzen um die Wette

Das Oldtimertreffen mit Automobilen, Motorrädern und Mopeds ist der Höhepunkt des Gartenfests des Musikvereins Aßmannshardt gewesen. Die Teilnehmer aus Aßmannshardt präsentierten bei der Dorfrundfahrt und bei der Ausstellung auf dem Dorfplatz ihre liebevoll restaurierten Fahrzeuge.

Das Wetter spielte mit: Während die Jugendkapellen aus Warthausen und Aßmannshardt die Gäste unter den Sonnenschirmen bei Kaffee und Kuchen unterhielten, konnten sich die Veteranen-Fahrzeugfreunde ein Bild von den teils restaurierten, teils im ...

Mahnwache für Walter Lübcke

Sollen Demokratiefeinde Grundrechte verlieren?

Mehrere Hundert Menschen haben an einer Mahnwache für den ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke in dessen Heimatstadt Wolfhagen teilgenommen. Unterdessen geht die Debatte weiter, wie Politik und Behörden den Kampf gegen Rechtsextremismus verstärken können.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) kündigte in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstag) an, er wolle „dem Rechtsstaat mehr Biss geben“. Er fügte hinzu: „Dieser Mord motiviert mich, alle Register zu ziehen, um die Sicherheit zu erhöhen.

Abgesperrt

Der Mordfall Lübcke: Warum jetzt?

Stephan E. gibt Rätsel auf. In der Nacht vom 1. auf den 2. Juni soll er den Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) auf seiner Terrasse mit einem Kopfschuss getötet haben. Die Bundesanwaltschaft geht von einem rechtsextremistischen Motiv aus.

E. war in der Szene aktiv - doch bei den Behörden galt er in den zehn Jahren vor der Tat als unauffällig. Warum jetzt? Was bringt einen Menschen dazu, ein „politisches Attentat“ zu verüben?

Christine Lambrecht

Die Überraschungs-Ministerin: Christine Lambrecht

Die Überraschung ist gelungen: Christine Lambrecht soll neue Bundesjustizministerin werden. Die frühere Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD und jetzige Staatssekretärin im Finanzministerium wurde als Nachfolgerin von Katarina Barley zur neuen Justizministerin vorgeschlagen.

Die kommissarische SPD-Spitze hat sich auf Lambrecht geeinigt. Sie sei eine Person, „die das umsetzt, was wir vorhaben“, erklärt Thorsten Schäfer-Gümbel: Blockaden lösen, Ärmel hochkrempeln und das Ansehen der Regierung verbessern.

Zwei uniformierte Männer stehen neben einem Sarg

Tödliche Gefahr vom rechten Rand wächst

Ist der mutmaßlich rechtsextremistisch motivierte Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke der Auftakt zu einer neuen Welle des Rechtsterrorismus in Deutschland? Beteiligte am großen NSU-Rechtsterroristenprozess, der am 11. Juli vorigen Jahres zu Ende ging, und Experten auf dem Gebiet des Extremismus halten das für gut möglich. Aus ihrer Sicht ist die gewaltbereite rechtsextremistische Szene sogar „gestärkt“ aus dem Prozess hervorgegangen.

Trauerfeier für Walter Lübcke

Angst vor neuen rechten Netzwerken nach Mord an Lübcke

Nach dem Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübke wächst die Angst vor rechtsextremen Netzwerken in Deutschland.

„Die Sicherheitsbehörden müssen mögliche rechtsextreme oder rechtsterroristische Strukturen schnell, gründlich und umfassend durchleuchten“, sagte Grünen-Parteichef Robert Habeck am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. „Dazu gehört zu prüfen, ob es auch mögliche Verbindungen zu anderen Fällen wie dem NSU-Komplex gibt.

Benjamin Strasser im Anzug im Gespräch

Kampf gegen Rechts: Strasser kritisiert Bundesregierung scharf

Nach dem Mord am Kassler Regierungspräsidenten Wolfgang Lübcke fordert der Innenpolitiker Benjamin Strasser im Gespräch mit Katja Korf mehr Engagement im Kampf gegen rechts.

Für wie wahrscheinlich halten Sie es, dass hinter dem Mord an Walter Lübcke ein rechtsextremes Netzwerk steckt?

Natürlich muss man die endgültigen Ergebnisse der Ermittlungen abwarten. Aber die Hinweise verdichten sich, dass sich der Tatverdächtige seit Jahren in der radikalen, neonazistischen Szene bewegt.

Wohnhaus des Tatverdächtigen

Die zwei Leben des Stephan E.

Es ist ein Einfamilienhaus im Kasseler Osten. Im Gärten hängt frische Wäsche, um das Haus schleicht friedlich ein großer weißer Hund. Das Viertel ist gutbürgerlich.

Dass hier etwas nicht stimmt, zeigt nur die rote Holzplatte, die die Haustür ersetzt. Denn am Samstag wurde die Tür aufgebrochen - und ein Spezialeinsatzkommando nahm Stephan E. fest. Der 45-Jährige soll vor mehr als zwei Wochen den Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) erschossen haben.