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Trump und OBrien

Trump macht O'Brien zum neuen Nationalen Sicherheitsberater

Eine Woche nach dem Rauswurf des Hardliners John Bolton hat US-Präsident Donald Trump die Ernennung des Diplomaten Robert O'Brien zum neuen Nationalen Sicherheitsberater angekündigt.

O'Brien sei bislang „sehr erfolgreich“ als Sondergesandter für Geiselangelegenheiten im Außenministerium tätig gewesen, erklärte Trump am Mittwoch auf Twitter. „Ich habe lang und hart mit Robert gearbeitet. Er wird einen super Job machen“, schrieb Trump.

Der Jurist wird der vierte Nationale Sicherheitsberater in Trumps Amtszeit.

Justin Trudeau

Kanadas Regierungschef Justin Trudeau unter Druck

Kanadas Regierungschef Justin Trudeau gerät wegen unterdrückter Ermittlungen inmitten eines Bestechungsskandals erneut unter Druck.

Eine beim Parlament in Ottawa angesiedelte Ethik- Kommission kam am Mittwoch zum Schluss, Trudeau habe sich sich gegenüber Ex-Justizministerin Jody Wilson-Raybould falsch verhalten. „Der Ministerpräsident hat, direkt und über seine ranghohen Mitarbeiter, verschiedene Mittel eingesetzt, um Einfluss auf Frau Wilson-Raybould auszuüben“, teilte der Chef des Gremiums, Mario Dion, mit.

Libyen: Konfliktparteien einigen sich auf Waffenruhe

Die Konfliktparteien in Libyen haben sich auf Vorschlag der Vereinten Nationen hin auf eine Waffenruhe während des muslimischen Opferfests geeinigt. Die selbst ernannte Libysche Nationalarmee erklärte, der Waffenruhe von Samstag bis Montag zugestimmt zu haben. Das viertägige Opferfest Eid al-Adha beginnt in Libyen und den meisten muslimischen Ländern am Sonntag. Im ölreichen Libyen herrscht seit dem Sturz von Langzeitherrscher Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 Chaos, in dem zahlreiche Milizen um Einfluss kämpfen.

Matteo Salvini

Salvini unerbittlich gegen Seenotretter

Rittlings sitzen die Menschen auf dem Rand der Schlauchboote, mit einem Fuß im Wasser. Körper an Körper sind sie gedrängt und füllen auch den letzten Quadratzentimeter aus. In der Hoffnung auf eine bessere Zukunft wollen die Migranten über den Seeweg von Afrika nach Europa.

Eine falsche Bewegung, eine hohe Welle - und die wackeligen Boote drohen zu kentern. Fotos der libyschen Küstenwache aus den vergangenen Woche lassen erahnen, welche Flüchtlingsdramen sich regelmäßig auf dem Mittelmeer abspielen.

Trümmer

Tödlicher Angriff auf Migranten: Libyen will Lager schließen

Nach einem tödlichen Luftangriff erwägt die libysche Regierung in Tripolis die Schließung der umstrittenen Internierungslager für Migranten in dem Bürgerkriegsland.

Die Regierung prüfe derzeit, die Lager aus Sicherheitsgründen zu schließen und die Migranten freizulassen, teilte Innenminister Fathi Baschagha am Donnerstag überraschend mit. Es liege außerhalb der Möglichkeiten der Regierung, die Lager gegen Angriffe von Kampfflugzeugen zu schützen.

 Nach Angaben der Vereinten Nationen seien bei dem Angriff 44 Menschen getötet und etwa 130 weitere verletzt worden.

Angriff auf libysches Flüchtlingslager: General Haftar weist alle Vorwürfe zurück

Das Flüchtlingslager in Tajoura war ein Ort der Verzweiflung – in der Nacht zum Mittwoch wurde das Lager zum Tatort eines Massakers. In einem Hangar in Tajoura, einem Vorort der libyschen Hauptstadt Tripolis, lebten mehr als 600 Männer, Frauen und Kinder aus Ostafrika, nachdem sie bei der Überfahrt nach Italien mit Unterstützung der EU auf dem Meer aufgegriffen und nach Libyen zurückgebracht worden waren. Tajoura liegt mitten im Kampfgebiet des libyschen Bürgerkrieges.

Der italienische Filmemacher Michelangelo Severgnini informiert sich mittels WhatsApp über das Schicksal von Migranten in Libyen

Nachrichten aus der libyschen Hölle

Das Smartphone auf dem Opaltisch in einer gemieteten Wohnung in der tunesischen Stadt Medenine gibt nur Freizeichen von sich. Der italienische Filmemacher Michelangelo Severgnini wischt den Anruf weg und klickt einen neuen Kontakt in seinem WhatsApp-Adressbuch an. So hält er Kontakt mit Tausenden Migranten zwischen den Fronten in Libyen.

Die Verbindung baut sich auf, aber niemand nimmt ab. „Hassan Libya“ antwortet nicht. Genau wie die anderen vor ihm.

Angriff auf Migrantenzentrum in Libyen

Libyen in der Abwärtsspirale

Den Anblick, den der Arzt Chalid bin Attia aus dem Migrantenlager Tadschura bei Tripolis beschreibt, ist erschütternd.

„Das Lager war zerstört, die Menschen weinten, waren in Panik“, sagt der Mitarbeiter des libyschen Gesundheitsministeriums im Telefoninterview mit der BBC. „Das Licht war aus, wir konnten nicht viel sehen. Es war schrecklich, überall war Blut.“

Es war wohl ein Luftangriff, der das Lager tief in der Nacht zum Mittwoch erschüttert.

Angriff auf Migrantenzentrum in Libyen

44 Tote bei Angriff auf Migrantenlager in Libyen

Bei einem mutmaßlichen Luftangriff auf ein Internierungslager mit afrikanischen Migranten nahe der libyschen Hauptstadt Tripolis sind nach Angaben der Vereinten Nationen 44 Menschen getötet worden.

Etwa 130 weitere Menschen wurden demnach verletzt. Der Angriff sei in der Nacht zum Mittwoch im Vorort Tadschura erfolgt, sagte der Sprecher der libyschen Notfalldienste, Osama Ali. Es ist der tödlichste Zwischenfall, seit der in Libyen mächtige General Chalifa Haftar im April eine Offensive auf Tripolis angeordnet hatte.

 Truppenmitglieder der Regierung in Tripolis beobachten aus der Ferne Gefechte mit Truppen von General Haftar.

Türkei greift immer stärker in den Libyen-Konflikt ein

Das NATO-Mitglied Türkei engagiert sich immer stärker in dem Konflikt im nordafrikanischen Bürgerkriegsland Libyen. Mit der Androhung von Militärschlägen gegen die Truppen des Rebellenkommandeurs Khalifa Haftar erreichte Ankara am Montag die Freilassung von sechs türkischen Staatsbürgern in Libyen. Haftar hatte die Türkei zuvor zum Feind erklärt. Er macht Ankara für eine schwere Niederlage seiner Libyschen Nationalen Armee (LNA) im Kampf mit der international anerkannten Regierung um die Hauptstadt Tripoli verantwortlich.