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Eine Mazedonien-Flagge neben einer Europa-Flagge

Warum die EU Gefahr läuft, den Balkan zu verlieren – und welche Folgen das hat

Für die Menschen in Südosteuropa, an der Peripherie der Europäischen Union (EU), war 2019 kein gutes Jahr. Anders als versprochen, gab der EU-Rat im Oktober kein grünes Licht für den Beginn von Beitrittsgesprächen mit Nordmazedonien und Albanien - Frankreich und wenige andere legten sich quer.

In Serbien und Montenegro, zwei Länder, die bereits über den EU-Beitritt verhandeln, verstärkten sich die autoritären Tendenzen der dort regierenden Kräfte.

Europaspiele

Europaspiele: Eröffnung ohne Spitzenpolitiker aus EU

Führende Politiker aus Nachfolgestaaten von ehemaligen Sowjetrepubliken stehen auf der Gästeliste der Eröffnungsfeier für die 2. Europaspiele in Minsk ganz oben, Staats- oder Regierungschefs aus EU-Staaten haben die Veranstalter hingegen nicht angekündigt.

Neben dem russischen Ministerpräsidenten Dmitri Medwedew haben sich für die Feier am heutigen Freitag im Dinamo-Stadion laut einer Mitteilung des Organisationskomitees unter anderen die Staatsoberhäupter Ilcham Alijew (Aserbaidschan), Salome Surabischwili (Georgien) und Igor Dodan ...

 Kanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron wollen bei einem Mini-Gipfel in Berlin Bewegung in den f

In Berlin geht es heute um die Zukunft des Balkans

Auf dem Balkan spitzt sich die Lage wieder zu. Der Nationalismus feiert eine Wiederkehr, und die politischen Führer verlieren die Lust an Reformen. Bündnisse mit Russland und China sind weitaus attraktiver geworden als die EU mit ihren Versprechungen.

Das ist die Ausgangslage für den heutigen Balkangipfel in Berlin, zu dem Kanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron mehrere Staats- und Regierungschefs nach Berlin eingeladen haben.

08.10.2018, Bosnien-Herzegowina, Sarajevo: Sefik Dzaferovic, Präsidentschaftskandidat der muslimischen Partei SDA, gibt nach ein

Wieder gewinnen die Nationalisten: Warum Bosnien auch 23 Jahre nach Kriegsende keinen Weg zur Einheit findet

Nach dem neuerlichen Wahlsieg nationalistischer Parteien bleibt die Lage in Bosnien-Herzegowina kritisch. 23 Jahre nach dem Ende des Bosnienkriegs sind immer noch keine wirklich wirksamen Reformen in Sicht.

Genaue Ergebnisse gab es am Montag nicht. Die Wahlkommission verkündete nur, dass die nationalistischen Parteien der unterschiedlichen Volksgruppen in Führung lägen. Es sind dieselben Parteien, die das Land seit Jahren in Geiselhaft halten.

Bosnische Wahlhelfer

Nationalisten gewinnen Wahlen in Bosnien

Im Dauerkrisenstaat Bosnien-Herzegowina haben Nationalisten die Parlaments- und Präsidentenwahlen vom Sonntag gewonnen.

Die SDA-Partei für die muslimischen Bosnier sowie die SNSD für die Serben blieben stärkste Kraft, auch wenn kleinere bürgerliche Parteien im Aufwind seien, teilte die staatliche Wahlkommission am Montag in Sarajevo mit.

In Bosnien leben christliche Serben und Kroaten sowie muslimische Bosnier. Das Land gilt mit seinem komplizierten Staatsaufbau, seinen überdimensionierten Staatsbetrieben, einer ...

Albaniens Ministerpräsident Edi Rama

Balkanländer wollen keine EU-Asylzentren in ihren Staaten

Im Streit über die Reform der europäischen Migrationspolitik lehnen die Balkanländer Aufnahmezentren für Flüchtlinge auf ihrem Boden ab.

„Wir werden niemals solche EU-Flüchtlingslager akzeptieren“, sagte der albanische Ministerpräsident Edi Rama der „Bild“-Zeitung. In der vergangenen Woche hatte die albanische Justizministerin Etilda Gjonaj noch bei einem Besuch in Brüssel gesagt, es werde Gespräche über solche Asylzentren geben.

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz und auch EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani ...


Die Gedenkstätte Potocari.

Srebrenica – das schlimmste Massaker in Europa seit 1945

Überlebende und Angehörige gedenken heute und morgen des Massakers in Srebrenica. Im Juli 1995 waren nach offiziellen Angaben 8372 muslimische Bosnier im Alter von 13 bis 73 kaltblütig ermordet worden.

Wenige Stunden vor der gewaltsamen Einnahme der ostbosnischen Uno-Schutzzone durch die bosnisch-serbische Armee hatte sich Nino Catic über seine Radiostation mit den Worten gemeldet: „Srebrenica wird ein großes Schlachthaus. Wird irgendjemand in der Welt Zeuge dieser Tragödie sein, die Srebrenica und seine Menschen heimsucht?

Radew

Russlandfreunde in Ost- und Südosteuropa auf dem Vormarsch

In Moskau dürften die Sektkorken geknallt haben. Bulgarien hat sich entgegen allen Prognosen für den früheren Luftwaffengeneral Rumen Radew als neuen Staatspräsidenten entschieden. Der will das ärmste EU-Land wieder enger mit Russland verzahnen.

Sichtbares Zeichen soll der Ausbau der Atomkraft mit Hilfe des einstigen kommunistischen Bruderlandes werden. Damals waren die Beziehungen zwischen beiden Staaten so eng, dass die bulgarische Parteizeitung eins zu eins den Inhalt des russischen KP-Blatts übernahm.


Milo Djukanovic verpasste die absolute Mehrheit.

Montenegro bleibt tief gespalten

Nach der Parlamentswahl in Montenegro steht Langzeitherrscher Milo Djukanovic eine schwierige Regierungsbildung bevor. Nach Auszählung fast aller Stimmen kam seine Demokratische Partei der Sozialisten (DPS) auf 41 Prozent und verpasste damit die absolute Mehrheit. Mit den voraussichtlich 36 Mandaten für die DPS wird Djukanovic nicht alleine regieren können. Für eine Mehrheit in dem 81 Sitze zählenden Parlament bräuchte er 41 Abgeordnete auf seiner Seite.


RS-Präsident Milorad Dodik ließ das Referendum durchführen, obwohl das gesamtstaatliche Verfassungsgerichtes als gesetzeswidrig

Das Serben-Referendum und die Folgen

Bei dem Referendum vom Sonntag ging es um die nachgerade lächerliche Frage, ob die serbische Einheit Republika Srpska (RS) weiterhin den „Staatsfeiertag“ am 9. Januar begehen darf oder nicht. Dass die überwiegende Mehrheit der 1,2 Millionen bosnischen Serben, nämlich 99,8 Prozent, mit Ja stimmen würde, war zu erwarten. Das Datum markiert die Geburt der RS vor Kriegsbeginn 1992, während es Muslime und Kroaten an Tod und Vertreibung erinnert.

Allerdings hat das Referendum den Schönheitsfehler, dass es keine unabhängige Bestätigung für ...