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USA und Saudis wollen internationales Vorgehen gegen Iran

Nach den Angriffen auf Ölanlagen in Saudi-Arabien wollen die USA und das Königreich mit der internationalen Gemeinschaft gemeinsam über mögliche Reaktionen gegen den Iran beraten. US-Außenminister Mike Pompeo und der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman hätten bei ihrem Treffen die Notwenigkeit besprochen, dass die internationale Gemeinschaft zusammenkomme, um der Bedrohung durch das iranische Regime zu begegnen. Das teilte das US-Außenministerium mit.

Waffen

Bomben gegen den reichen Nachbarn: Was treibt Jemens Huthis?

Der Jemen war schon früher ein Land, in dem ausländische Mächte ein Fiasko erleben konnten. In den 1960er Jahren schickte der ägyptische Präsident Gamal Abdel Nasser Truppen in den Süden der Arabischen Halbinsel, um Putschisten zu unterstützen. Der Einsatz endete mit einer Niederlage, die als Ägyptens „Vietnam“ gilt.

Rund ein halbes Jahrhundert später fliegen saudi-arabische Jets regelmäßig Luftangriffe gegen Jemens Huthi-Rebellen. Doch auch für das Königshaus läuft der Einsatz ganz und gar nicht in seinem Sinne.

Donald Trump

Trump greift zu noch härteren Sanktionen gegen den Iran

Nach den Angriffen auf wichtige Ölanlagen in Saudi-Arabien will US-Präsident Donald Trump die Sanktionen gegen den Iran „bedeutend verstärken“.

Er habe Finanzminister Steven Mnuchin angewiesen, das in die Wege zu leiten, erklärte Trump am Mittwoch auf Twitter. Weitere Angaben machte er zunächst nicht. US-Außenminister Mike Pompeo hat den Iran direkt für die Angriffe verantwortlich gemacht.

Die Führung in Teheran wies zuletzt am Mittwoch alle Beschuldigungen zurück.

Angriff auf Ölanlagen: Pompeo berät mit saudischer Führung

Nach dem Angriff auf Ölanlagen in Saudi-Arabien will US-Außenminister Mike Pompeo mit der saudischen Führung über eine Reaktion beraten. Das Außenministerium in Washington teilte mit, Pompeo werde heute in der Hafenstadt Dschidda mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman zusammenkommen. Pompeo werde dabei auch „Bemühungen koordinieren, der iranischen Aggression in der Region entgegenzuwirken“. Die Huthi-Rebellen im Jemen hatten sich zu den Angriffen bekannt.

Pompeo reist nach Angriff auf Ölanlagen nach Saudi-Arabien

Nach dem Angriff auf wichtige Ölanlagen in Saudi-Arabien wird US-Außenminister Mike Pompeo an diesem Mittwoch in dem Königreich erwartet. Das Außenministerium in Washington teilte mit, Pompeo werde in der Hafenstadt Dschidda mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman über die jüngsten Angriffe sprechen. Pompeo werde außerdem „Bemühungen koordinieren, der iranischen Aggression in der Region entgegenzuwirken“. Der Minister reist anschließend zu Gesprächen nach Abu Dhabi weiter.

Die Folgen der Angriffe waren auch vom Weltraums aus zu sehen.

Die Zeichen stehen auf Eskalation

Die Folgen der jüngsten Eskalation im Konflikt zwischen Iran auf der einen und den USA und den arabischen Staaten am Golf auf der anderen Seite sind sogar aus dem Weltraum zu sehen. Satellitenbilder der Nasa zeigten am Wochenende riesige schwarze Rauchfahnen, die aus der weltgrößten Öl-Raffinerie im saudischen Abkaik aufstiegen. Abkaik und die Ölförderanlage Khurais waren aus der Luft angegriffen und teilweise außer Gefecht gesetzt worden. Saudi-Arabien musste seine Ölproduktion drastisch reduzieren.

Saudi-Prinzessin in Paris zu Bewährungsstrafe verurteilt

Die Schwester des saudi-arabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman ist in Paris wegen des Vorgehens ihres Leibwächters gegen einen Handwerker zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das wurde aus Justizkreisen bestätigt. Außerdem soll die Prinzessin demnach 10 000 Euro Strafe zahlen. Ihr Anwalt Emmanuel Moyne kündigte umgehend an, Berufung gegen das Urteil einzulegen. Der Frau wird laut AFP vorgeworfen, ihren Bodyguard aufgefordert zu haben, einen Handwerker in Paris zu schlagen und zu demütigen.

Verschwommene Gestalten auf einem Bild.

Der Hadsch beginnt: Warum Saudi-Arabien den Pilgern diesmal ein freundlicheres Gesicht zeigt

In Saudi-Arabien beginnt am Freitag der Hadsch, die Pilgerreise nach Mekka, die zu den fünf Glaubenssäulen des Islam gehört. Unter den 1.8 Millionen ausländischen Pilgern sind dieses Jahr 88 500 Gläubige aus Iran. Fast einen Monat lang hatte die iranische Pilgerbehörde mit dem saudischen Hadsch-Ministerium über die Zahl der Mekka-Pilger verhandelt. Dass Riad am Ende so vielen iranischen Gläubigen die Einreise gestattete, ist eine Überraschung – gerade angesichts der anhaltenden Spannungen zwischen beiden Ländern.

Saudische Frauen über 21 dürfen erstmals alleine reisen.

Saudische Frauen sind nun etwas gleichberechtigter

Per Federstrich hat König Salman von Saudi-Arabien die Rechte der Frauen in dem erzkonservativen islamischen Land gestärkt. Frauen dürfen demnach ohne Zustimmung eines männlichen Vormunds einen Pass beantragen und alleine reisen. Saudische Frauen feierten die am Freitag veröffentlichten Dekrete des Königs als weiteren historischen Meilenstein ein Jahr nach der Einführung des Führerscheins für Frauen. Die Reform hat aber auch das Ziel, das ramponierte Image Saudi-Arabiens aufzupolieren.

Frauen am Bahnhof von Medina

Saudi-Arabien: Frauen sollen ohne Erlaubnis reisen dürfen

Rund ein Jahr nach dem Ende des umstrittenen Autofahrverbots erhalten Frauen im streng islamisch-konservativen Königreich Saudi-Arabien auch mehr Reisefreiheit. Sie brauchen künftig keine Erlaubnis eines männlichen Vormunds mehr, wenn sie ins Ausland wollen.

Ein von König Salman erlassenes Dekret legt fest, dass Frauen ab dem Alter von 21 Jahren das Recht auf einen Pass und Reisefreiheit bekommen, wie das staatliche Kommunikationszentrum am Freitag mitteilte.