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Mann steht neben einer Turbine

Auf dem Gelände der Papierfabrik Mochenwangen entsteht Strom für ein ganzes Dorf

Strom aus der Schussen: In Mochenwangen steht ein Wasserkraftwerk, das so viel Strom erzeugt, dass im Prinzip der ganze Ort mit dieser Energie versorgt werden könnte. Allerdings wird der Strom ins Netz eingespeist und kommt deshalb nicht direkt bei den Mochenwangenern an. Gebaut wurde das Wasserkraftwerk einst zu ganz anderen Zwecken.

Der moderne Mensch kann sich schwer vorstellen, dass es im 19. Jahrhundert noch keinen Strom aus der Steckdose gab.

Rund 20 Hektar groß ist das Fabrikgelände. Das Gebäude im Hintergrund ist denkmalgeschützt und muss bei der Neubebauung erhalten

So geht es auf dem Gelände der Papierfabrik Mochenwangen weiter

Die Ära der Papierherstellung in Mochenwangen gehört endgültig der Vergangenheit an: Der letzte Eigentümer der Papierfabrik, der polnisch-schwedische Konzern Arctic Paper, hat das Gelände an die „Betz-Bau-Partner-Gruppe“ übergeben. Der Bauträger plant dort ein neues, großes Wohngebiet. Auch Gewerbe soll sich ansiedeln.

Ende Oktober habe die Übergabe des Geländes stattgefunden, sagt Projektleiter Friedrich Wenka von „Betz und Weber“. Bereits im Sommer war bekannt geworden, dass der Investor das rund 20 Hektar große Fabrikgelände, ...

 Nico Corell (links) und Florian Holzberger vor der neuen Anzeigentafel des SV Mochenwangen.

So feiert der SV Mochenwangen seinen 100. Geburtstag

100 Jahre Fußball in Mochenwangen: Dieses Fest wird zwar erst nächstes Jahr gefeiert, aber die Vorbereitungen laufen schon jetzt intensiv. Festzelt, Ehemaligentreff, Turnier – das alles will geplant sein. Und einen Promi hat der Verein auch auf seiner Gästeliste.

„Wir haben uns gegen ein riesiges Event entschieden“, sagt Vorsitzender Florian Holzberger. Stattdessen will der Verein „ein Fest fürs Dorf“ machen. Mit den Menschen und Vereinen aus dem Ort und aus Nachbarorten.

 Rupert Flach, heute 84, zeigt alte Fotos und schwelgt in Erinnerungen.

„Mobbing hat’s damals nicht gegeben“

Die Papierfabrik Mochenwangen wurde 1868 gegründet und nach einer wechselvollen Geschichte Ende 2015 stillgelegt. Das Fabrikgelände fiel in einen Dornröschenschlaf. Im Sommer 2019 kauft die „Betz-Bau-Partner-Gruppe“ das rund 20 Hektar große Gelände. Nun soll dort soll ein neues, großes Wohngebiet entstehen. Aber auch Gewerbe soll sich ansiedeln. Die SZ hat Mochenwangener dazu aufgerufen, ihre Erinnerungen zu erzählen. Rupert Flach erzählt von seiner Zeit als „Pressbua“.

 Notgeld

Ein Liter Bier für 350 Milliarden Mark: Als die Papierfabrik Mochenwangen ihr eigenes Notgeld ausgab

„Drei Millionen Mark“ steht auf dem Schein. Doch das Papier taugte gerade mal dazu, ein paar Lebensmittel zu kaufen. Und auch das nur, wenn der Schein frisch gedruckt war. Denn schon nach wenigen Tagen war er gar nichts mehr wert.

Als die Inflation nach dem Ersten Weltkrieg im Jahr 1923 ihren Höhepunkt erreicht hatte, durften auch größere Firmen Notgeld ausgeben. So auch die Papierfabrik Mochenwangen. Gerhard Allgaier aus Berg hat ein paar dieser Scheine in seiner Sammlung.

Vier Männer mit Büchern in der Hand

Als das Papier für die „Harry Potter“-Bücher aus Mochenwangen kam

Die Papierfabrik Mochenwangen spielt im Leben von Robert Cerovsek eine große Rolle: Vier Generationen aus seiner Familie haben dort gearbeitet, er selbst war 28 Jahre in der Fabrik tätig. Die schönsten Jahre, die er dort erlebt hat, fallen in die Harry-Potter-Zeit: Monatelang wurde in Mochenwangen ausschließlich Papier für die weltbekannten Fantasy-Bücher produziert.

Die Autorin war so überzeugt von der Qualität, dass sie nur unser Papier für ihre Bücher haben wollte.

  Dieses Foto von Arbeiterinnen in der Papierfabrik dürfte 1923 entstanden sein.

So verliefen Aufstieg und Fall der Papierfabrikanten aus Mochenwangen

Ein Kinosaal auf dem Werksgelände und eine Fabrikantengattin, die lieber ihre Villa vergrößern ließ als eine neue Maschine anzuschaffen: Die Geschichte der Papierfabrik Mochenwangen birgt so manche Anekdote. Ein Blick hinter die Kulissen.

Es ist die Zeit, in der noch Fuhrwerke statt Autos auf den Straßen fahren. In Wien heiratet der bayerische Prinz Ludwig die Erzherzogin Marie Therese von Österreich, in Russland wird der Schriftsteller Maxim Gorki geboren.

Der Schornstein der Papierfabrik war von weither sichtbar.

Landschaftsprägendes Bauwerk verschwindet: Schornstein der Papierfabrik Mochenwangen wird abgebaut

Jahrzehnte lang hat der 98 Meter hohe Schornstein der Papierfabrik Mochenwangen die Region geprägt. Er war eine Landmarke und machte das Orientieren von Weitem möglich. Jetzt wird er für immer verschwinden. Zwei große Kräne sind derzeit auf dem Gelände der seit Dezember 2015 still stehenden Papierfabrik. Stück für Stück wird das große Bauwerk abgebaut.

Wie Lothar Burchardt, der die Papierfabrik abwickelt, der „Schwäbischen Zeitung“ berichtet, ist ein Kran für die Personen gedacht, die an dem riesigen Turm arbeiten, der andere ist ...

 Rund 20 Hektar groß ist das Fabrikgelände. Das Gebäude im Hintergrund des Fotos ist denkmalgeschützt und muss bei der Neubebauu

Altes Fabrikgelände in Mochenwangen: So wird es zukünftig genutzt

Auf dem Gelände der Papierfabrik Mochenwangen wird ein neues, großes Wohngebiet entstehen. Aber auch Gewerbe soll sich dort ansiedeln. Das haben die Investoren am Donnerstag bei einer Pressekonferenz angekündigt.

Das rund 20 Hektar große Fabrikgelände, das seit dreieinhalb Jahren stillgelegt ist, wurde an die „Betz-Bau-Partner-Gruppe“ verkauft. Und die erklärte nun, wie sich die Papierfabrik verändern soll.

Die Besonderheit: Auf dem Gelände stehen neben alten Fabrikhallen auch drei denkmalgeschützte Gebäude, darunter ...