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Überwachungskamera: Zwei Männer vor einem Gebäude

Mord ohne Strafe: Warum Saudi-Arabien sich ein Jahr nach dem Khashoggi-Mord so sicher fühlen kann

Ein Jahr nach dem Mord am saudischen Dissidenten Jamal Khashoggi erfreut sich Saudi-Arabien der vollen Unterstützung des Westens. Im neu aufgeflammten Konflikt mit dem Nachbarn Iran ist Saudi-Arabien besonders für die Politik der USA wichtiger denn je. Kurz vor dem Jahrestag des Mordes an Khashoggi am kommenden Mittwoch gab das US-Verteidigungsministerium die Verlegung von zusätzlichen Radarsystemen, Flugabwehrbatterien und 200 Soldaten nach Saudi-Arabien bekannt.

Mann mit Brille schaut in die Kamera

Ein Jahr nach dem Khashoggi-Mord: Der Westen schadet sich mit seiner Heuchelei selbst

Ein Jahr nach dem Mord am saudischen Dissidenten Jamal Khashoggi ist der mutmaßliche Drahtzieher, der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman, international längst wieder salonfähig.

Heuchelei ist ein Markenzeichen der westlichen Politik im Nahen Osten. Vor 16 Jahren überfielen die USA den Irak im Namen der „Demokratie“ – und bereiteten den Boden für den Islamischen Staat. Zwei Jahre vorher war Amerika in Afghanistan einmarschiert – um sich für die Anschläge vom 11.

Mohammed bin Salman

Kronprinz übernimmt Verantwortung für Khashoggi-Mord

Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman hat die „volle Verantwortung“ für die Ermordung des regierungskritischen Journalisten Jamal Khashoggi im saudischen Generalkonsulat in Istanbul im Oktober 2018 übernommen.

Allerdings wies er den Vorwurf zurück, den Mord in Auftrag gegeben zu haben. „Absolut nicht“, antwortete er auf die entsprechende Frage in einem am Sonntag vom US-Sender CBC News ausgestrahlten Interview.

Journalisten stellten für sein Land keine Bedrohung dar, sagte Salman.

Saudischer Kronprinz

Riad warnt vor weiterer Eskalation im Iran-Konflikt

Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman hat die internationale Gemeinschaft vor einer weiteren Eskalation im Konflikt mit dem Iran gewarnt.

„Wenn die Welt keine starken und entschlossenen Maßnahmen ergreift, um den Iran abzuschrecken, dann werden wir weitere Eskalationen sehen, die die Interessen der Welt bedrohen werden“, sagte der Kronprinz in einem vom US-Sender CBC News ausgestrahlten und von ihm auch ins Englische übersetzten Interview.

Saudischer Kronprinz warnt vor weiterer Eskalation

Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman hat die internationale Gemeinschaft vor einer weiteren Eskalation im Konflikt mit dem Iran gewarnt. „Wenn die Welt keine starken und entschlossenen Maßnahmen ergreift, um den Iran abzuschrecken, dann werden wir weitere Eskalationen sehen, die die Interessen der Welt bedrohen werden“, sagte der Kronprinz in einem vom US-Sender CBC News ausgestrahlten Interview. „Die Ölversorgung wird unterbrochen und die Ölpreise werden auf unvorstellbar hohe Zahlen steigen, die wir in unserem Leben noch nicht gesehen ...

Personen in Gewändern laufen teilweise auf Stelzen

Urlaub in Saudi-Arabien? Wie sich das Land für Touristen öffnet

Der Zeitpunkt dürfte kein Zufall gewesen sein. Weniger als ein Woche vor dem ersten Jahrestag des brutalen Mordes an dem saudischen Regierungskritiker Jamal Khashoggi öffnet sich das Königreich für ausländische Touristen. Gäste aus vielen Staaten, darunter aus Deutschland, brauchen künftig vorab kein Visum mehr, um in das erzkonservative Land zu reisen – positive Schlagzeilen sind da den Herrschern in Riad sicher. „Ziemlich verdächtig“ sei dieser zeitliche Ablauf, sagt die saudische Journalistin Safa al-Ahmed, die im Exil lebt.

US-Präsident Donald Trump

US-Demokraten machen Druck auf Außenministerium

Die US-Demokraten drücken aufs Tempo bei ihren Bemühungen, US-Präsident Donald Trump sein Amt streitig zu machen.

In den Fokus rückt nun auch das Außenministerium: Die Vorsitzenden dreier Ausschüsse im Repräsentantenhaus forderten Ressortchef Mike Pompeo unter Strafandrohung zur Vorlage von Dokumenten bis zum Freitag auf.

Trump setzte wütende Nachrichten auf Twitter ab. „Belästigung des Präsidenten!“, schrieb er wie zum Ausruf in Großbuchstaben.

Saudi-Arabien will sich für internationalen Tourismus öffnen

Saudi-Arabien öffnet sich weiter für Touristen

Das erzkonservative Königreich Saudi-Arabien öffnet sich für ausländische Gäste und will mehr internationale Touristen anziehen. Damit ändert das Land erstmals seine Politik, sich stark abzuschotten.

Besucher aus 49 Ländern, darunter aus Deutschland, können künftig ohne vorheriges Visum in das Königreich reisen, wie die Behörden in Riad mitteilten. „Die Öffnung Saudi-Arabiens für internationale Touristen ist ein historischer Augenblick für unser Land“, sagte der Chef der Tourismuskommission, Ahmed al-Chatib.

Journalist spricht in ein Mikrofon

Warum der Khashoggi-Mord kein Thema mehr ist

Der Angriff auf Saudi-Arabiens größte Ölraffinerie am vergangenen Wochenende hat die Debatte um den Stopp von Rüstungsexporten in das Land neu entfacht. Bundestagsabgeordnete von CDU und CSU, darunter der stellvertretende Unionsfraktionschef Johann Wadephul, wollen, dass die Regierung Exporte von Rüstungsgütern wieder zulässt. Sie hält aber an ihrer Entscheidung vom Oktober 2018 fest, am Mittwoch verlängerte sie den Exportstopp bis Ende März 2020.

Mohammed Dschawad Sarif

Drohgebärden am Golf: Irans Außenminister warnt vor Krieg

Nach der Bombardierung von Ölanlagen in Saudi-Arabien greifen sowohl der Iran als auch die USA zu harscher Rhetorik, die eine militärische Eskalation befürchten lässt.

Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif drohte am Donnerstag für den Fall eines Militärschlag;es der USA und Saudi-Arabiens mit einem „umfassenden Krieg“. US-Außenminister Mike Pompeo traf wegen der Krise zu Gesprächen in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) ein.